Stegplatten

Lichtdurchlässige Stegplatten werden vor allem für Dächer verwendet. Lesen Sie hier welche Arten Stegplatten es gibt, was eine gute Stegplatte ausmacht und worauf Sie generell achten sollten bei einer Stegplatte.

Stegplatten

Stegplatten sind sehr leichte Platten aus Kunststoff (Acryl, Polycarbonat usw.), welche aus zwei, drei oder mehr Schichten bestehen, die durch Stege miteinander verbunden sind. Stegplatten sind in verschiedenen Breiten, Längen, Stärken, Lichtdurchlässigkeiten (Farben) und Materialien erhältlich. Alle Stegplatten sind sehr luftdurchlässig und gleichzeitig wärmedämmend. Das geringe Gewicht dieser Materialien erlaubt filigrane Konstruktionen und Unterkonstruktionen bei leichter Montage. Die Platten sind bruch und schlagfest. Je dicker (etwa 4- 32 mm), desto höher ist die Widerstandskraft. Selbst bei Hagel und extremen Witterungseinflüssen halten die robusten Stegplatten. Beim Dachbau wirken die mit Luft gefüllten Stege wärmeisolierend und sichern eine konstante angenehme Innentemperatur. Ein klarer Durchblick ist nicht möglich, Tageslicht wird aber in den Innenraum gelenkt. Die gängigste Ausführung ist glashell, aber auch eingefärbte Stegplatten in allen Farben sind im Handel erhältlich. Die Entzündungstemperatur, z.B. von Stegplatten aus Polycarbonat liegt bei 450°C, dadurch sind sie schwer entflammbar. Es entwickelt sich im Brandfall wenig Rauch und nur geringe toxische Gase. Ihre vielfältigen Eigenschaften machen sie zu modernen, variabel einsetzbaren Konstruktionselementen in der Baubranche.

Stegplatten – Einsatzbereiche

Stegplatten werden vor allem bei Dach- und Fassadenkonstruktionen, sowie Gewächshäusern verwendet, im Dachbereich als Alternative zur Isolierverglasung. Gängige Ausführungen Steg-Vier- (S4P) oder Steg- Fünffach-Platten (S5P) aus Acryl oder Makrolon. Steg- Doppel-Platten (S2P) sind allerdings nur für "Kaltdächer" (Vordächer, Carports, Terrassenüberdachungen) geeignet und nicht für den Wohnwintergarten. Hier empfiehlt sich die 6-fach Stegplatten bei der Dachkonstruktion. Werden diese Platte beispielsweise in einem Wintergarten eingesetzt, lassen sich 5 Liter Heizöl oder 5,5 m³ Erdgas (gasförmig) pro Quadratmeter im Jahr einsparen. Besondere Beschichtungen, wie eine hochkonzentrierte UV- Schutzschicht ,(in der Regel nur auf einer Seite) oder Flüssigkeitsbeschichtungen, die das Abfließen von möglichem Kondensat auf der Platteninnenseite ermöglicht, verbessern zusätzlich die Eigenschaften dieser Platten.

Stegplatten – Verarbeitung

Stegplatten sind vor den Einbau vor Nässe und Sonne zu schützen. Zur Verarbeitung der Platten benötigt man nur gewöhnliches Werkzeug, wie Sägen mit feiner Zahnung, Stichsägen, Messer usw. Bohrlöcher sollten mindestens 40 mm vom Plattenrand entfernt sein und immer mindestens um 50 % größer als der Schraubdurchmesser. Achten Sie beim Dachbau auf eine ausreichende Dachneigung. Dadurch kann das Regenwasser sicher vom Dach ablaufen und die Dichtigkeit an den Verbindungsprofilen wird gewährleistet. Wählen Sie deshalb eine Dachneigung von mindestens fünf Grad, das entspricht neun Zentimeter Gefälle pro Meter. Je größer das Gefälle ist, desto besser ist der Selbstreinigungseffekt, die Schmutzränder an der Stirnseite verhindern und ein Reinigen von Hand weitgehend überflüssig macht. Achten Sie bei der Konstruktion auf Ausdehnung / Schrumpfung des Materials, denn durch Temperatureinflüsse verändert sich Länge und Breite der Einfassprofile. Der Ausdehnungsfaktor, z. B. bei Polycarbonat beträgt 0,065mm/°C und m. Beim Selbstbau ist es daher ratsam sich vorher Rat von einem Fachmann einzuholen. Stegplatten sind dampfdurchlässig, d.h., dass Wasserdampf in den Kammern kondensieren kann. Diese Wassertropfen müssen abgeleitet werden. Das macht sie aber anfällig für Verschmutzungen oder das Eindringen von Insekten in die Hohlkammern. Reinigen lassen sich die Platten einfach mit Wasser und etwas Spülmittel. Benutzen Sie auf keinen Fall Scheuerpulver oder Glasreiniger sowie scharfkantige Gegenstände bei der Reinigung.

Stegplatten – Kauf

Es gibt viel Anbieter im Internet, die ein umfangreiches Sortiment an Stegplatten für alle Einsatzbereiche bieten. Achten Sie vor allem bei Selbstmontage auf eine gute Beratung. Der Versand der sperrigen Platten kann kostspielig werden, in jeden Fall sollte man Angebot und Preis auch mit dem Baumarkt vor Ort vergleichen.

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