Schwedenhaus

Das Schwedenhaus ist eine besondere Holzhausform. Lesen Sie hier was genau ein Schwedenhaus ist, was ein gutes Schwedenhaus ausmacht und worauf Sie generell achten sollten bei einem Schwedenhaus.

Schwedenhaus. Bauweise

Denken wir an Häuser, so wie sie bereits seit Jahrhunderten in Skandinavien gebaut werden, haben wir alle das gleiche Bild vor Augen: schöne, gemütliche Holzhäuser, die Fassade in schwedenrot gestrichen, mit einer Veranda vor und einer hinter dem Haus. Weiße Fenster runden das Bild ab.

Sei es aufgrund dieser nordischen Inspiration oder weil der Rohstoff Holz für gesundes Klima und Geborgenheit steht – hierzulande entscheiden sich immer mehr Familien zum Bau eines Schwedenhauses. Mit den modernen und vielfältigen Holzhäusern erhalten Sie Individualität statt Einerlei, warmes Holz statt kaltem Beton sowie eine äußerst ökologische statt einer konventionellen Haustechnik.

Schwedenhaus ist zunächst eine Bauweise, ein Holzverbundbausystem verwandt mit den bekannten Fertighaussystemen. Allerdings mit einem speziellen Schwerpunkt: dem gesunden und sehr energiesparenden Wohnen. Entwickelt aus den nordischen Bedürfnissen und einer Gesetzgebung die in Schweden schon 1975 Wärmeschutzwerte vorschrieb, die bei uns erst jetzt Norm werden. Schwedenhaus ist aber auch, und das ist ganz wesentlich, ein Stil, ein individueller Ausdruck eines positiven Lebensgefühls. Für die Liebhaber eines klassischen Schwedenhauses ist es unvorstellbar, anders zu wohnen.

Schwedenhaus. Vorteile

Ein Wohnhaus aus Holz hat Tradition: In den USA, Kanada oder den skandinavischen Ländern gibt es 300 Jahre alte Wohnhäuser aus Holz, in denen es sich noch immer komfortabel und gut leben lässt. Ein Holzhaus hat offensichtliche Vorteile: Zum Beispiel kann Holz als leichter Baustoff gut transportiert werden. Ein abgebrochenes Holzhaus kann recycelt werden, wobei dies beim Schwedenhaus eher selten vorkommt, da es eine sehr lange Lebensdauer – bei sorgfältiger Bauausführung – hat. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und überall lokal vorhanden. Ein Holzhaus als Wohnhaus trägt letzthin zur Pflege des Waldes bei und schützt die Atmosphäre, indem es als langfristige CO2-Senke wirkt.
Die individuelle Planbarkeit eines Schwedenhauses kommt einem entgegen und der hohe mögliche Eigenleistungsanteil bietet Sparpotential.
Von Vorteil sind die geringen Transportgewichte, die schnellere Baufertigstellung durch kürzere Aufbauzeiten und Bautrocknungszeiten. Schlankere Außenwände bei gleichen Wärmedämmwerten bieten für die Innenflächen einen Raumgewinn.
Beim Schwedenhaus wird nach den strengen schwedischen Vorschriften gefertigt. Das Schwedenhaus enthält in der Regel keine bekannten Schadstoffe, doch sollte man sich dies bestätigen lassen. Als Allergiker/Asthmatiker kann man gut darin wohnen. Es sei allerdings auch angemerkt, dass es nicht nur das Haus allein macht. Der Verzicht auf Teppichböden z.B. und eine kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage führen zu besserem Wohlbefinden.

Schwedenhaus. Was ist anders als beim Deutschen Holzhaus?

Das Schwedenhaus steht für einen Lebensstil. Es unterscheidet sich vor allem optisch vom deutschen Holzhaus. Auffallend sind die Fenstereinfassungen, die Farbgebung (die man allerdings auch individuell bestimmen kann, je nach Anbieter) und die Veranden. Die Schweden lieben es, sich so oft wie möglich im Sommer draußen aufzuhalten. Konstruktiv weichen sie (z.B. bei der Trittschalldämmung) manchmal vom deutschen Standard ab, aber dies ist mit den Anbietern zu klären. Heiztechnisch werden mit dem Schwedenhaus auch gleich alternative Installationen angeboten wie z. B. Wärmetauscher oder Holzheizungen (Pellet) angeboten.

Schwedenhaus. Sparakzente versus Brandschutz

Ein Holzhaus brennt genauso gut oder schlecht wie ein Massivhaus. Hierbei kommt es mehr auf die Innenausstattung an als auf die Konstruktionsbauweise. Konstruktiv bedingt erfüllt ein Schwedenhaus auch ohne zusätzlichen Brandschutz die erforderliche Brandschutzklasse.

1 Kommentar

  1. wir haben vor 1 Jahr ein 23jähriges Schwedenhaus Typ A-165 gekauft. welche Umbaumöglichkeiten am Grundriss gibt es? Ev. auch als Fertigbauteil.Wer ist in der Schweiz dafür zuständig?

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