Granit

Granit ist eine sehr harte und widerstandfähige Gesteinsart, die sowohl im Bauwesen und zunehmend in der Innenarchitektur Verwendung findet. Als auf Hochglanz polierte Platte finden Sie Granitstein etwa in Designküchen oder im Sanitärbereich. Eine Übersicht zu wissenwerten Fakten finden Sie in unserem Beitrag zu Granit.

Granit – Allgemeines

Der Granit ist eine weit verbreitete Gesteinsart, der innerhalb der kontinentalen Erdkruste gefunden und oberirdisch abgebaut wird.
Granite gehören zur Klasse der Tiefengesteine und weisen eine massige, grobe und kristalline Struktur auf. Sie bestehen zu gleichen Teilen aus Plagioklas, Alkalifeldspat und Quarz. Je nach Art bestehen sie noch aus etwa 20 bis 40 % aus Glimmermineralien wie Biotit oder Muskovit. Des weiteren ist ihnen unter anderem noch Zirkon, Apatit, Titanit, Uran und Rubidium zu finden.
Im Erdkundeunterricht wurde diese Zusammensetzung den Kindern in einem einfachen Merksatz vermittelt: „Feldspat, Quarz und Glimmer, die vergess’ ich nimmer“.

Granit – Eigenschaften

Durch den geringen Anteil an Uran und Rubidium ist Granit schwach radioaktiv. Auch im Feldspat sowie dem Glimmeranteil herrscht eine schwache radioaktive Strahlung.
Granit ist sehr hart und widerstandsfähig. Des weiteren sind Granitsteine auch sehr wetterfest, frost- und säurebeständig. Der Granitstein besitzt eine mittlere bis grobe Körnung.

Granit – Typen

Es gibt vier verschiedene Granittypen

I-Typ

Dieser Granit entstand aus Magma, welches in der Erdkruste erstarrte.

S-Typ

Diese Granitart wurde durch die Aufschmelzung von Sedimentgesteinen geschaffen.

A-Typ

Dieser Typ ist beispielsweise am Oberrheingraben oft zu finden. Er tritt dann zutage, wenn die kontinentale Erdkruste beginnt, langsam aufzureißen.

M-Typ

Granit des M-Typs findet seinen Ursprung an ozeanischen Inselbögen.

Im hiesigen Fachhandel sind vor allem die deutschen Sorten wie beispielsweise Eitzing, Hauzenberg, Kaltrum oder Tittling zu finden. Aber auch Gertelbach, Raumünzach oder Rotenberg-Granit sind bekannte Granitsteine. Ihren Namen verdanken viele Granitsteine den Orten, an dem sie gefördert werden.

Bei den ausländischen Sorten können Sie unter anderem zwischen finnländischen Graniten wie Balmoral, Baltik Rot oder Baltik Braun wählen. Aus China erhalten Sie den Padang Gelb oder den Padang Kristallstein. Französische Steine sind unter anderem der Rose Clarté. Eine weitere Auswahl von Steinen erhalten Sie des weiteren aus Indien, Brasilien, dem Iran oder Italien. Aber auch Namibia, Polen, Schweden, Portugal, Spanien, Vietnam und den USA.

Granit – Farben

Granitsteine können fast alle natürlichen Farben annehmen. Welche Farbe der Stein letztendlich hat, hängt hauptsächlich vom Feldspat ab. Die am meisten vorkommenden Farben sind hellgraue und gelbliche Töne. Aber auch roter Granit ist in der Erdkruste zu finden. Zwar seltener aber dennoch auffindbar sind auch blaue bis fast schwarze Farbtöne.

Granit – Vorkommen

Da Granitsteine in der kontinentalen Erdkruste entstehen, können sie fast auf sämtlichen Kontinenten gefunden werden. Die chemische Zusammensetzung und somit die verschiedenen Granittypen mit den unterschiedlichsten Farben variieren aber von Fundort zu Fundort. Auch in unseren Breitengraden werden Granitsteine abgebaut. Er kommt vor allem im Schwarzwald, im Oberpfälzischen Wald sowie im Bayerischen Wald vor. Aber auch im Odenwald oder der Lausitz ist er zu finden. Ein weiteres Abbaugebiet sind die Zentralalpen.

Granit – Verwendung

Aufgrund seiner Witterungsbeständigkeit, seiner Widerstandskraft und Härte wird dieser gerne im Bauwesen eingesetzt. Er lässt sich leicht polieren und schleifen, so dass sich dieser auch leicht verarbeitet lässt. Des weiteren kann seine Oberfläche auch geflammt, gestrahlt oder gesägt werden.
Im Bereich des Innenausbaus wird Granitstein für die Treppe oder als Wandverkleidung genutzt. Aber auch Tischplatten, Waschbecken oder Arbeitsplatten für die Küche werden vermehrt aus diesem Gestein hergestellt.
Im Gartenbau wird Granit gerne als Ziersteine für die Pflasterung, die Beetumrandung oder auch für Brunnen genutzt.
Granitsteine werden bei Firmengebäuden auch vermehrt als Bodenbelag oder Verkleidung für die Außenwand benutzt.

Eine andere weniger schmucklose Verwendung für den häufig vorkommenden Granitstein findet dieser unter anderem im Schienenbau. Hier werden zerstoßene Granitsteine als Schotter zwischen die Schienenstränge geschüttet.
Im Straßenbau finden Granitsteine als Pflaster- oder Randsteine ihre Verwendung.

2 Kommentare

  1. Nachdem unsere Terrassenplatten (bunte, rauhe Steinplatten) jedes Jahr
    stark verschmutzen (grüner Belag), möchte ich es jetzt mit Granit versuchen. Wer hat Erfahrung damit? Ich habe gehört, daß Granit nach einer Hochdruckreinigung empfindlich sind. Reicht eine Stärke von 3 cm aus (diese Platten werden zur Zeit im hiesigen Baumarkt angeboten?
    Oder hat jemand Erfahrung als Alternative mit geschliffenen Steinplatten?

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