Bangkirai

Bangkirai-Holz wird immer beliebter. Lesen Sie hier woher Bangkirai-Holz kommt, was das besondere an Bangkirai-Holz ist und worauf Sie generell achten sollten bei Bangkirai-Holz.

Bangkirai – Allgemeines

Die Handelshölzer aus dem südasiatischen Raum gewinnen weltweit immer mehr an Bedeutung. Hier besonders die Gattung Shorea. So auch Bangkirai. Bangkirai gehört zu den besonders geschätzten Hölzern der Art Shorea laevis. Diese Holzart wiederum zählt zu den "Yellow Balau"-Hölzern.

Bangkirai – Beschreibung

Die Bangkirai-Bäume können bis zu 50 Meter hoch werden, wobei bei einer Länge von 15 bis 25 Metern keine Äste wachsen, die bei der Weiterverarbeitung des Holzes störend wirken können. Die Stämme erreichen einen Durchmesser von bis zu 1,20 Meter.
Das Holz selbst ist gelblich braun, so lange es noch sehr frisch ist. Später dunkelt es soweit nach, dass es eine olivgrüne Farbe erhält.
Bangkirai-Holz ist von grober Textur und weist eine hohe Dichte auf, was es sehr schwer werden lässt. Sein Gewicht liegt hier bei 1.300 kg pro Kubikmeter im ungetrockneten Zustand. Quer- und Längsflächen im Holz können mit Harzkanälen durchsetzt sein, die als helle Linien erkennbar sind.

Bangkirai – Eigenschaften

Aufgrund ihrer hohen Dichte besitzen die Bangkirai-Hölzer eine sehr hohe Festigkeit. Im Vergleich zu Eichenholz liegen diese Werte des Bangkirai-Holzes hier um 50 Prozent höher. Wenn die Trocknung des Holzes zu schnell vorangetrieben wird, kann es zu Rissen und/oder zum Verziehen des Holzes kommen, deshalb sollte dieses immer relativ langsam vonstatten gehen. Ist das Holz gut durchgetrocknet, ist es später jedoch sehr fest und Risse bilden sind nur sehr selten.
Da das Holz eine sehr hohe Dichte aufweist, ist dessen Bearbeitung im Gegensatz zu Hölzern mit geringerer Dichte schwerer. Beim Bearbeiten wie beim Sägen, Fräsen oder Bohren sollten Sie auf hierfür entsprechende Arbeitsgeräte zurückgreifen, die für ein Holz dieser Dichte und Festigkeit auch geeignet sind. Dann ist auch dieses Bearbeiten problemlos möglich. Beim Bangkirai-Holz kommt es immer wieder zum Wechseldrehwuchs, was das Hobeln von radialen Holzscheiben deutlich erschwert, da es hier gelegentlich zum Ausreißen kommen kann.
Bangkirai-Holz gilt als besonders widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse. Aber auch gegen Pilze, einigen Termitenarten und verschiedenen Insekten ist das Holz weitaus resistent. Eine zusätzliche Oberflächenbehandlung ist hier nicht notwendig.

Bangkirai – Verwendung

Aufgrund seiner hohen Widerstandsfähigkeit gegen äußerliche Einflüsse wird Bangkirai vor allem dort eingesetzt, wo die Holz-Konstruktionen sehr hoher Beanspruchung ausgesetzt ist. So werden Bangkirai-Hölzer beim Brückenbau, für Rampen oder auch beim Bau von Kaimauern eingesetzt. Weitere Anwendung findet das Holz im Fachwerkbau, als Waggon- oder Containerboden. Bei schweren Booten ist oftmals der Kiel oder auch die Spanten aus Bangkirai-Holz gearbeitet. Das Bangkirai-Holz eignet sich aber auch sehr gut zum Bau von Behältern, die säurefeste Eigenschaften haben sollen. Fußböden oder Arbeitsflächen, die hohen Beanspruchungen unterliegen, werden ebenfalls oft aus Bangkirai-Holz gearbeitet, da sich diese durch eine hohe Langlebigkeit auszeichnet.

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