Gesundheit

Zahnimplantat

Bein Zahnimplantaten gibt es verschiedene Formen und Materialien. Welche Art von Zahnimplantat für wen das richtige ist, was ein gutes Zahnimplantat ausmacht und auf was Sie bei Zahnimplantaten achten sollten, erfahren Sie hier.

Zahnimplantate – Allgemeines

Ein Zahnimplantat ist eine Art künstliche Zahnwurzel, auf die ein Aufbau, der einem Zahn äußerlich sehr ähnlich ist, aufgebracht wird. Im Aussehen ist ein Implantat mit einer Krone oder einer Prothese fast identisch. Das Zahnimplantat wird in den vorhandenen Kieferknochen eingepflanzt und wächst nach circa sechs Monaten fest in diesen ein. Ein Zahnimplantat wird immer individuell dem vorhandenen Gebiss des Patienten angepasst und wird von vielen Patienten auch aus ästhetischen Gründen gegenüber losen Prothesen bevorzugt.

Zahnimplantate – Material

Das "Innenleben" der Zahnimplantate besteht in der Regel aus Titan. Dieses vorzugsweise verwendete Material hat im Gegensatz zu früher verwendeten Materialien wie Edelstahl oder anderen Metalllegierungen die idealsten Eigenschaften in Bezug auf Härte, Stabilität, Verträglichkeit sowie Biegebruch- und Druckfestigkeit. Es hält einer normalen Kaubelastung ohne Probleme stand. Wichtig neben dem "Innenleben" des Zahnimplantates für dessen Stabilität ist aber auch die Beschaffenheit der Oberfläche. Hierzu wird in der Regel Keramik benutzt, welches aber unterschiedlich bearbeitet worden sein kann. Die Oberflächenbeschaffenheit hat einen großen Einfluss auf das Einwachsverhalten des Implantates in den Knochen.

Zahnimplantate – Formen

Auch wenn das verwendete Material fast immer Titan ist, so gibt es doch in der Formgebung der "künstlichen Wurzel" große Unterschiede. Diese können wie Nadeln, Kegel oder Holzylinder geformt sein. Am meisten verwendet werden aber Implantate, die ein Schraubgewinde besitzen. Hier wiederum differieren diese in ihrer Länge, der Breite, dem Gewindeprofil oder auch ihrem Steigungswinkel. Ihr Zahnarzt oder Kieferchirurg hat so eine große Auswahl zur Verfügung, um für Sie das passende Implantat mit den besten Einwachschancen zu finden.

Zahnimplantate – Haltbarkeit

Die Chancen für das festsitzende Einwachsen eines Zahnimplantates liegen derzeit bei 95 %. Ein Restrisiko ist wie bei jeder Transplantation immer vorhanden. Ist der künstliche Zahn aber erfolgreich eingesetzt worden, kann er bis zu 20 Jahren halten, wenn sich der Knochen in dieser Zeit nicht krankhaft verändert oder andere Erkrankungen das Entfernen des Implantates notwendig machen.

Zahnimplantate – Voraussetzungen

Da die Implantate in den Kieferknochen eingesetzt werden, ist das Vorhandensein von genügender Knochenmasse unabdingbar. Dies kann aber durch krankhafte Veränderungen oder durch seit längerer Zeit schon fehlender Zähne stark zurückgegangen sein. Hier gibt es aber die Möglichkeit, Knochenmasse wieder aufzubauen und das Implantat dann in den regenerierten Knochen einzusetzen.
Da – wie ein "normaler" Zahn auch – das Implantat immer gepflegt werden muss, wird der Zahnarzt bzw. Kieferchirurg auch vor der Entscheidung, ob er Ihnen ein Implantat einsetzt, beachten, ob Sie das Zahnimplantat auch richtig pflegen können. Hierzu ist eine spezielle Technik notwendig, die gerade ältere Patienten oder Menschen mit feinmotorischen Störungen nicht ohne weiteres ausführen können. Auch wird der Arzt darauf achten, dass der erfolgreiche Heilungsverlauf nicht durch Drogen-, Alkohol- oder Nikotinmissbrauch gefährdet werden kann. In diesem Fall wird er den Eingriff nicht ausführen. Auch bestimmte Erkrankungen können ein Grund dafür sein, dass der Patient für das Einsetzen eines Zahnimplantates nicht in Frage kommt. Leidet er beispielsweise an bestimmten Stoffwechselerkrankungen, Nieren- oder Knochenleiden, kann der der Mediziner vom Eingriff Abstand nehmen.
Wichtig vor der Entscheidung, ein Zahnimplantat einsetzen zu lassen ist somit, alle Punkte vorher genauestens mit dem Arzt abzuklären, um die Erfolgsaussichten so genau wie möglich ermitteln zu können.

16 Kommentare

  • habe seit 15 Jahren 2 Implantate im Unterkiefer. Seit etlichen Monaten ein Druckempfinden beim Kauen, aber mein Zahnarzt konnte nichts feststellen.
    Seit 4 Monaten leide ich unter schwersten Schmerzattacken am Rücken, konnte kaum noch laufen. Bin von einem Arzt zum anderen gerannt, von einer Therapie zur anderen…die Schmerzen blieben. Ein erneuter Besuch beim Zahnarzt hat ergeben, dass meine Impalntate sich gelockert hatten – sie wurden entfernt und meine Schmerzen haben ein Ende.
    Was sagt uns das? Bei unerklärlichen Schmerzen zum Zahnarzt gehen und auf Klärung bestehen!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  • Hallo,
    ich habe im Frontzahnbereich vor ca 6 Wochen 4 Implantate bekommen.
    Jetzt ist eins der Implantate im Kiefer zu sehen ohne das es freigelegt wurde.
    Mein Zahnarzt meint, dass sei nicht schlimm und kommt von dem Druck des Provisoriums. Ich bin stark verunsichert ob das wirklich unbedenklich ist.
    Kann mir jemand weiter helfen?

  • man muss nur alle 3 monate zum zahnarzt. damit der alles was du selbst beim reinigen nicht gefunden hast, nachreinigen kann

  • Hallo Uwe.
    habe schon seid 15 Jahren eine TeleskopProthese im Oberkiefer.
    Ich kann nur sagen eine super Sache.
    Man hat keine störende Gaumenplatte
    und eine Würgereiz tritt überhaupt nicht ein.
    Ich kann diese Lösung nur empfehlen.

  • hallo,ich habe den zahn 2 noch nie gehabt und hab daher eine zahnlücke. ich möchte eine zahnspange aber hab anst dass es wehtut außerdem muss man micht immer ein implantat haben,denn es gibt noch zwei andere möglichkeiten:
    1.einen künstlichen zahn zwischen machen(krone)
    2.aus einem zahn den fehlenden zahn zu formen…

  • hallo zusammen.habe seit 12 jahren eine totale prothese im ok,daran gewöhnt hab ich mich immer noch nicht so richtig.hab manchmal immer noch würgereiz da muss ich immer was knabbern damit es mir wieder besser geht.und wenn ich das ding rausnehme ist es noch unangenehmer weil alles im mund so leer ist.hab mich jetzt fest entschlossen mir implantate setzen zu lassen,für eine gaumenfreie prothese,am besten eine teleskopprothese,so wenig kunstsoff wie möglich.jetzt meine frage.ist es wieder eine grosse umstellung,gewöhnung an das neue teil oder hatt man wieder einen ewigen würgereiz?wer hatt das schon machen lassen oder hat auch solche probleme gehabt?gruß uwe

  • Ich habe vom Zahnartzassistentin erfahren, dass man beim Implantat jede Woche zur Reinigung zum Artz muss? Wozu? Das ist ja man am Zahnartz verkettet und Kosten sind ja ohne Ende?
    Warum gibt es keien Vollprothese für den unteren Teil des Mundes. Ich habe eine Vollprothese für den oberteil, die haftet fabelhaft .
    mathur@chello.at

  • Welche Zahnzusatzversicherung bietet für ca. 15€ monatl. die Segmente“Keramische verblendungen bei Brücken und Kronen(auch der Backenzähne)“ und „Inlays(Einlagefüllungen aus Keramik)“?

  • Hallo,
    ich wuesste gerne, wie lang man warten muss, bis man die Krone aufs Implantat setzen kann. Oder besser noch, gibt es da auch einen Zeitpunkt, wann es zu spaet werden koennte (z. B. nach 6 Monaten)?
    Mit freundlichen Gruessen
    Irma Bauer

  • Habe jetzt seit 2.11.06 mir ein Implantat setzen lassen ist es normal das ein leichtes ziehen vorhanden ist und das es weh tut wenn ich dran komme. regio 45

  • Jürgen Schäfer: Kann sich der Knochen beim
    Implantate
    entzünden?Wenn ja was
    kann und soll ich tun.Gruß Jürgen Schäfer

  • Moderne Implantate sind aus Titan, die Oberfläche mit Aluminiumoxyd gestrählt, geätzt und dann passiviert ! Grade das passivieren ist sehr wichtig um Entzündungen zu verhindern und ein besseres Einheilen zu gewährleisten.
    Beschichtungen mit z.b Hydroxylapatit sind OUT !!

  • Sehr geehrte Damen und Herren,
    gibt es einen Unterschied zwischen
    dem Ankylos-System und dem Ankylos Syncon-System?
    Mit freundlichen Grüßen
    G. Andre

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