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Werkzeugbau / Formenbau

Unter Werkzeugbau / Formenbau versteht man das Herstellen von Werkzeugen zur Produktion. Lesen Sie hier welcher Arten von Werkzeugbau / Formenbau es gibt, was einen guten Werkzeugbau / Formenbau ausmacht und was Sie generell wissen sollten über Werkzeugbau / Formenbau.

Werkzeugbau / Formenbau – Allgemeines

Der Begriff Werkzeug beinhaltet alles was man dazu benötigt, Teile jeglicher Art und Güte zu bearbeiten. Hierunter versteht man nicht nur die landläufig bekannten Schraubendreher oder Hämmer, sondern auch größere Maschinen oder Maschinenteile. Diese dienen vor allem zur Herstellung von Produkten oder Teilen in Form der Massenproduktion. Gerade hier sind spezielle Einzelanfertigungen von Werkzeugen, die sich ausschließlich auf die Vorgaben des Kunden beziehen, notwendig.

Werkzeugbau / Formenbau – Herstellung

Die Herstellung eines hochwertigen Werkzeugs ist in vielen Fällen eine komplexe, zeitintensive Angelegenheit und sehr aufwändig. Früher wurden hierzu zahlreiche technische Zeichnungen erstellt, welche nachgebaut wurden und teilweise wieder verworfen werden mussten, da diese zu ungenau oder das Endergebnissen nicht den Erwartungen entsprachen, wie dies auf dem Reißbrett ursprünglich angedacht wurde. Heute werden moderne CAD/CAM Programme eingesetzt, die bereits auf dem Computer die vom Techniker eingegebenen Daten umrechnen und dreidimensional auf dem Bildschirm darstellen. Entspricht das Computerbild dann allen Erwartungen, die an das Werkzeug gestellt werden, wird zunächst ein Prototyp hergestellt, wobei die Technik sich heute ebenfalls der Computerdaten bedienen kann. Dieser Prototyp selbst wird dann in seiner Gebrauchstauglichkeit geprüft, eventuell wieder geändert und durchläuft so verschiedene Konstruktionsprozesse, bis das Werkzeug den Anforderungen der Techniker und Ingenieure entspricht. Dies kann unter Umständen mehrere Wochen bis Monate dauern. Das Berufsbild des Werkzeugmachers erfordert somit sehr viel Geduld und Fingerspitzengefühl.

Werkzeugbau / Formenbau – Arten

Der Werkzeugbau gliedert sich in vier Spezialgebiete: Der Stanzwerkzeugbau, der Formenbau, der Vorrichtungsbau sowie der Lehrenbau.

Stanzwerkzeugbau
Stanzwerkzeuge werden vor allem in Einzelanfertigungen hergestellt, um bestimmte Produkte in Massen herstellen zu können. Die Kosten für die Anfertigung eines Stanzwerkzeugs werden aber schnell wieder dadurch amortisiert, dass sich die hiermit zu fertigenden Teile relativ kostengünstig produzieren lassen. Mit den Stanzwerkzeugen lassen sich die zwei- oder auch dreidimensionale Teile schnell und präzise maschinell fertigen.

Formenbau
Hier werden Werkzeuge anderer Art hergestellt als im Stanzwerkzeugbau, nämlich die Formen. Diese werden in der Regel dazu benötigt, um mit diesen Teile auf Masse zu fertigen, die gegossen oder gepresst werden müssen. Je nach dem, wie kompliziert die Konstruktion des Endproduktes gestaltet wurde, können hier mehrere Formen für ein Werkstück benötigt werden.
Die Form selbst besteht aus einem Negativ, welche die äußere Form des herzustellenden Produktes oder Teiles darstellt sowie dem Kern, der ein Abdruck des Innenstücks darstellt. Bei der Herstellung der Form muss allerdings auch berücksichtigt werden, wie die anschließende Oberflächenbeschaffenheit des Endproduktes ausfallen soll. Je nach dem, ob hier glatte oder raue Oberflächen vom Anwender angedacht wurden, werden verschiedene Materialien verwendet.
Beim Formenbau muss auch berücksichtigt werden, dass die mit der Form zu fertigenden Teile meist in Masse hergestellt werden und sie schnell und vor allem unkompliziert aus dieser wieder herauszulösen sein sollten.

Vorrichtungsbau
Eine Vorrichtung selbst ist zwar kein Werkzeug im eigentlichen Sinn, ist aber bei der Metallbearbeitung ein Hilfsmittel, welches den gleichen unbedingten Einsatz wie ein Werkzeug erfordert. Deshalb wird der Vorrichtungsbau auch zum Werkzeugbau hinzugezählt. Beispiele für Vorrichtungen sind beispielsweise Bohrständer oder Schablonen.

Lehrenbau
Die Lehren werden im Allgemeinen für Feinmessungen verwendet. Die bekanntesten Lehren sind hier die Schieblehre oder auch die Füllerlehren. Lehren können auch zu Prüfzwecken eingesetzt werden.

1 Kommentar

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