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Wechselrichter

Elektrischer Strom ist nicht gleich elektrischer Strom. Man unterscheidet hier grundsätzlich zwischen Wechselstrom und Gleichstrom. Dabei bezeichnet man als Wechselstrom einen elektrischen Strom, der in regelmäßigen Abständen seine Polung, also seine Richtung ändert. Manchmal liegt der Strom aber in der einen Form vor, wo er eigentlich in der anderen Form benötigt würde. Um Gleichstrom in Wechselstrom zu verwandeln, können Sie dann einen Wechselrichter einsetzen. Wie ein Wechselrichter funktioniert und wo er u.a. gebraucht wird, erfahren Sie hier.

Wechselrichter – Grundlegende Funktionsweise

Wechselrichter können auf mechanische oder elektronische Weise Gleichstrom in Wechselstrom verwandeln. Alle Wechselrichter funktionieren dabei, indem sie in regelmäßigen Abständen dem Stromfluss unterbrechen. Bei den mechanischen Wechselrichtern unterscheidet man zwei verschiedene Bauweisen: Ältere Wechselrichter verfügen über einen Kontakt, den so genannte Wagnerscher Hammer, der den Gleichstrom regelmäßig unterbricht. Dieses Bauteil verschleißt allerdings sehr schnell, sodass neuere Wechselrichter (auch Turbo-Wechselrichter genannt) auf eine andere Technik vertrauen. Hier wird der Kontakt durch einen Quecksilberstrahl geschlossen und getrennt, der, von einem Motor angetrieben, in einer Kammer rotiert. Bei den elektronischen Wechselrichtern übernimmt mittlerweile zumeist ein Bauelement, das man Thyristor nennt, das Unterbrechen und Schließen des Stromkreises. Solche elektronischen Wechselrichter tragen auch den Namen Pulswechselrichter.

Inselwechselrichter

Inselwechselrichter werden dort angewendet, wo ein elektrischer Verbraucher Wechselspannung zum Betrieb benötigt, aber nur eine Gleichspannungs-Quelle, wie zum Beispiel eine Autobatterie, zur Verfügung steht. Inselwechselrichter finden Sie, beispielsweise wenn Sie in Fahrzeugen Geräte betreiben wollen, die eigentlich Wechselstrom benötigen (eine Autobatterie liefert nämlich nur Gleichstrom). Im Auto werden die Wechselrichter dann meistens an den Zigarettenanzünder angeschlossen. Darüber hinaus wendet man diese Form von Wechselrichtern auch für die unterbrechungsfreie Stromversorgung von Krankenhäusern oder Rechenzentren an.

Netzeinspeisewechselrichter

Sie benötigen Netzeinspeisewechselrichter, wenn Sie Ihren eigenen Strom produzieren und in das öffentliche Stromnetz einspeisen möchten. Insbesondere Besitzer von Photovoltaikanlagen, Windkraftanlagen und Brennstoffzellen sind auf diese Wechselrichter angewiesen. Wechselrichter gibt es in verschiedenen Größen, jeweils angepasst an die Leistung Ihrer Anlage zur Stromerzeugung. Sie werden weiterhin nach der Art des Einbaus unterschieden. Modulwechselrichter befestigen Sie direkt am Photovoltaikmodul. Dort wandeln die Bauteile den Gleichstrom in Wechselstrom um. Wenn Sie mehrere Fotovoltaikmodule zu einem Strang zusammenfassen und über einen Wechselrichter führen, nennt man die hierzu verwendeten Geräte Strangwechselrichter. Sie können auch den Gleichstrom mehrerer Stränge über einen Wechselrichter führen, der dann zentraler Wechselrichter genannt wird. Diese Bauweise hat aber den Nachteil, dass Sie lange Gleichstrom-Leitungen vom Modul zum Wechselrichter benötigen. Gleichstromleitungen sind wegen ihres großen Querschnitts jedoch recht starr und daher schwer zu verlegen. Außerdem sind sie im Vergleich zu Wechselstromleitungen kostspielig.

Wechselrichter – Weitere Anwendungen

Sie können Wechselrichter auch verwenden, um aus einer Gleichspannung einen Drehstrom herzustellen, mit dem man einen günstigen wartungsarmen Drehstromasynchronmotor in der Drehzahl regeln kann. In komplizierteren Anwendungen lässt sich mithilfe eines Wechselrichters auch die Frequenz einer Wechselspannung (also die Geschwindigkeit, mit der sich ihrer Richtung ändert) verändern.

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