Wechseljahre

Die Wechseljahre der Frau sind keine Krankheit! Vielmehr sind die Wechseljahre eine natürliche Phase im Leben jeder Frau. In dieser Phase, die sich meist im Alter von 45 – 60 Jahren abspielt, drosseln die Eierstöcke die Hormonproduktion bis auf den Nullpunkt. Der Körper braucht die Zeit der Wechseljahre, bis er sich an diese Umstellung gewöhnt hat. Der Begriff Wechseljahre spiegelt den Wechsel von der Lebensphase der geschlechtsreifen Frau, die schwanger werden und Kinder bekommen kann, in die Lebensphase des Alters wider. Doch keine Sorge: Nach der Menopause ist keine Frau plötzlich alt. Vielmehr beginnt dann ein neuer Lebensabschnitt, den Sie bewusst genießen können.

Phasen der Wechseljahre

Die Wechseljahre beginnen mit der Prämenopause. Sie beginnt meist zwischen dem 40. und 45. Lebensjahr. In dieser Phase verändert sich oft der Zyklus der Regelblutungen. Es tritt nicht mehr jeden Monat ein Eisprung auf. Die Blutungen können schwächer oder kürzer werden und sie können länger andauern als gewohnt. Während dieser Phase der Wechseljahre können die Blutungen häufiger oder auch seltener eintreten.

Ein für die meisten Frauen bedeutsames Ereignis der Wechseljahre ist die Menopause. Das ist die letzte Regelblutung, die von den Eierstöcken angeregt wird. Man kann die Menopause jedoch nur im Rückblick bestimmen, da es sich bei der letzten Blutung nur um die Menopause gehandelt hat, wenn die Frau ein Jahr danach keine Regelblutung mehr hat. Sie tritt meist um den 50. Geburtstag herum ein. Nur wenn sicher ist, dass die Menopause bereits eingetreten ist, kann auf Verhütungsmittel verzichtet werden. Schon deshalb sollten Sie sich während der Wechseljahre von Ihrem Frauenarzt beraten lassen.

Eine weitere Phase ist die Perimenopause. So wird der Zeitraum bis zu zwei Jahre vor und nach der Menopause genannt. Den Abschluss bildet die Postmenopause. Sie beginnt ein oder zwei Jahre nach der Menopause und dauert ungefähr bis zum 65. Lebensjahr an.

Wechseljahre – So lange dauern sie

Zählt man zusammen, wie lange die einzelnen Phasen insgesamt dauern können, so könnte man zu dem Schluss kommen, dass die Wechseljahre bis zu 25 Jahren andauern. Das sollte jedoch keine Frau verunsichern, denn dieses Phasenmodell beinhaltet alle denkbaren Varianten. Im Allgemeinen dauern die Wechseljahre rund zehn Jahre. Dann hat der veränderte Hormonhaushalt sich meist eingependelt. Und beruhigend ist, dass keineswegs während der gesamten Zeit und auch nicht bei jeder Frau Beschwerden auftreten müssen.

So verändert sich der Körper

Vor allem der Hormonhaushalt verändert sich während der Wechseljahre: Östrogene und Progesteron sind Hormone, die nicht nur den weiblichen Zyklus steuern, sondern viele Körperfunktionen beeinflussen. Die Lebensphase der Wechseljahre ist vor allem durch eine Abnahme der Hormonproduktion geprägt. Diese Veränderung betrifft das Nervensystem und kann Ihr seelisches Gleichgewicht durcheinander bringen. Auch die Sexualität, die Geschlechtsorgane, das Herz-Kreislauf-System, der Aufbau der Knochen und die Haut sind von den Veränderungen der Wechseljahre betroffen.

Symptome

Während der Wechseljahre klagen etwa zwei Drittel der Frauen über die typische Beschwerden: Herzrasen, Schwindelgefühle, Hitzewallungen, Nervosität, Stimmungsschwankungen oder auch nachlassende Konzentrationsfähigkeit begleiten oft diesen Zeitraum. Manche Frauen klagen über Schlafstörungen.

Was hilft bei Problemen?

Der Frauenarzt ist der richtige Ansprechpartner. Mit ihm sollten Sie Ihre Probleme vertrauensvoll erörtern. Viel diskutiert wird die Hormonersatztherapie. Da während der Wechseljahre die Hormonproduktion drastisch sinkt, versucht man die Beschwerden zu lindern, indem Östrogene künstlich zugeführt werden. Es gibt Östrogene zum Beispiel als Tabletten, Gel oder Pflaster. Besonders bei leichten Beschwerden können auch pflanzliche Mittel hilfreich sein. Etwa Mittel aus der Wurzel der Traubensilberkerze oder Rotklee-Präparate. Aber auch pflanzliche Mittel sind Medikamente, über deren Einnahme Sie mit Ihrem Arzt sprechen sollten.

2 Comments

  1. Noch bin ich nicht in den Wechseljahren, aber weit davon entfernt werde ich nicht sein. Mir graut schon davor, denn ich kann leider keinerlei Hormone zu mir nehmen. Diese würden mir sicher die Zeit erleichtern, aber ich hatte bereits meine zweite Thrombose und daher sind Hormone für mich absolut tabu. Was für Möglichkeiten würde sich mir denn in Falle wenn bieten?

  2. Hallo
    weiß nicht ob sich jemand damit auskennt, habe 4 Monate auf Anraten meiner FÄ Progesteroncreme verwendet (5%) erbsebgroß 2*tägl.. Irgendwie fühlte ich mich nich mehr so gut dabei und habe sie abgesetzt, jetzt habe ich totale Blähungen, Verdauungsstörungen, ständige Müdigkeit. kennt das jemand? meine FÄ hat übrigens nie einen Hormontest gemacht

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