Hausbau

Wasserenthärter

Wasserenthärter verhindern verkalken. Lesen Sie hier welche Arten Wasserenthärter es gibt, was einen guten Wasserenthärter ausmacht und worauf Sie generell achten sollten bei einem Wasserenthärter.

Wasserenthärter – Allgemeines

Verkalkte Leitungen und Armaturen, weiße und unschöne Ablagerungen auf allem, was auf Dauer mit Wasser in Berührung kommt – das sind die unübersehbare Zeichen dafür, dass das Wasser, welches bei Ihnen aus der Leitung fließt, hart, also sehr kalkhaltig ist. Wenn das Wasser sehr kalkhaltig ist, können Sie hier bereits im Vorfeld gegen diese unerwünschten Auswirkungen Abhilfe schaffen, in dem Sie Wasserenthärter einsetzen.

Wasserenthärter – Grundsätzliches

Um festzustellen, wie viel und welchen Wasserenthärter Sie überhaupt für Ihr Wassersystem oder eine Maschine benötigen, sollten Sie vorab feststellen, welchen Härtegrad das von den Stadtwerken gelieferte Wasser ursprünglich hat. Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie rufen bei Ihrem Wasserwerk direkt an und fragen dort gezielt nach oder aber Sie können den Härtegrad auch selbst testen. Entsprechende Teststreifen bekommen Sie beim einschlägigen Fachhandel.
Der Härtegrad des Wassers wird in vier Härtebereiche unterschieden:

Härtebereich 1
weiches Wasser, 0-7°d

Härtebereich 2
mittelhartes Wasser, 7-14°d

Härtebereich 3
hartes Wasser. 14-21°d

Härtebereich 4
sehr hartes Wasser, +21°d

Wasserenthärter -Wasseraufbereitung

Bei der Wasseraufbereitung kann zwischen drei gängigen Wasserenthärtungsverfahren unterschieden werden:

Wasseraufbereitung durch Phosphate
Diese Art der Wasserenthärtung war früher sehr verbreitet. Hier werden die für die Ablagerungen zuständigen Wasserbestandteile wie Kalzium- und Magnesiumkarbonate durch die Zuführung von Phosphaten so beeinflusst, dass sich diese nicht mehr absetzen. Das Ergebnis ist zwar sehr weiches Wasser, doch ist die Umweltbelastung durch den Einsatz der Phosphate nicht unbedenklich. Die Phosphate haben des weiteren den Nachteil, dass deren Wirkung in Bezug auf die enthärtende Eigenschaft des Wassers mit zunehmender Wassertemperatur stetig abnimmt.

Wasseraufbereitung durch Ionenaustausch
Diese Art der Wasseraufbereitung wird zur Zeit von den meisten Hausbesitzern bevorzugt. Das Prinzip ist relativ einfach:
Das Wasser fließt im Vorfeld durch einen Enthärter. Dies ist ein Behälter, der mit einem Granulat, oftmals spezielles Harz, gefüllt ist. Des weiteren befindet sich in diesem Enthärter-Behälter noch Natrium, also Salz. Die im Wasser befindlichen Kalzium- und Magnesiumionen werden im Granulat gebunden und durch eine natürliche Reaktion mit Natriumionen ausgetauscht. Das Wasser wird bei diesem Vorgang vollständig entkalkt. Da aber Kalk und Magnesium im Wasser durchaus auch seinen Sinn hat, wird anschließend mittels eines speziellen Steuerventils eine vorab bestimmte Menge an hartem Wasser diesem weichen Wasser wieder zugesetzt und diese Mischung dann in die Leitungen zum Verbrauch wieder eingespeist.
Diese Wasserenthärtungsanlagen sind sehr wartungsintensiv, da das Salz regelmäßig hinzugefügt werden muss. Auch sind die Anschaffungs- und Installationskosten für eine solche Wasserenthärtungsanlage mit Kosten verbunden, die unter Umständen sehr hoch werden können.

Wasseraufbereitung mit Permanentmagneten
Bei dieser Wasseraufbereitungsvariante wird ein permanentes elektromagnetisches Feld um das Leitungsnetz herum aufgebaut. Hierbei wird ein elektrisches Feld erzeugt, in welchem die Bildung von Kristallkeimen verursacht wird. Diese Kristalle wandeln die für die Ablagerungen ursächlichen Kristalle um und verhindern so ihre Ablagerung. Allerdings variieren hier die Aussagen einzelner Hersteller über die Wirkungsweise der magnetischen Felder, so dass hier von Kritikern auch die Wirksamkeit dieser Wasserenthärtungsvariante angezweifelt wird.

Wasserenthärter – Macht das Sinn?

Kalk und Magnesium im Wasser ist grundsätzlich nicht ungesund, im Gegenteil. Der menschliche Körper benötigt diese Stoffe. Auch befinden sich bei verschiedenen Geräten, die Wasser zum Betrieb benötigen, bereits schon entsprechende Wasserenthärtungsvorrichtungen, um diese vor den Kalkablagerungen zu schützen wie beispielsweise in der Spülmaschine oder im Dampfbügeleisen. Oft reicht auch ein gelegentliches Entkalken mit natürlicher Zitronen- oder Essigsäure.

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