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Wärmebildkamera

Eine Wärmebildkamera macht das sichtbar, was das menschliche Auge selbst nicht wahrnehmen kann: die Infrarotstrahlung. Die Wärmebildkamera kann so neben den Objekten selbst auch die dort herrschende Temperatur sichtbar machen. Je empfindlicher die in einer Wärmekamera eingesetzte Technik ist, desto größer ist ihr Einsatzradius, welcher sich unter anderem nach den Temperaturgrößen richtet.

Wärmebildkamera – Funktionsweise

Jedes Objekt strahlt Wärme ab. Bei dieser Wärme handelt es sich um elektromagnetische Wellen. Ob die Wärme nun als kalt oder heiß empfunden wird, spielt keine Rolle. Das menschliche Auge kann lediglich elektromagnetische Wellen mit einer Wellenlänge von etwa einem Millionstel Meter wahrnehmen. Er sieht diese als Licht. Ist die Wellenlänge der elektromagnetischen Wellen aber etwas größer, kann der Mensch diese nicht mehr sehen. Diese elektromagnetischen Wellen, die sich jenseits des roten Lichts befindet, werden Infrarotstrahlung genannt. Diese Wärmestrahlung machen Wärmebildkameras sichtbar. Dies ist den Thermokameras möglich, da diese so konzipiert werden, dass sie die Intensität der Infrarotstrahlen einfangen und so ein so genanntes Falschfarbenbild wiedergeben. Bilder, die von einer Wärmebildkamera aufgenommen wurden, zeigen also lediglich die Infrarotstrahlungen, die von einem Objekt ausgehen. Rötliche Bereiche sind sehr warm, wobei für kältere Bereiche die Farbe ins Blaue übergeht.

Wärmebildkamera – Anwendungsmöglichkeiten

Die Anwendungsmöglichkeiten einer Wärmebildkamera sind sehr vielseitig. Sie wird entweder beim Militär, der Polizei oder anderen Überwachungsorganen als Nachtsichtgerät eingesetzt. Da sie hier die Infrarotstrahlung einfängt, können mit Hilfe der Thermokamera auch Menschen oder Objekte in völliger Dunkelheit oder bei schlechten Sichtverhältnissen wie Rauch oder Nebel ausfindig gemacht werden.

Bei der Polizei werden Wärmebildkameras auch zunehmend zur Spurensuche oder zu Rettungszwecken eingesetzt.

In der Industrie werden Wärmebildkameras zur Ortung von Lecks, zur Überwachung von Produktionsabläufen oder Anlagenüberwachungszwecken eingesetzt.

Handwerker oder Architekten können mit Hilfe von Wärmebildkameras schnell und präzise feststellen, ob ein Gebäude nicht richtig isoliert ist und an welchen Stellen zu viel Wärme und Energie verloren geht.

Aber auch in der Medizin werden Wärmebildkameras immer mehr eingesetzt. Sie hilft beispielsweise Entzündungsherde besser zu orten. Auch helfen die Thermokameras bei der Krebsdiagnose.

Wärmebildkameras – Unterschiede

Die Einsatzmöglichkeit einer Wärmebildkamera hängt vor allem von der Beschaffenheit der Objektivlinse ab. Je größer bzw. kleiner sie abgeblendet werden kann, desto größer bzw. kleiner ist das Temperaturgefüge, welches sie einfangen und darstellen kann.

Bei Blende 1 kann sie einen Temperaturbereich von -120°C bis -40°C erfassen, was die Thermokamera für den Einsatz im Bereich der Kältetechnik oder bei der Polarforschung prädestiniert.

Bei Blende 2 kann die Wärmebildkamera die Infrarotstrahlen zwischen -40°C und +100°C erfassen. Diese Blende benutzen vor allem Kriminalisten, Meteorologen oder Handwerker, um die Wärmedämmung zu überprüfen.

Die Blende 3 sagt aus, dass die Wärmebildkamera den Mitteltemperaturbereich von +40°C bis +400°C erfassen kann. Sie wird vor allem in Kraftwerken oder bei der biologischen Forschung eingesetzt.

Wärmebildkameras, die über ein Objektiv mit Blende 4 verfügen, können einen Bereich von +100°C bis +800°C erfassen. Das Einsatzgebiet dieser Thermokamera ist vor allem die Chemieindustrie oder bei der Überprüfung von Wärmeisolierungen von Dampfleitungen.

Blende 8 besagt, dass die Wärmebildkamera Temperaturen von +200°C bis +1200°C photografisch wiedergeben kann. Sie wird beispielsweise in der Verbrennungsforschung oder auch bei der Glasproduktion eingesetzt.

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