Geldanlage & Finanzen

Vermögenswirksame Leistungen

VermÖgenswirksame Leistungen sollten Überlegt angelegt werden. Lesen Sie hier was VermÖgenswirksame Leistungen genau sind, wer Anspruch auf VL hat und auf was Sie achten sollten bei VermÖgenswirksame Leistungen.

Vermögenswirksame Leistungen – Was sind das?

Mit vermögenswirksamen Leistungen fördert der Staat die Vermögensbildung der Arbeitnehmer. Daher unterstützt er die vermögenswirksamen Leistungen, kurz VL genannt, mit Zulagen. Außerdem leisten viele Arbeitgeber einen Zuschuss zu den vermögenswirksamen Leistungen. Das sollte man sich nicht entgehen lassen.

Vermögenswirksame Leistungen – Wer hat Anspruch?

Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen hat grundsätzlich jeder Arbeitnehmer und Auszubildende. Auch Richter, Beamte und Soldaten haben Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen. Wer Teilzeit arbeitet bekommt die vermögenswirksamen Leistungen meist nur anteilig. Selbstständige und Rentner haben dagegen keinen Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen.

Vermögenswirksame Leistungen – Wie funktioniert das?

Vermögenswirksame Leistungen erhält der Arbeitnehmer nicht direkt mit dem Arbeitsentgelt ausgezahlt. Der Arbeitgeber zahlt vielmehr die vermögenswirksamen Leistungen nicht an den Arbeitnehmer, sondern direkt an das Unternehmen, bei dem der Arbeitgeber zum Beispiel einen Fonds- oder Bausparvertrag abgeschlossen hat.

Bei vermögenswirksamen Leistungen müssen die Verträge eine Mindestlaufzeit haben: Bei einem Bausparvertrag sind es sieben, bei Fonds sind es sechs Jahre. Im Anschluss kann der Arbeitnehmer frei über seine vermögenswirksamen Leistungen verfügen.

Vermögenswirksame Leistungen – Arbeitgeberzuschuss

Das Interessante an vermögenswirksamen Leistungen ist, dass viele Arbeitgeber die vermögenswirksamen Leistungen durch Zuzahlungen aus ihrer Tasche unterstützen. Dieser Zuschuss zur vermögenswirksamen Leistung zahlt der Arbeitgeber meist freiwillig. Oftmals wird aber durch Tarifverträge festgelegt, ob und in welcher Höhe er vermögenswirksame Leistungen zahlen muss.

Wenn der Arbeitgeber sich nicht an den vermögenswirksamen Leistungen beteiligt, kann der Arbeitnehmer ihn beauftragen, ihm einen Teil seines Gehalts nicht auszuzahlen, sondern diesen Betrag – wie sonst vermögenswirksame Leistungen – direkt das Institut zu überweisen, bei dem der Arbeitnehmer seinen Anlagevertrag hat.

Auch wer über den Arbeitgeberzuschuss hinaus sparen möchte, kann diesen Weg wählen und seinen Arbeitgeber bitten, den zusätzlichen Betrag für die vermögenswirksamen Leistungen einzubehalten und auf das Anlagekonto zu überweisen.

Vermögenswirksame Leistungen – Arbeitnehmersparzulage

Nach Ablauf der Mindestlaufzeit wird dem Arbeitnehmer zusätzlich zu den bisher geleisteten vermögenswirksamen Leistungen die Arbeitnehmersparzulage von Vater Staat spendiert. Die Höhe der Zulage richtet sich nach dem Umfang der eingezahlten vermögenswirksamen Leistungen – es gibt jedoch eine Obergrenze.

Die Arbeitnehmersparzulage zu den vermögenswirksamen Leistungen gibt es aber nur, wenn das Einkommen unter bestimmten Einkommensgrenzen liegt. Hier gibt es unterschiedliche Grenzen für Alleinstehende und Verheiratete. Freibeträge, die das Finanzamt für Kinder gewährt, und die Werbungskosten werden ebenfalls berücksichtigt.

Wer das Geld aus den vermögenswirksamen Leistungen jedoch vor der Sperrfrist benötigt, hat allerdings keinen Anspruch mehr auf die Arbeitnehmersparzulage.

Vermögenswirksame Leistungen – Wie kann man Sie anlegen?

Grundsätzlich entscheidet der Arbeitnehmer, in welcher Form er vermögenswirksame Leistungen anlegen will. Es muss sich allerdings um eine Anlageform handeln, die den im Vermögensbildungsgesetz genannten Anlageformen für vermögenswirksame Leistungen entspricht. Hierzu zählen diese beiden Anlageformen:

Vermögenswirksame Leistungen – Fonds

Für vermögenswirksame Leistungen ist der Erwerb von Anteilscheinen an einem Wertpapier-Sondervermögen geeignet, also Investmentfonds. Hierfür entscheidet sich, wer die Chance auf eine höhere Rendite nutzen möchte, aber nicht sehr viel Wert auf eine absolut sichere und garantierte Rendite legt. Es bietet sich an, online Informationen über die verschiedenen Fonds einzuholen, schließlich sollte man sich genau informieren.

Vermögenswirksame Leistungen – Bausparvertrag

Der Klassiker für Häuslebauer ist vor allem sicher und kann ganz unproblematisch für die Nutzung der vermögenswirksamen Leistungen eingesetzt werden. Die Bausparsumme sollte nicht höher sein als das Zehnfache des Betrages, der jährlich eingezahlt werden soll. Neben den Testurteilen von unabhängigen Institutionen sind die Onlinerechner der Bausparkassen eine gute Hilfe, um auszurechnen, wo unter dem Strich am meisten übrig bleibt. Am besten überlegen Sie sich zunächst, wie viel Sie allmonatlich investieren möchten, um die Ergebnisse hinterher gut vergleichen zu können. Noch schneller geht es natürlich mit Vergleichsrechnern.

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