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Verhütung

Unsere Übersicht zum Thema Empfägnisverhütung. Welche Methoden der Verhütung von der Antibabypille bis hin zu Kondomen und Gels es gibt und wie sicher die einzelnen Formen der Verhütung sind, erfahren Sie hier.

Verhütung – Sicherheit

Wie sicher eine Verhütungsmethode ist, gibt der Pearl Index (PI) an. Dieser besagt, wie viele von 100 Frauen trotz der untersuchten Verhütungsmethode in einem Jahr schwanger werden. Je niedriger dieser Index ist, desto sicherer ist diese Art von Verhütung also. Man unterscheidet hierbei zwischen der Sicherheit der Methode und der Sicherheit unter täglichen Bedingungen. Deshalb wird der PI als Bereich zwischen zwei Werten angegeben.

Verhütung – welche Arten gibt es?

Es gibt einige verschiedene Arten der Verhütung: hormonelle Verhütung, mechanische Verhütung, chemische Verhütung und natürliche Verhütung. Welche dieser Methoden nun die geeignetste ist, hängt vom Sicherheitsgrad und Ihren persönlichen Bedürfnissen ab.

Verhütung – hormonelle Methoden: die Antibabypille

Die gängigste hormonelle Verhütungsmethode ist die Antibabypille. Sie wirkt durch eine Hormonkombination, die dem Körper eine Schwangerschaft vorspiegelt. Hierbei gibt es verschiedene Typen, die sich in der Dosierung der Hormone unterscheiden. Diese Verhütungsmethode ist für Sie geeignet, wenn Sie eine einfache und sichere Verhütung suchen und dabei einige Risiken, wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Brustspannen, Libidoverlust oder Blutungsstörungen, in Kauf nehmen. Die Pille kann auch gegen bestehende Beschwerden wie Akne und starke, schmerzhafte Regelblutungen eingesetzt werden.
Diese Verhütungsmethode ist mit einem PI von 0,1-1 eigentlich die sicherste – allerdings nur, wenn Sie die Pille diszipliniert meist zur selben Tageszeit einnehmen. Weiterhin können Erbrechen und Durchfall, Konsum von Medikamenten, Drogen und Alkohol die Wirkung beeinflussen.

Verhütung – hormonelle Methoden: Verhütungspflaster

Das Verhütungspflaster ist der Antibabypille recht ähnlich. Allerdings sind Risiken und Nebenwirkungen geringer, da auch die verabreichte Hormonmenge geringer ist. Außerdem beeinflussen Erbrechen und Durchfall die Wirkung nicht, da die Hormone über den Blutkreislauf und nicht den Darm aufgenommen werden. Pro Zyklus benötigen Sie 3 Pflaster, die für jeweils 7 Tage am Rumpf geklebt bleiben. In der 4. Woche des Zyklus, in der die Blutung einsetzt, wird kein Pflaster getragen.
Auch diese Verhütungsmethode ist mit einem PI von 0,72-0,9 sehr sicher.

Verhütung – mechanische Methoden: Kondome

Kondome sind die einzige Verhütungsmethode, die Sie auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie AIDS oder Tripper schützen können. Allerdings ist die Sicherheit auch hierbei von der richtigen Handhabung abhängig. Bei Beachtung der Gebrauchs- und Lagerungshinweisen bieten Kondome aber einen guten Schutz (PI:3-12). Ein Vorteil dieser Verhütungsmethode ist, dass Sie spontan bleiben und ohne große Vorbereitung oder langfristige Planung verhüten können.

Verhütung – chemische Methode: Cremes, Gels, Zäpfchen

Chemische Verhütungsmethoden sind für sich alleine sehr unsicher. Sie sind nur ein Zusatz zu den mechanischen Verhütungsmethoden. Cremes, Gels und Zäpfchen werden in der Scheide angewandt und hemmen dort die Spermienbeweglichkeit. Als Nebenwirkungen können Allergien oder leichtere Unverträglichkeitsreaktionen auftreten. Die Handhabung zieht leichte Einschränkungen nach sich, da oft eine Wartezeit von 10 Minuten eingehalten werden muss und die Wirkung bis zu einer Stunde anhält.

Verhütung – natürliche Methoden: Symptothermale Methode

Das ist die natürlichste Verhütungsmethode. Hierbei wird alleine durch die tägliche Beobachtung des eigenen Körpers, genauer der Temperatur und des Ausflusses, die unfruchtbare Phase erkannt. Es entstehen dadurch für Sie keinerlei Nebenwirkungen. Nachteil dieser Methode ist, dass Sie bei der Beobachtung sehr diszipliniert und an den fruchtbaren Tagen enthaltsam sein müssen oder doch auf weitere Verhütungsmittel angewiesen sind. Außerdem muss Ihr Zyklus sehr regelmäßig sein, damit eine Voraussage möglich ist.
Eine Erweiterung dieser Methode sind die Verhütungscomputer, die den Zyklus genauer berechnen und so Fehler ausschließen können. Der PI dieser Verhütungsmethode liegt bei 9-38, wenn Sie mechanische Verhütung mitbenutzen entsprechend niedriger.

1 Kommentar

  • Ich recherchiere für eine TV-Dokumentation zum Thema “Verhütung”, anläßlich des “50.Geburtstages” der Pille. Produziert wird diese TV-Dokumentation von der medi cine medienproduktions gmbh aus Mainz (https://www.medi-cine.de)
    Für diese Sendung sind wir auf der Suche nach Frauen und Männern, die uns ihre Erfahrungen rund um das Thema Verhütung (nicht nur Pille) vor der Kamera erzählen würden. Das Alter spielt dabei keine Rolle – ganz im Gegenteil – wir würden sehr gerne Menschen aus verschiedenen Generationen interviewen.
    Bei Interesse bitte melden bei:
    Annette Bieber
    Freie Journalistin
    RECHERCHEN & KONZEPTE
    Ethnologin M.A
    Tel.:+49 (0) 6130 – 919620
    mailto: info@recherchenetz.de
    https://www.recherchenetz.de

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