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Trockeneis-Reinigung

Reinigung mit Trockeneis verlangt spezielles Wissen. Lesen Sie hier wie Trockeneis-Reinigung funktioniert und auf was Sie achten sollten bei der Reinigung mit Trockeneis.

Trockeneis – Zusammenfassung

Trockeneis besteht aus verfestigtem Kohlendioxid (CO2) und wird immer mehr in industriellen Bereichen zur schonenden und effektiven Reinigung von Maschinen, Flächen, Fahrzeugen und den unterschiedlichsten Oberflächen und Bauteilen verwendet. Kohlendioxid ist ein natürliches Gas und belastet auch als Trockeneis nicht die Gewässer. Außer bei der Reinigung wird gasförmiges CO2 u.a. als Kohlensäure in Getränken und in festem Zustand als Trockeneis zur Kühlung von Lebensmitteln in Produktionsbetrieben (Fleisch, Backwaren, Eier, Fisch etc.) oder bei Buffets eingesetzt. In Verbindung mit Wasser entsteht aus Trockeneis der künstliche Nebel, der aus Film, Fernsehen oder Diskotheken bekannt ist. Die Schmutzentfernung mit Trockeneis bedarf keiner weiteren Putzmittel oder chemischen Zusätze und ist daher auch eine sehr umweltfreundliche Reinigungstechnik.

Trockeneis – Eigenschaften und Herstellung

Das gasförmige Kohlendioxid wird bei einer Temperatur von fast -79° Celsius zusammengepresst und kann sich so, wie sonst kein anderes Gas, zu festem Trockeneisschnee (oder auch Kohlesäureschnee) entwickeln. Dieses Trockeneis kann anschließend zu Blöcken, Scheiben, Körnern, Pellets oder Nuggets geformt werden. Wird das Trockeneis wieder erwärmt, hat es die besondere Eigenschaft, direkt zu verdampfen, ohne sich vorher zu verflüssigen (Sublimation). Daher wird es auch zur Kühlung vielfach dem "normalen" Eis vorgezogen.

Trockeneis – als Reinigungstechnik

Bei der industriellen Reinigung wird das Trockeneis in Form von kleinen Pellets aus Druckbehältern (Strahlanlagen) herausgeschossen. Für extrem empfindliche Oberflächen, Maschinen oder Anlagen können die Pellets noch durch ein Zusatzgerät, den sogenannten Scrambler, in wesentlich feinere Teile zerkleinert werden.
Durch die Kälte (Thermoschock) und das schnelle Auftreffen des Trockeneises auf die zu reinigenden Teile oder Flächen (kinetische Energie) löst sich der Schmutz auf und wird später durch Fegen, Wischen oder Saugen entfernt. Die Reinigung mit Trockeneis schont die Oberflächen, hinterlässt durch die Sublimation (Übergang des Aggregatzustandes direkt von fest zu gasförmig) kein Wasser und auch keine chemischen Rückstände, da auf zusätzliche Putzmittel völlig verzichtet werden kann. Ein weiterer großer Vorteil der Schmutzentfernung durch Trockeneis ist, dass die Reinigung in den Industriebetrieben oftmals auch bei laufender Produktion durchgeführt werden kann. Auch ist für die Strahlanlagen bzw. Druckbehälter kein Stromanschluss in der Nähe erforderlich, in der Regel werden sie rein pneumatisch betrieben.

Trockeneis – Kosten für die Reinigungstechnik

Das Reinigen mit Trockeneis ist insgesamt gesehen wesentlich günstiger und beansprucht weniger Zeit als herkömmliche Reinigungsverfahren (z.B. manuelle chemische Reinigung, Sandstrahltechnik oder Hochdruckwasserstrahlen). Die benötigten Geräte selbst benötigen keine oder kaum Zeit für den Aufbau, den Abbau, die Vorbereitung oder die Montage. Durch das Trockeneis entstehen bis auf den gelösten Schmutz keine weiteren zu entfernenden oder zu entsorgenden Rückstände (Wasser, Strahlgut). Das Abwasser wird durch das Trockeneis nicht belastet und die gereinigten Oberflächen nehmen keinen später zu reparierenden Schaden durch Verschleiß. Da für den Reinigungsvorgang mit Trockeneis die Produktion in vielen Fällen nicht unterbrochen werden muss, entsteht auch kein Produktionsausfall. Ein eventuell erforderlicher Maschinenstillstand fällt wesentlich kürzer aus als bei anderen Reinigungstechniken.
Lassen Sie sich am besten von unterschiedlichen Trockeneisfirmen in Bezug auf Ihre individuellen industriellen Reinigungsanforderungen beraten und vergleichen Sie Preis und Leistung.

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