Teletakt

Wer mit dem Gedanken spiel,t mit einem Teletakt-Gerät seinem Tier Verhaltensregeln beizubringen, sollte sich im Klaren darüber sein, dass es gesetzlich verboten ist, Teletakt-Geräte zu nutzen. Ein Teletakt fügt dem Tier erhebliche Schmerzen zu. Hier erfahren Sie, was Ihnen als Alternative zum Teletakt bleibt, damit Ihr Hund nicht mehr streunt oder dem Jagdtrieb unterliegt.

Teletakt – Allgemein

Die Bezeichnung Teletakt wird heutzutage als Synonym für alle möglichen Elektroreizgeräte genutzt. Ursprünglich war es die Modellbezeichnung des ersten Elektroreizgerätes. Es wurde eingesetzt, um über Stromschläge einem Hund Verhaltensregeln beizubringen.

Teletakt – Aufbau und Funktion

Das Teletakt-Gerät ist so aufgebaut, dass ein Empfänger meist in Form eines Halsbandes dem Tier angelegt wird. Über einen Funksender können Stromschläge ausgelöst werden, die dem Tier ein Verhalten über die Konditionierung abgewöhnt. Dabei unterscheiden sich die Geräte nicht nur in der Größe und Form. Es gibt Teletakt-Geräte, die mehrere Wahltasten haben. Man kann zwischen kleinen Vibrationen und Stromschlägen in unterschiedlichen Stärkegraden wählen, die erhebliche Schmerzen verursachen. Die Entfernung zwischen Sender und Empfänger kann bis zu einem Kilometer betragen, was aber für erzieherische Zwecke überhaupt keinen Nutzen hat.

Teletakt – Anwendung

Teletakt-Geräte wurden bei der Aus-, Fort- oder Weiterbildung von Tieren eingesetzt und sollten den Tieren den Jagdtrieb, das Streunen und andere Verhaltensweisen abgewöhnen, die nicht den Wünschen der Haltern entsprachen. Dabei war es oft so, dass Hundehalter Ihre Tiere für Preisverleihungen konditioniert haben, um ein besseres Ergebnis zu erzielen.

Teletakt – Gefahren für das Tier

Für das Tier ist der Stromschlag eines Teletaktgerätes sehr schmerzhaft. Untersuchungen haben ergeben, dass dadurch Neurosen ausgelöst werden können. Dies liegt nicht nur daran, dass Hunde schon nach knapp 2 Sekunden nicht mehr Ursache (Fehlverhalten) und Wirkung (Stromschlag) in Verbindung bringen können, sondern die Gründe liegen tiefer und machen das Teletakt-Gerät zu einem gefährlichen Instrument. Für die Tiere gibt es auch gesundheitliche Folgen wie beispielsweise Magen-Darm-Geschwüre, Herzerkrankungen und Schlafstörungen. Die Anwendung ist aber auch fragwürdig, da nicht hundertprozentig nachgewiesen werden kann, dass der Stromschlag für die Verhaltensverbesserung verantwortlich ist.

Teletakt – Darauf sollten Sie achten

Es gibt Teletakt-Geräte, die außer einem Stromschlag auch nur eine Vibration auslösen. Auch wer das Teletakt-Gerät nur im Vibrationsmodus nutzt, macht sich laut Gesetz (BVerwG 3 C 14.05) strafbar, da der Teletakt durch Bauart und Funktionsweise dem Tier einen nicht unerheblichen Schaden zufügen kann.

Teletakt – Die Alternativen

Es gibt qualifizierte Ausbilder, die Ihrem Hund viele Eigenschaften durch Training abgewöhnen können. Das Internet bietet hierfür hervorragende Suchfunktionen und unzählige Informationen. Natürlich sind die Kosten höher als für ein elektronisches Teletakt-Gerät, dies sollte aber kein Grund sein, das Tier unnötig zu quälen und ihm auf Lebenszeit körperlich zu schaden.

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