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Royan


Royan

Die Kleinstadt Royan mit seinen rund 18.000 Einwohnern liegt 120 km nördlich von Bordeaux an der französischen Südwestküste der Charente-Maritime an der Mündung des Flusses Gironde in den Atlantik. Royan ist mit seinen Nebenorten Saint-Georges-de-Didonne, Pontaillac, Nauzan und Saint-Palais-sur-Mer zu einer Urlaubsregion zusammengewachsen, wobei die kleinen Ortschaften lediglich nur durch ein paar Dünen oder Villen voneinander getrennt sind.

Seit Anfang des 19. Jahrhunderts hat sich das damals schon renommierte Seebad zum heutigen Mittelpunkt der Côte de Beauté Frankreichs, der Küste der Schönheit, wie die Charente-Maritime auch genannt wird, entwickelt. Gleich bei der Ankunft in Royan sticht vor allem die moderne Architektur ins Auge, für die besonders engagierte Architekten nach dem 2. Weltkrieg verantwortlich sind. Das gesunde Klima, die feinen Sandstrände sowie die kleinen versteckten Buchten sind die Hauptanziehungspunkte der Region, wobei vor allem das thalassotherapeutische Zentrum in Royan auch die Wellness Begeisterten unter Euch anziehen wird. Da Ebbe und Flut hier besonders stark ausgeprägt sind, ist ein Tag am Strand in dieser Hinsicht besonders interessant. Und da in und um Royan herum die meisten Sonnentage an der französischen Atlantikküste gezählt werden, könnt Ihr davon ausgehen, dass auch das Wetter gerade im Sommer relativ stabil sein wird. Zum Entspannen lockt der große moderne Jachthafen, welcher erst 1992 eingeweiht wurde. Wer es spannend mag, kann einen Tag oder einen Abend im Casino in Pontaillac verbringen. Und für Familien mit Kindern lockt der Freizeitpark in Jardins du Monde.Ein Ausflug ist auch der Leuchtturm Cordouan wert, der mitten ins Meer gebaut wurde.

Architektur

Im 2. Weltkrieg galt Royan als der Brennpunkt des deutschen Widerstands und wurde von den Alliierten fast völlig zerstört. Die Bewohner haben sich hiervon aber nicht entmutigen lassen und haben renommierte und angesehene Architekten beauftragt, ihren Ort quasi neu entstehen zu lassen. So sind interessante und wohl einzigartige Gebäude entstanden, wie die Kirche Notre-Dame, die ausschließlich aus unbearbeitetem Stahlbeton erbaut wurde. Sehenswert ist auch die Markthalle, die ebenfalls aus Stahlbeton besteht. Das denkmalgeschützte Bauwerk erinnert optisch an eine Riesenmuschel und gilt als eines der außergewöhnlichsten Gebäude der Region. Interessant ist auch der Kongresspalast über der Bucht von Foncillon mit seiner vollständig verglasten Fassade. Wenn Ihr gerne Shoppen geht, dann könnt Ihr das in der Einkaufspassage Front de mer, die ebenfalls aus unbehandeltem Stahlbeton gebaut wurde und mit seiner außergewöhnlich Außenfassade sofort ins Auge fällt.

Strände

Der Strand von Saint-Georges ist ein Anziehungspunkt für viele Badegäste, wobei der schönste Strandabschnitt im Süden zu finden ist. Pontaillac kann einen schönen feinen Sandstrand vorweisen, der vor allem in den Sommermonaten gut besucht ist. In den beiden kleineren Badeorte Nauzan und Saint-Palais-sur-Mer nördlich von Royan findet Ihr vor allem kleinere Buchten, die zum einsamen Baden einladen.

Saint-Georges-de-Didonne

Der einstige Vorort von Royan Saint-Georges-de-Didonne ist mittlerweile mit diesem zusammengewachsen. Nur einige Villen trennen die beiden Ortschaften. Der Ort mit der kleinen alten Kirche und einem kleinen Jachthafen bot übrigens einst Pilgern Aufenthaltsmöglichkeiten, bevor diese auf ihrer Reise den Fluss Gironde überquerten.

Pontaillac

Der Treffpunkt in Pontaillac ist das neue Casino. Die alten Hotels, Villen und Cafes, welche noch aus der Zeit vor der vollständigen Zerstörung von Royan stammen, haben hier das Bombardement überlebt und geben ein Bild der damaligen Zeit.

Freizeitpark Jardins du Monde

Wenn Ihr Abwechslung zum Strandleben sucht, dann seit Ihr beim Freizeitpark Jardins du Monde richtig. Der Bau wird im Übrigen des Öfteren mit einem übergroßen tropischen Treibhaus verglichen.

Leuchtturm Cordouan

Vor Grave steht der Phare de Cordouan ca. 9 km entfernt auf offener See. Gebaut wurde der Leuchtturm auf einem Felsen, welcher nur dann sichtbar ist, wenn gerade Ebbe herrscht. Im 14. Jahrhundert bestand der Leuchtturm lediglich aus einem einfachen Turm, auf dem ein Eremit allabendlich ein Feuer entzündete und darauf achten musste, dass es nicht ausging. Erst im 19. Jahrhundert wurde der Leuchtturm dann so fertig gestellt, wie Ihr ihn heute sehen könnt.

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