Urlaub & Reise

Ile d’Oléron


Ile d’Oléron

Die Ile d’Oléron liegt nahe der Küste von Südwestfrankreich neben der Ile d’Aix. Auf einer Länge von ca. 30 km und einer Breite von 5 km bis ca. 10 km bringt es die Insel auf eine Gesamtgroße von ca. 170 qkm. Zu erreichen ist die Ile d’Oléron über die längste Brücke Frankreichs mit seiner Gesamtlänge von 3.207 m, die die Insel mit dem Festland verbindet.

Die Insel selbst ist sehr abwechslungsreich. Lange Sandstrände im Westen und Norden; im Osten wird die Küste aufgrund ihrer Beschaffenheit hauptsächlich von den Austernzüchtern in Beschlag genommen. Muschelzüchter haben die damals dort befindlichen Salinen und Moorlandschaften einfach so bearbeitet, damit sie dort die Muscheln züchten konnten.

Im Inneren der Insel befinden sich malerische Weingärten, kleinere und größere Ortschaften, welche jede für sich ihren eigenen Charme besitzen.

Die Ile d’Oléron ist entweder mit dem Auto oder aber mit dem Fahrrad sehr gut zu erkunden. Die einzelnen Ortschaften untereinander sind mit Buslinien verbunden, wobei der Fahrplan aber lediglich im Sommer als ausreichend bezeichnet werden kann.

La Château-d’Oléron

La Château-d’Oléron auf der Ile d’Oléron ist einer der beiden Orte, der auf die Größe einer Stadt angewachsen ist. Die gleichnamige Burg, die um 1630 herum gebaut wurde, besteht aus den zwei verbundenen Forts Royal und de Brèche und verfügt über erstaunliche Ausmaße.

Am Fuße der Burg liegt an der Küste der Austernhafen von La Château-de’Oléron. Früher haben die Austernzüchter hier auch gewohnt. Heute haben Kunsthandwerker die kleinen Häuser liebevoll restauriert und benutzen diese nun als Verkaufsräume für ihre Waren.

Einer der berühmtesten allerdings eher unfreiwilligen Besucher des Château auf der Ile d’Oléron war der deutsche Dichter Theodor Fontane. Fontane wurde einst in Frankreich als deutscher Spion verhaftet und in das Château-d’Oléron gesperrt.

Dolus-de’Oléron

Dolus-de’Oléron ist ein kleines Dorf mitten auf der Ile d’Oléron.

Die Kirche Saint-André ist aus der Barockzeit und einen Besuch wert.

Zum Atlantik hin in der Nähe der Küstensiedlung La Remigeasse befindet sich ein schöner Strand, der Grande Plage. Da sich ein Pinienwald in der Nähe des Strandes befindet, findet Ihr hier immer einen Schattenplatz, wenn Ihr Baden gehen wollt. Dolus-de’Oléron zählt mit dem nahe gelegenen Urlaubsgebiet Saint-Trojan zu den beliebtesten Ecken der Ile d’Oléron.

Boyardville

Boyardville hat viele Gesichter. Nördlich von Boyardville sind die französischen Militärs auf dem Fort des Saumonards stationiert, daneben ist ein langer Sandstrand, an der Küste gehen die Austernzüchter ihrer Arbeit nach und wenn Ihr Richtung Meer schaut, könnt Ihr das berühmte Fort Boyard sehen, welches mit seinem ovalen Grundriss und mit den steil ins Meer abfallenden Mauern einen imposanten Anblick bietet.

Saint-Pierre-de’Oléron

Saint-Pierre-de’Oléron ist die Hauptstadt der Ile d’Oléron. Hier gibt es schöne Einkaufsstraßen, durch die Ihr Bummeln und die Altstadt erkunden könnt. Saint-Pierre-de’Oléron liegt direkt inmitten von Weinbergen und hat ihren altertümlichen Charme bis heute bewahren können.

Saint-Georges-de’Oléron

Westlich von Boyardville gelegen, befindet sich das kleine Dorf Saint-Georges-de’Oléron. Besonders sehenswert ist hier vor allem die kleine Kirche, die im romanischen und gleichzeitig im gotischen Stil gebaut ist.

Wenn Ihr in Saint-Georges-de’Oléron seid, solltet Ihr Euch auch die Markthalle anschauen.

La Brée-les-Bains

Wenn Ihr einmal einen außergewöhnlichen Fischfang beobachten wollt, dann seit Ihr bei La Brée-les-Bains richtig. Hier wird noch der Fisch mithilfe spezieller Fischschleusen gefangen.

Saint-Denis-de’Oléron

Saint-Denis hat vor allem einen langen Sandstrand und einen großen Jachthafen seinen Besuchern zu bieten. Wer baden möchte, ist hier richtig.

Vogelpark

Der Parc Ornithologique Départemental liegt zwischen Dolus-de’Oléron und Saint-Pierre-de’Oléron. Er bietet vor allem zahlreichen Zugvögeln einen Platz zum Krafttanken. Aber auch dauerhaft ansässige Vögel haben sich hier bereits eingenistet. Die dort arbeitenden Ornithologen und Tierärzte kümmern sich auch um verletzte Zugvögel und geben diesen einen ruhigen Ort, um sich auszukurieren.

Leuchtturm Chassiron

An der Nordspitze der Ile d’Oléron liegt der Leuchtturm Chassiron. Einmal die 224 Stufen erklommen, bietet der Leuchtturm eine fantastische Aussicht über die Ile d’Oléron, auf La Rochelle auf dem Festland, sowie die Insel Ré.

1 Kommentar

  • Oléron 2010 – echt ein Grund zum Ärgern!
    Nein – ganz sicher nicht wegen der traumhaften Insel mit ihren entspannten und freundlichen Bewohnern. Auch nicht wegen des tollen Wetters, der sauberen Strände, der zivilen Preise, des leckeren Essens (besonders der genialen Austern) oder der tollen schmalspureisenbahn im Süden der Insel. Nein! Der schlimmste Grund, mich zu ärgern ist, dass ich dieseInsel nicht schon zwei oder drei Jahrzehnte früher entdeckt habe!
    2011 geht’s wieder hin! Wer kommt mit? 😉

Kommentar abgeben