Büromöbel & Bürotechnik

Stechuhr

Die Stechuhr ist ein Zeiterfassungssystem, mit der das Kommen und Gehen von Betriebsangestellten protokolliert wird. Bei der klassischen Stechuhr wird eine Stempelkarte eingeführt und automatisch die Uhrzeit auf die Karte aufgedruckt. Normalerweise steht die Stechuhr im Eingangsbereich eines Betriebs. Heutzutage gibt es moderne Zeiterfassungs-Varianten, die digital arbeiten. Mehr Informationen rund um das Thema Stechuhr erhalten Sie hier.

Stechuhr – die Entstehung

Zu Beginn der Industrialisierung fand ein gesellschaftlicher Wandel statt. Plötzlich wurde offiziell propagiert, die Zeit effizienter zu nutzen – Zeitverschwendung galt als verwerflich. Man arbeitete nicht mehr, bis die Arbeit geschafft war, sondern hatte vorgegebene Zeiten, wann etwas fertig gestellt werden sollte. Die definierte Arbeitszeit wurde entlohnt, und so wollten Arbeitgeber auch überprüfen, ob sie bekommen, was sie bezahlen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde deshalb die Stechuhr erfunden. Die Stechuhr ermöglichte es zum ersten Mal, die gearbeitete Zeit genau festzuhalten.

Stechuhr – Funktionsweise

Die Stechuhr arbeitet nach einem einfachen Prinzip: ein integrierter Drucker druckt auf eine Stempelkarte die Uhrzeit und/oder das Datum auf. Dazu muss die Stempelkarte in einen dafür vorgesehen Schlitz geführt werden. Die Stechuhr aus älteren Tagen hat einen Hebel, der zum Drucken betätigt werden muss. Der Drucker bewegt sich zeilenversetzt, d.h. die Stechuhr druckt an jedem Tag vom Monat eine andere Zeile der Stechkarte. Modernere Stechuhren ziehen die Karten automatisch ein und drucken neben dem Kommen und Gehen auch Pausenzeiten.

Stechuhr – Anwender

Obwohl wir heutzutage von flexibler Arbeitszeit und Gleitzeitsystemen umgeben sind, gibt es viele Arbeitsbereiche, in denen ein pünktlicher Arbeitsbeginn für das Unternehmen sehr wichtig ist. Dies gilt z.B. für das produzierende Gewerbe, bei dem ein unpünktlicher Schichtbeginn das Unternehmen hohe Summen kosten kann. Die Stechuhr ist nicht nur für Unternehmen sinnvoll, auch der Arbeitnehmer kann so seine Über- und Mehrstunden schwarz auf weiß dokumentieren. Ab einer Mitarbeiterzahl von ca. 15 Personen sollte generell über die Anschaffung einer Stechuhr nachgedacht werden. Moderne Stechuhren sind komfortabel in der Bedienung, robust und handlich.

Stechuhr – Klassisch oder digital?

Es gibt zahlreiche Modelle einer Stechuhr. Das klassische Modell mit integriertem Drucker ist überholt und findet seinen Einsatz nur noch selten. Heutzutage arbeiten die meisten Stechuhren digital. Hierbei wird durch eine elektronische Chipkarte die Zeit des Arbeitnehmers digital erfasst und kann von einem Berechtigten im PC bearbeitet werden. Eine solche Stechuhr nennt man „Kiosksystem“. Ein integrierter Kalender, das automatische Umstellen von Sommer- auf Winterzeit oder die Datensicherung auch bei Stromausfall sind nur einige der Komponenten einer modernen Stechuhr. Sie eignen sich sowohl für Kleinbetriebe als auch für Großkonzerne. Ganz neu ist die Stechuhr zum Mitnehmen. Diese Stechuhr ermöglicht es von unterwegs, sich an- und abzumelden, was im Außendienst wichtig ist. Der Arbeitnehmer braucht dazu ein WAP-fähiges Handy, der Arbeitgeber eine Datenbank mit einer speziellen Software. Diese überträgt die Arbeitszeiten und zusätzlich können detaillierte Auswertungen wie Spesen, Mehraufwendungen und ähnliches bearbeitet werden. Im Internet finden Sie unter dem Stichwort „Stechuhr“ eine Vielzahl an Geräten, die individuell auf Ihre Bedürfnisse und Ihren Geldbeutel abgestimmt sind. Wenn Sie sich für eine Stechuhr interessieren, sollten Sie sich unbedingt mit den verschiedenen Angeboten vertraut machen, damit Sie eine für Ihr Unternehmen passende Lösung finden.

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