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Standleitung

Eine Standleitung stellt eine dauerhaft stehende Telefon- oder Internetverbindung her. Lesen Sie hier welche Arten Standleitungen es gibt, welche Standleitung für welchen Zweck geeignet ist und worauf Sie generell achten sollten bei einer Standleitung.

Standleitung

Standleitungen, in der Fachsprache der Computertechnik auch als DDV (Direktverbindungen) bezeichnet, sind permanent geschaltete Verbindungen auf Basis von Kupfer- oder Glasfaserleitungen. Diese Datendirektverbindung ist eine direkte Verbindung zweier Standorte. Dabei werden die Verbindungen zum Beispiel über Telekom-Leitungen direkt geschaltet. Über Datendirektverbindungen können beliebige Anwendungen wie zum Beispiel Sprache, Bild und Daten laufen. Standleitungen sind grundsätzlich duplexfähig, sie können aber auch für Halbduplex-Simplex-Empfang und Simplex – Sende-Betrieb geschaltet werden. Diese Datendirektverbindungen bieten Übertragungsgeschwindigkeiten von 1.200 bit/s bis 19,2 kbit/s synchron oder asynchron sowie 64 kbit/s, Vielfache von 64 kbit/s und 1,92 Mbit/s synchron. Standleitungen sind heute mit Datenraten von 50 bit/s bis zu 5 Gbit/s von allen größeren Netzbetreibern zu mieten. Der Vorteil dieser Direktverbindung ist, dass der langwierige Anwahlprozess entfällt und je nach Beschaffenheit der Standleitung auch wesentlich mehr Daten übertragen werden können. Die Standleitung ist also auf jeden Fall schneller und leistungsfähiger als eine normale Telefonleitung.

Standleitung – Funktion

Die Funktion einer Standleitung basiert auf einer ständigen Verbindung. Würden zwei Parteien A und B ständig telefonieren, würden schnell recht hohe Rechnungen fällig. Würde man aus diesem Grund eine feste Verbindung schalten, (Standleitung) währe rund um die Uhr die Leitung offen, egal ob sie den Hörer aufgelegt ist oder nicht. Ein Festpreis, und man kann telefonieren, so viel und so lange man möchte. Eine Standleitung ermöglicht das eigene lokale Netzwerk mit dem Internet fest zu verbinden, für eine Pauschale, in der die Leitungsmiete und der Datentransfer enthalten ist. Umgangsprachlich wird die Verbindung über ein DSL-Modem ins Internet auch als Standleitung bezeichnet.

Standleitung – Internet

Eine digitale Standleitung gilt als höchst zuverlässig, ausfallsicher und leistungsstark. Insbesondere in mittelständischen und großen Betrieben steht man nach Einführung von Internetzugängen oftmals schon nach kurzer Zeit vor einem Kostenproblem. Eine Standleitung kann hier ab einer unbestimmten Zahl Online-Minuten schon wesentlich günstiger und dabei auch noch schneller und einfacher sein. Eine Standleitung bietet einem Unternehmen einen sehr schnellen und vor allem stabilen Zugang ins Internet. Eine Standleitung ist überall verfügbar. Wenn ein Unternehmen auf die professionelle Nutzung des Internets angewiesen ist und eine Vielzahl ihrer Mitarbeiter permanent online sein müssen, ist eine professionelle Internet-Festverbindung wahrscheinlich genau die richtige Lösung. Mit einer DSL-Standleitung sind Sie permanent und ständig unter Ihrer IP-Adresse erreichbar. Der Einsatz eines eigenen VPN’s oder ein Intranet verteilt über räumlich weit getrennte Filialen ist somit möglich. Auch der Betrieb eines Webservers direkt im eigenen Büro zählt von da an zu den Möglichkeiten. Gerade wenn intensiv mit Internetapplikationen, wie z.B. E-Mail gearbeitet wird, kann eine SDSL-Standleitung schon nach kurzer Zeit sich rentieren. Durch die Vergabe fester IP-Adressen für den eigenen Rechner ist es möglich diverse Internetservice direkt am Firmenstandort zu installieren. So kann man eingehende E-Mails z.B. direkt über einen eigenen Mailserver empfangen und sie intern verteilen.

1 Kommentar

  • Standleitungen und SDSL-Anbindungen können mit Bandbreiten von 1 Mbit/s, 2 Mbit/s, 4 Mbit/s, bis 8 Mbit/s und 10 Mbit/s (SDSL) realisiert werden. Digitale Standleitungen im Prinzip mit sämtlichen Bandbreiten von 256 kbit/s bis 1 Gbit/s (also 1000 Mbit/s) und sogar darüber hinaus. Beispielhafte Produkte findet man unter anderem bei http://www.iqom.de. Das bevorzugte Medium für den Datentransport einer Standleitung ist das Kupferkabel sowie die Glasfaser (fibre). Funkverbindungen hingegen dienen eher der Überbrückung von ansonsten schwer zu erschließenden Standorten oder sorgen als zweite Wegstrecke für zusätzliche Ausfallsicherheit. Diese Nutzung einer zweiten Standleitung oder auch Wählverbindung zur Verbesserung der Verfügbarkeit wird auch als Redundanz bezeichnet. Ausreichende Redundanz ist ein wichtiges Thema im Pflichtenheft der IT-Infrastruktur eines Unternehmens.

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