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Spracherkennung

Spracherkennung ist heute eine einsetzbare Technologie. Lesen Sie hier welche Arten der Spracherkennung es gibt, was eine gute Spracherkennung ausmacht und worauf Sie generell achten sollten bei der Spracherkennung.

Spracherkennung – Allgemeines

Die Zeiten, wo die Sekretärin mit dem Stenoblock und einem Bleistift bewaffnet, zum Diktat beim Chef erschien, sind schon lange vorbei. Spätestens seit der Einführung der modernen Diktiergeräte haben sich diejenigen, die etwas zu diktieren haben, effizienteren Arbeitsweisen zugewandt. Eine Möglichkeit, das Gesagte noch schneller in einen geschriebenen Text umzusetzen wäre es, es selbst in den Computer zu tippen, doch nicht jeder kann so schnell schreiben, wie es eine gelernte Sekretärin oder die Schreibkraft kann. Deshalb kamen Spracherkennungssysteme auf dem Markt, die es möglich machen, dem Computer direkt zu diktieren, der dann das Gesagte gleich als Textdokument auf dem Bildschirm anzeigt.

Spracherkennung – Arten

Bei der Spracherkennung wird zur Zeit zwischen zwei Arten unterschieden. Zum einen handelt es sich hier um die Programme, die es möglich machen, Computer oder Geräte allein mit der Stimme, also mit der Sprache zu steuern. Wenn Sie beispielsweise bei der Deutschen Bahn eine Fahrbahnauskunft per Telefon wünschen, kann es sein, dass Sie diese von einem Computer erhalten, den Sie selbst mit Ihrer Stimme steuern. Auch das Telefon-Banking funktioniert in der Regel durch Spracherkennungsprogramme.
Die andere Art der Spracherkennungssoftware wurde vor allem für die Textverarbeitung entwickelt. Sie müssen hierzu lediglich in ein Mikrofon sprechen, welches mit einem Computer verbunden ist und das von Ihnen gesagte erscheint je nach Programm entweder zeitverzögert oder in Echtzeit auf dem Bildschirm.

Spracherkennung – Texterfassung

Bei der Spracherkennung zur Texterfassung wird ebenfalls zwischen zwei Arten unterschieden: der diskret gesprochenen Sprache und der kontinuierlich gesprochenen Sprache.

Diskret gesprochene Sprache
Um mit Spracherkennungsprogrammen arbeiten zu können, die mit diesem System arbeiten ist es erforderlich, dass Sie Wort für Wort deutlich und vor allen Dingen isoliert, also diskret, dem Computer diktieren. Sie müssen also stets eine kleine Pause zwischen den einzelnen Wörtern machen. Nur so ist der Computer in der Lage, ein Wort zu erkennen und dieses dann in einen geschriebenen Text umzusetzen.

Kontinuierlich gesprochene Sprache
Bei diesem Spracherkennungssystem können Sie dem Computer so diktieren, als ob Ihnen ein Mensch gegenüber sitzt. Die Sätze können ohne große Pausen gesprochen werden. Das Programm selbst erkennt anhand der dort hinterlegten Informationen weitestgehend selbst, wann ein neues Wort beginnt.

Spracherkennung – Stand der Technik

Spracherkennungssysteme sind zwar in der Praxis mittlerweile sehr gut einsetzbar, da diese eine große Anzahl von Wörtern und Phrasen kennen und hier stets dazulernen. Selbst Homophone, also Wörter, die zwar gleich ausgesprochen, aber unterschiedlich geschrieben werden und hier auch eine unterschiedliche Bedeutung haben wie beispielsweise "mehr" und "Meer" oder "war" und "wahr", können gute Spracherkennungsprogramme im Kontext zu den anderen Wörtern unterscheiden. Auch können sie lernen, Dialekte zu verstehen; nicht jeder Mensch spricht ein einwandfreies Hochdeutsch. Das Spracherkennungssystem kann so "trainiert" werden, dass selbst die Bayern mit dem rollenden R oder die Sachsen mit ihrer nasalen Aussprache ein Spracherkennungsprogramm durchaus einsetzen können. Doch trotz aller Innovationen auf diesem Gebiet gibt es heute noch kein Spracherkennungsprogramm, welches 100 %-ig fehlerfrei arbeitet.

Spracherkennung – Anwender

Spracherkennungsprogramme haben ihren Siegeszug in schon vielen Büros begonnen. Anwälte, Ärzte und Gutachter nutzen immer mehr diese Programme, besonders um gerade längere Schriftsätze bzw. Gutachten zu verfassen.

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