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Speisekarten

Schöne Speisekarten sind das Aushängeschild eines Lokals. Lesen Sie hier welche Arten von Speisekarten es gibt, was gute Speisekarten ausmacht und worauf Sie generell achten sollten bei Speisekarten.

Speisekarten. Wer kann bei der Gestaltung helfen?

Speisekarten gibt es seit Anfang des 17. Jahrhunderts. Früher waren sie oft wahre Kunstwerke sprachlichen und grafischen Könnens. Maler und Künstler entwarfen die Deckblätter, sie wurden mit Gold verziert, geprägt, gestanzt oder anders veredelt. Gute Grafik-Designer schaffen auch heute noch bei der Gestaltung von Speisekarten kleine Kunstwerke. Da Kleinauflagen oft in Handarbeit buchbinderisch weiter verarbeit werden, und auch die Designleistung ihren Preis hat, sollte dafür ein Werbebudget vorhanden sein. Eine gut gestaltete Speisekarte ist eine Visitenkarte für das Lokal, kann das Image positiv fördern und soll zur Bestellung anregen. Zumindest das Deckblatt sollte von einem Profi, Grafiker oder Künstler gestaltet sein. Wer als Gastronom sich mit einer Aufzählung der Speisen und Getränken begnügt und nicht so viel Wert auf das Aussehen der Speisekarte legt, gibt die Gestaltung direkt bei der Druckerei in Auftrag, verwendet vorgefertigte Lösungen von Lieferanten oder aus dem Handel oder greift gar selbst in die Tastatur des PC’s.

Speisekarten. Welche Materialien gibt es?

Auch für ein Bistro reicht die täglich von Hand beschriftete Schiefertafel vor dem Eingang als Speisekarte meist nicht aus. Hier helfen gedruckte Exemplare, kombiniert als Speise- und Getränkekarte, am besten in wasserfeste Folie eingeschweißt, als Einzelblatt im Tischaufsteller oder als Folder. Die Wahl des Materials für Ihre Speisekarte ist gebunden an viele Faktoren: Form, Größe, Umfang, Bindung, Auflage. Die Form der meisten Speisekarten ist rechteckig, meist im Hochformat. Aber auch Rund, Oval und Quadrat sind geeignet – oder warum nicht eine freie Form, beispielsweise ein Lotusblatt für ein Thailokal wählen? Die Bindung der Seiten erfolgt üblicherweise mit Kordeln, Klemmen, Spiral- oder Ringbindung, Klebebindung, Schrauben oder Klemmen. Speisekarten werden in Kleinauflagen hergestellt, meist zwischen 50 oder 100 Karten. Ein Event-Gastronom braucht jedoch eine, auf sein Zielpublikum zugeschnittene Speisekarte, in größerer Auflage. Das Format der Speisekarte variiert von Lang-DIN, DIN A5 bis DIN A3 bis hin zu individuell gestalteten Sonderformen – und Größen, die davon jedoch meist stark abweichen. Als Umschlagmaterial für Speisekarten findet sich am häufigsten Karton (meist folienkaschiert oder laminiert), Plastik oder Kunstleder. In der gehobenen Gastronomie und der Haute Cuisine findet sich üblicherweise die klassische, gastrosophische Speisekarte, meist in Leder gebunden. Spannender kann die Verwendung von Bast, Jute, Leinen, Seide oder Metall, Holz und Stein als Umschlagmaterial Ihrer Speisekarte wirken. In der Trendgastronomie ist eine elektronische Speisekarte, via Beamer an die Wand projiziert oder auf Monitoren (Fernseh- oder Computerbildschirmen) ebenfalls eine Möglichkeit. Restaurantketten lassen schon mal wirtschaftlich ihre Tischsets als Speisekarte bedrucken. In den nächsten Jahren wird es auch virtuelle, digitale Speisekarten auf der Basis von 3D-LCDs geben.

Speisekarten. Welche Software kann man dazu nutzen?

Um eine Speisekarte zu erstellen können Sie alle auf Ihrem Computer vorhandenen Textverarbeitungs-, Grafik- und DTP-Programme verwenden. Vorausgesetzt, dass Sie die Möglichkeiten der Programme kennen, sollten Sie Erfahrung in Gestaltung, Satz, Layout, Bildbearbeitung und Drucktechnik haben, denn wenn Sie ihre Datei zur Druckerei bringen, muss diese druckfähig sein. Inzwischen können Sie auch auf spezielle Programme mit vorgefertigten Layouts für Speisekarten zurückgreifen. Wenn Sie Macromedia Flash besitzen steht Ihnen das Flash-Modul "Speisekarten-Gestalter", entweder über CD oder als online-Version zur Verfügung. Weitere Software, die Sie online kaufen können: "GastroDesigner Plus", "Speisekarten 3.0 Professional" und "Speisekarten-Designer". Manche Software verfügt über eine datenbankgestützte Produktverwaltung, ist dann aber eher textlastig ausgelegt und für anspruchsvolle Designlösungen nicht so gut geeignet.

Speisekarten. Welche Online-Services gibt es?

Abgesehen von den zahlreichen Dienstleister- und Druckerei-Angeboten, die auf Ihren Seiten Musterbeispiele vorstellen oder per vorgefertigter Formulare eine Kostenkalkulation ermöglichen, finden sich kleine Perlen, wie eine private Seite rund um das Thema Speisekarte mit wertvollen Tipps und sogar der Bewertungsmöglichkeit. Foren von Universitäten helfen schon mal Küchenlatein zu übersetzen und Gastronomiemärkte für Großverbraucher warten mit Blanko-Speisekarten zum kostenlosen download auf.

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