B2B - von A bis Z

Sicherheitsschrank

Ein Sicherheitsschrank dient nicht nur als Schutz vor fremdem Zugriff, sondern auch dazu, Sie vor den Gefahrenstoffen zu schützen, die Sie im Sicherheitsschrank lagern. Wie Sie einen passenden Sicherheitsschrank für Ihre Bedürfnisse finden und welche gesetzlichen Bestimmungen Sie bei einem Sicherheitsschrank beachten müssen, erfahren Sie hier.

Sicherheitsschrank – Allgemein

Sicherheitsschränke werden überall dort vorgeschrieben, wo z. B. Waffen oder Chemikalien ihre Anwendung finden. Nicht nur Unternehmen, sondern auch Privatpersonen, die mit Gefahrenstoffen hantieren müssen laut Gesetz einen Sicherheitsschrank besitzen. Die meisten Sicherheitsschränke bestehen außen aus Stahlblech und sind, je nach Art, innen mit einem feuerfesten Material ausgekleidet.

Sicherheitsschrank – Arten

Je nach Einsatzfeld gibt es unterschiedliche Sicherheitsschränke. Wir unterscheiden die Sicherheitsschränke nach Anwendungsgebieten.

Sicherheitsschrank – Der Waffenschrank

Dieser Sicherheitsschrank ist meist bei Jägern anzufinden und dient dazu die Waffen vor einem unerlaubten Zugriff zu schützen. Er besteht aus Stahlblech und wird mit einem Sicherheits- oder Zahlenschloss gesichert.

Sicherheitsschrank – Der Giftstoffschrank

In landwirtschaftlichen Betrieben, die mit Giftstoffen arbeiten, aber auch in Unternehmen ist dieser Sicherheitsschrank sehr verbreitet. Man unterscheidet bei diesen Sicherheitsschränken zwischen denen für brandgefährdete Giftstoffe, die meist flüssig sind und denen, die nicht brandfördernde Giftstoffe beinhalten dürfen. Dies sind meist pulverförmige Giftstoffe. Bei selbstentzündlichen, brandfördernden und explosionsfähigen Giftstoffen, ist eine geregelte Luftzirkulation im Sicherheitsschrank vorgeschrieben.

Für die Giftstoffe, die meist in landwirtschaftlichen Betrieben ihre Anwendung findet, reicht meist ein Sicherheitsschrank ohne Öffnungen. Auf dem Sicherheitsschrank sollte aber ein Hinweis kleben, der auf die Giftstoffe hinweist. Der Sicherheitsschrank soll hauptsächlich vor unerlaubten Zugriff von Kindern und Jugendlichen schützen.

Sicherheitsschrank – Der Gefahrstoffschrank

Dieser Sicherheitsschrank ist technisch sehr aufwändig produziert, um einem Höchstmaß an Sicherheit zu genügen. Er ist mit einem Zu- und Abluftkanal ausgestattet, welche an die Ansauganlage angeschlossen werden. Dies soll verhindern, dass ein sich selbst entzündendes Gasgemisch entsteht. Ein Temperaturfühler schließt bei einem Anstieg der Temperatur die beiden Flügeltüren automatisch um ein ausbreiten des Brandherdes zu verhindern. Die Feuerwiderstandsfähigkeit beträgt bei diesen Sicherheitsschränken oft über 90 Minuten.

Sicherheitsschrank – Gesetzliche Grundlagen

Auch für Landwirtschaft im privaten Gebrauch, wie beim Weinbau, wird für die benötigten Giftstoffe ein Sicherheitsschrank vorgeschrieben.

Beim Einsatz von brennbaren Flüssigkeiten, wie Chemikalien bzw. Lösungsmittel, ist auf die Menge der vorhandenen Gefahrenstoffe zu achten. Alles was den üblichen Handgebrauch, d.h. mehr als ein Liter, übersteigt, muss in einem Gefahrstoff-Sicherheitsschrank gelagert werden. Wichtig ist zu wissen, dass mit der Bestimmung nicht der noch vorhandene Inhalt des Behältnisses gemeint ist, sondern das Fassungsvermögen!

Es gibt auch ein Zusammenlagerungsverbot. Hier wird vorgeschrieben, dass leicht entzündliche Chemikalien nicht mit brandfördernden, selbstentzündlichen oder explosionsfähigen Stoffen gelagert werden dürfen.

Für die Einhaltung der gesetzlichen Grundlagen, beachten Sie in jedem Fall, dass der Sicherheitsschrank nach DIN 12925 geprüft wurde.

Kommentar abgeben