Technik

Scooter

Scooter – die moderne Variante des Motorrollers – werden immer beliebter. Lesen Sie hier welche Arten Scooter es gibt, was einen guten Scooter ausmacht und worauf Sie generell achten sollten bei einem Scooter.

Scooter

Der Scooter ist der erfolgreiche Nachfolger des Motorrollers, der seine Erfolgsgeschichte im Jahre 1948 mit dem Modell Vespa von der Firma Piaggio aus Italien begann. Seine Bauweise wurde bis heute von vielen Herstellern übernommen. Scooter sind per Motor betriebene Zweiräder, die sich in folgenden Punkten von gewöhnlichen Motorrädern unterscheiden: Sie haben durch eine Karosserie einen recht guten Wetterschutz, sie werden nicht mit Knieschluss gefahren sondern es gibt einen Durchstieg zwischen Sitzbank und Frontkarosserie, im Regelfall ist Stauraum in Form eines Helmfachs, jüngere Fahrzeuge verfügen über ein Automatikgetriebe. Ein Scooter ist eher ein komfortables Nutzfahrzeug als ein schnittiger Sportflitzer. Die meisten Scooter kommen heute aus Fernost und werden hauptsächlich in Lizenz in Südkorea und China gebaut. Seit rund 10 Jahren ist die Kombination von Vollautomatik (Variomatik) und Triebsatzschwinge sehr beliebt und hat die Scooter als Kurzstreckenfahrzeug auch in Deutschland wieder populär gemacht.

Scooter – Versicherung und Führerschein

Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h (früher 50 km/h) wird ein Führerschein der Klasse M benötigt (theoretische und praktische Prüfung) ab 16 Jahren oder ein Autoführerschein (ohne weitere Prüfung). Bei einer Höchstgeschwindigkeit 25 km/h gilt die Mofaprüfbescheinigung (ab 15 Jahren).
Für Scooter dieser Größenordnungen gibt es spezielle Versicherungskennzeichen, deren Farbe jährlich wechselt und die bei vielen Versicherungen erworben werden können. Sie gelten jeweils für ein Jahr. Nach Ablauf des Jahres muss ein neues Kennzeichen gekauft werden. Startmonat ist der März jeden Jahres. Bei der Auswahl des Schildes kann man zwischen mehreren Versicherungsarten wählen. Minimum ist eine Haftpflichtversicherung, die bei einem Unfall die Schäden des Anderen übernimmt.

Scooter- Kauf

Die erfolgreichsten Modelle sind die auf 45 km/h – früher 50 km/h – Höchstgeschwindigkeit begrenzten Scooter. Sie sind wendig, verbrauchsarm, für zwei Personen zugelassen, ab 16 Jahren fahrbar, benötigen wenig Parkfläche und sehen (meistens) gut aus. Ferner ist das Angebot an (Tuning-) Zubehör gerade im Internet riesig. In der Regel Zwei- oder Viertaktmotoren mit 50cm³, automatische Kraftübertragung, Scheibenbremse(n). Ihr Einsatzgebiet sind Kurzstrecken im Stadtverkehr. Beim Kauf im Internet bietet eine Vielzahl von Anbietern diese Fahrzeuge neu und gebraucht an. Der Kauf kann auch bei einigen Firmen über Ratenzahlung und Finanzierungsmodelle abgewickelt werden.

Scooter – Tuning

Scooter – Tuning wurde sehr vereinfacht durch das Internet. Im Netz finden sich massenweise Tipps. Waren es einst Auspuffanlagen, die ausgetauscht wurden, geht es nun um einfache Eingriffe in die Elektronik. Die Fahrzeuge sind in anderen Ländern meist für höheres Tempo ausgelegt und werden für Deutschland bei Mofas auf 25 km/h gedrosselt. Daher erlauben einige Motoren eine Leistungssteigerung bis zu 100 Prozent. Tuning ist aber auch gefährlich, denn Teile wie das Fahrwerk sind einer wesentlich höheren Belastung ausgesetzt, die bei einem Versagen zu schweren Unfällen führen können. Rechtlichen Folgen: Durch Veränderungen am Fahrzeug, die nicht mit ABE oder TÜV zugelassen sind, erlischt die ABE des Fahrzeugs und der Versicherungsschutz. Wird man erwischt, können die Folgen Entzug der Fahrerlaubnis, bis hin zu einer Freiheitsstrafe sein und im Fall eines Unfall zahlt keine Versicherung. Alle nicht genehmigungsfähigen Umbauten sollten daher nur außerhalb öffentlicher Straßen genutzt werden!

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