Ernährung

Schroth-Kur

Die Schroth-Kur ist ein anerkanntes Naturheilverfahren. Lesen Sie hier wie eine solche Schroth-Kur genau abläuft, was eine gute Schroth-Kur ausmacht und worauf Sie generell achten sollten bei einer Schroth-Kur.

Schroth-Kur

Wenn auch umstritten ist die Schroth-Kur ein seit vielen Jahren erfolgreich angewandtes Naturheilverfahren. Ihre Widersacher bemängeln jedoch das große Defizit an Vitalstoffen. Da Sie während einer Schroth-Kur an den Trockentagen kaum Flüssigkeit zu sich nehmen und an einigen Trinktagen neben Tee und Mineralwasser auch Alkohol erlaubt ist, potenzieren sich die Gesundheitsgefahren dieser Radikalkur zusätzlich, meinen ihre Kritiker. Negativ beurteilt wird auch, dass bei der Schroth-Kur niemand lernt, wie er sich im Alltag sinnvoll, bewusst und gesund ernähren kann. Jedoch stellt Schroth’sche Diät keine langfristig einzuhaltende Kostform dar, sondern gilt nur während der Kur. Schroth-Kur-Befürworter schwören hingegen auf ihre entgiftende und entschlackende Wirkung. Die Schroth-Kur basiert für den Prinzipien des Heilfastens und der Reiztherapie: Ernährung und Nahrungsenthaltung, Trinken und Nichttrinken, Wärme und Kälte, Bewegung und Ruhe, Licht und Luft kommen zur Anwendung. Während einer Schroth-Kur nehmen Sie überwiegend basische Kost, salzlos, ohne tierisches Eiweiß und Fett zu sich. Die echte Schroth-Kur hat nichts mit einer Schlankheitsdiät oder Schlankheitskur zu tun, wenn auch der Gewichtsverlust eine angenehme Nebenerscheinung ist.
Neben der Diät stellt die Schroth’sche Packung einen weiteren wesentlichen Baustein dieser Kur. Hierfür werden Sie täglich von ausgebildeten Packerinnen in den frühen Morgenstunden in ein feuchtkaltes Leintuch gewickelt und mit trockenen, warmen Packbetten zugedeckt. Für eine rasche Erwärmung, werden bis zu 3 Wärmflaschen in die Packung gegeben. Die Packung wirkt auf die Abwehrkräfte steigernd, schmerzlindernd und krampflösend. Ebenso soll sie sich positiv für die Förderung des Bakerienzerfalls und wachstumshemmend auf Bakterien auswirken. Über die Haut soll es zur Ausscheidung von Stoffwechselschlacken sowie körperfremder Substanzen wie Chemikalien und Medikamenten kommen.
Die dritte Säule einer Schroth-Kur ist die Schroth’sche Trinkverordnung.

Durch den rhythmischen Wechsel Trockentage/Trinktage wird der körpereigene Selbstheilungsprozess unterstützt. Am Trinktag werden die gelösten Substanzen ausgeschieden. Neben Mineralwasser, Tee und Säften wird auch trockener Weisswein als Kurgetränk ausgeschenkt. Dieser wird, wie die individuell benötigte Flüssigkeitsmenge, je nach Krankheitsbild ärztlich verordnet. Der Wein ist jedoch nicht zwingend vorgeschrieben.
Der Wechsel von Ruhe und Bewegung ist der vierte Baustein einer Schroth-Kur. In Zusammenhang mit dem Wechsel der Flüssigkeitsmenge unterstützt er den Entgiftungsprozess und steigert gleichzeitig das seelische Wohlbefinden. Die Ruhe während des Trockentages soll dem Körper eine weitere Möglichkeit zur intensiven Regeneration anbieten. Gezielte Bewegung an den Trinktagen regt den Stoffwechsel an und sorgt für zusätzlichen Fettabbau.

Schroth-Kur. Original oder Fälschung?

Heute ist Oberstaufen, das einzig anerkannte Schroth-Heilbad Deutschlands und untrennbar mit dem Naturheilverfahren nach Johann Schroth verbunden. Original Schroth-Kuren werden nach den vier Säulen: Schroth’sche Diät, Schroth-Packung, Schroth’sche Trinkverordnung sowie Ruhe und Bewegung angeboten.

Schroth-Kur. Kur oder Wellness?

Obwohl Sie während einer Schroth-Kur zahlreiche Wellness-Angebote wahrnehmen können, handelt es sich bei der Schroth-Kur eher um eine Kur, die Ihnen auch einige Disziplin abverlangt. Zudem stehen Sie in den Kurhotels während einer Schroth-Kur unter ärztlicher Betreuung.

Schroth-Kur. Zahlt die Krankenkasse?

Die Krankenkassen übernehmen in der Regel nicht die Kosten für eine Schroth-Kur.

Schroth-Kur. Wobei hilfreich?

Stoffwechselstörungen
Herz- und Kreislaufstörungen (unter ärztlicher Aufsicht)
Entgiftung (z.B. bei Amalgam, Rauchen oder Medikamente)
Migräne, Kopfschmerzen,
Chronische Atemwegsentzündungen
Schilddrüsenunterfunktion
Arthrose, Gicht und Weichteilrheumatismus
Magen- und Darmprobleme
Fettleber und Nieren-, Blasenbeschwerden
Menstruations- und Wechseljahrsbeschwerden
Hautleiden (z.B. Schuppenflechte, Akne, Ekzeme und allergischen Hauterkrankungen
Krampfadern und Wasseransammlungen im Körper
Arterienverkalkung
Hoher Blutdruck (unter ärztlicher Aufsicht)

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