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Halbinsel Sinis


Halbinsel Sinis

Die Halbinsel Sinis liegt an der Westküste von Sardinien. Die Halbinsel Sinis wird von dem See Stagno di Cabras vom Festland Sardiniens getrennt. Die Landschaft auf Sinis ist relativ flach, sodass hier die Winde vom Meer ungehindert darüber fegen können. So sind – bis auf die Inselmitte – alle auch nur etwas höher liegenden Gebiete ziemlich kahl und trist. In der Inselmitte allerdings blühen die Getreide- und Weinfelder.

Im Inselinnern von Sinis findet Ihr auch viele kleine Seen, an denen sich zahlreiche Fisch- und Vogelarten niedergelassen haben. Gerade unter den Vögeln könnt Ihr über 50 Arten, teilweise sogar bereits vom Aussterben bedrohte und somit sehr seltene Vogelarten, beobachten. Diese ökologisch sehr wertvolle mit über 700 qkm große Gebiet ist mittlerweile unter Naturschutz gestellt worden, damit die Natur hier weiter in Ruhe ihrem eigenen Lauf überlassen werden kann. Hierunter fallen auch Teile der Küste der Halbinsel Sinis, die besonders wegen ihres besonderen Strands bzw. des Sandes bekannt geworden sind: dem so genannten „Reiskorn”-Sand, dem Is Arutas-Strand.

Auf der Halbinsel Sinis findet Ihr aber noch drei „normale” Badestrände

  • den Putz Idu,
  • den Su Pallosu – übrigens aufgrund der dortigen Windverhältnisse der Tipp für Surfer – und
  • den Mari Ermi.

Die kleinen Städte San Salvatore und San Giovanni di Sinis müsst Ihr bei Eurem Besuch der Halbinsel Sinis unbedingt ebenfalls besuchen.

Strand Is Arutas

Der Strand Is Arutas liegt malerisch zwischen Steilufern und Klippen. Das besondere an diesem Strand auf Sinis sind seine reiskornartigen Sandkörner. Das sind kleine weiße Quarzkörnchen, deren Oberfläche ganz glatt geschliffen ist.

Aber Achtung: Da das Gebiet unter Naturschutz steht, dürft Ihr auch nicht mal ein kleines bisschen des Quarzsandes als Souvenir mitnehmen. Die Strafe darauf ist nicht gerade wenig: 2008 wurden für diese Straftat € 160,00 verlangt.

San Salvatore

Das kleine Städtchen San Salvatore liegt im Süden der Halbinsel Sinis. Der Ort sieht mit seiner kleinen Wallfahrtskirche und den ebenfalls nicht großen Pilgerstätten aus wie eine verschlafenes Dorf in Mexiko. Das haben auch Filmproduzenten bemerkt und so sind hier schon einige Filmszenen gedreht worden, für die eine mexikanische Kulisse benötigt wurde.

Obwohl die Kirche nun wirklich nicht sehr groß ist und man nicht weiß, ob man sie unbedingt betreten sollte, birgt sie trotzdem eine Überraschung. In ihr liegt das Hypogäum San Salvatore. Das ist ein unterirdischer Raum umgeben von etlichen Kammern, der früher einmal als Kultstätte benutzt wurde.

Sagra die San Salvatore – das Barfußrennen

Am 1. Sonntag im September findet bei San Salvatore das Barfußrennen von Sinis statt. Ein Spektakel, dass Ihr euch unbedingt anschauen solltet, wenn Ihr um diese Zeit auf Sinis seid.

San Giovanni di Sinis

An der Südspitze von Sinis liegt das Dörfchen San Giovanni di Sinis. Hier gibt es zwar nur eine Handvoll kleiner Häuser, aber diese sind dafür um so interessanter anzuschauen. So könnt Ihr beispielsweise alte Schilf-Fischerhütten sehen, sowie auch die älteste Kirche von ganz Sardinien. Die Kirche wurde bereits im 5. Jahrhundert erbaut und im 9. Jahrhundert nochmals um ein Querschiff und einen Langbau ergänzt.

Tharros

Einen Ausflug solltet Ihr auch nach Tharros unternehmen, eine große Ausgrabungsstätte, die eine Stadt freigelegt hat, die im 11. bis 8. Jh. v. Chr. gegründet wurde. Tharros galt früher als bedeutendste Hafenstadt von ganz Sardinien.

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