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Richtfunk

Über so genannte Richtfunkstrecken, einer drahtlosen Übertragungstechnik, werden vom Sender zum Empfänger sowohl Sprache als auch Daten mittels Funkwellen übertragen. Lesen Sie hier wie Richtfunk genau funktioniert, welche Arten Richtfunk es gibt und auf was Sie generell achten sollten bei Richtfunk.

Richtfunk.

Über so genannte Richtfunkstrecken, einer drahtlosen Übertragungstechnik, werden vom Sender zum Empfänger sowohl Sprache als auch Daten mittels Funkwellen übertragen. Durch die Verwendung von stark bündelnden Antennen können mit dieser Technik große Distanzen bei geringer Sendeleistung überbrückt werden. Bei Richtfunk unterscheidet man zwischen PtP (Point to Point) und PMP (Point to Multi Point).
Richtfunk im Point-to-Point-Verfahren wird für die interne Kommunikation von Großunternehmen schon lange eingesetzt. Über eine Sende- und Empfangsanlage werden dabei Kunden mit Daten versorgt. Richtfunk auf der Basis der Point-to-Multipoint (PMP)-Technik soll genutzt werden, um Kunden per WLL an das Telefonnetz anzuschließen.

Richtfunk. Professionelle Lösungen

Bei beiden Verfahren muss bei den verwendeten Frequenzen 2,6 GHz, 3,5 GHz und 26 GHz eine Sichtverbindung (Line of Sight, LoS) zwischen der Sende- und Empfangsantenne gegeben sein. Mit der Funktechnik von WIMAX soll das Monopol der Telekom, mit einer Übertragungskapazität jenseits von 100 MBit/s und Reichweiten von über 50 Kilometer, gebrochen werden. Wimax, (Worldwide Interoperability for Microwave Access), basiert auf den in IEEE 802.16 genormten Broadband-Wireless-Access-Technologien, PMP(Point-to-Multipoint)-Übertragungen basieren auf der Basis von Mikrowellentechniken für Sichtverbindungen und solche ohne Sichtkontakt. Diese sollen bis zu 134 MBit/s übertragen können, im mobilen Bereich noch bei Geschwindigkeiten von über hundert Stundenkilometern funktionieren. Allerdings sind mit dem NLOS-Verfahren (Non Line of Sight) solche Maximalwerte nicht erreichbar. IEEE 802.16 ist ein Basis-Standard für Breitbandnetze der die Zugangstechniken normiert. IEEE 802.16 definiert LOS-Verbindungen (Line of Sight) in den Frequenzbereichen 10 bis 66 GHz und entspricht somit dem Standard für klassischen Mikrowellen-Richtfunk. Der Standard IEEE 802.16a definiert NLOS-Verbindungen in lizenzpflichtigen und lizenzfreien Bändern im Bereich von 2 bis 11 GHz. Wichtige Frequenzen sind 3,5 GHz für die lizenzpflichtigen und 5,8 GHz für die lizenzfreien Anwendungen. IEEE 802.16c und IEEE 802.16d beschäftigen sich mit Profilen für 10- bis 66-GHz- beziehungsweise 2- bis 11-GHz-Systeme. Während Point-to-Multipoint-Richtfunk nur ein paar Kilometer weit sendete, soll der Radius einer 802.16a-Zelle bis zu 50 Kilometer groß sein können. Experten schätzen die maximale Entfernung auf bis zu 30 Kilometer, sogar mit Hindernissen zwischen Sender und Empfänger.

Richtfunk. Künftige Entwicklungen

Für einen Durchsatz von mehr als 10 MBit/s bei Zellgrößen im Bereich von einigen Kilometern und Geschwindigkeiten von über hundert Stundenkilometern sind im Rahmen von IEEE 802.16e mobile Zugänge geplant. Die entsprechenden MIBs sollen die neuen Managementgruppen IEEE 802.16f und 802.16g definieren. Die breite Auswahl unterschiedlicher Verfahren, die für die meisten Zugangsszenarien die jeweils optimale Lösung bieten sollen, ist einer der wesentlichen Vorteile von IEEE 802.16.
Orthogonal Frequency Division Multiplexing (OFDM) nebst Orthogonal Frequency Division Multiple Access (OFDMA) kommen für die Kommunikation ohne Sichtverbindungen zum Einsatz. OFDM teilt ein Breitband- auf mehrere, übersprechungsarme Schmalbandsignale auf und ist auch bei 802.11a oder DVB-T eingesetzt.
Als Zugangstechnik für die stationäre Geschäfts- und Privatkundenanbindung gilt Wimax, in der zweiten Ausbaustufe ist die Einbindung mobiler Geräte geplant. Die Anbindung von 802.11-Hotspots an das Internet dürfte eines der ersten Einsatzgebiete sein. Campusverbindung in größeren Unternehmen und der Ersatz von DSL-Verbindungen sind ebenso denkbar.

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