Gesundheit

Prostata

Lesen Sie hier welche Beschwerden und Krankheiten sich in der Prostata bilden können, wie die Prostata funktioniert und was Sie generell zum Thema Prostata wissen sollten.

Die Vorsteherdrüse, die Prostata, ist ein männliches Geschlechtsorgan. Sie liegt zwischen der Harnblase direkt am Beginn der Harnröhre und dem Beckenboden. Der Mastdarm befindet sich direkt hinter der Prostata und in deren Vordergrund liegt das Schambein, mit dessen unterem Rand sie fest verbunden ist. Sie hat die Größe einer Wallnuss und ihr Gewicht liegt bei ca. 20 Gramm.
Die Prostata selbst besteht aus Bindegewebe und Muskelfasern, welches mit einer großen Anzahl von Drüsen durchsetzt ist.

Prostata – Funktion

Die Prostata hat drei Grundfunktionen: Den Verschluss der Harnblase sowie den Samenwegen, die Sekretbildung für das Sperma sowie beim Hormonstoffwechsel.

Verschluss der Harnblase sowie der Samenwege
Durch ihre Lage direkt an der Harnblase verschließt die Prostata beim Wasserlassen ihre kleinen Kanäle, damit kein Urin in sie eindringen kann. Des weiteren sorgt sie dafür, dass auch in die Samenwege kein Urin eindringen kann.
Beim Geschlechtsverkehr sorgt die Muskulatur der Prostata dafür, dass das Sperma nicht in die Harnblase dringen kann, wenn sich dieses in der Harnröhre befindet.

Sekretbildung
Die Prostata bildet ein milchweißes Sekret, welches sich mit dem männlichen Samen vermischt, damit dieser verflüssigt wird und so abtransportiert werden kann. Dieses Sekret enthält Enzyme, also Eiweiße. Es hält auch die Spermien am Leben, bis diese ihr Ziel erreicht haben.

Hormonstoffwechsel
Die Prostata verändert das männliche Hormon Testosteron in das so genannte Dihydrotestosteron um, also in die aktivste Form dieses Hormons.

Prostata – Krankheiten

Es gibt zahlreiche Krankheiten, die durch krankhafte Veränderungen der Prostata ausgelöst werden können. Hierzu zählen unter anderem:

Prostatakrebs
Der Prostatakrebs ist mittlerweile die häufigste Krebsneuerkrankung bei Männern überhaupt. Er tritt in der Regel gehäuft bei älteren Männern auf. Bis zum 50. Lebensjahr sind kaum Erkrankungen bekannt. Bei bis zu 60-jährigen liegt die Erkrankungsrate bei lediglich 10 %. Allerdings nimmt die Rate hier ab dem 60. bis zum 80. Lebensjahr rasant zu. Sie liegt hier bereits schon bei 70 % aller Fälle. Danach sind 20 % aller Betroffenen bereits über 80 Jahre. Oft wird das Prostatakarzinom erst sehr spät oder auch gar nicht erkannt, da es durchaus sein kann, dass die Betroffenen das Vorhandensein eines Karzinoms erst gar nicht bemerken. Die Beschwerden äußern sich hier bei Schmerzen beim Wasserlassen sowie Knochenschmerzen. Diese treten oft erst dann auf, wenn das Krebsgeschwür schon so eine Größe erreicht hat, dass dieses nicht mehr ohne weitere entfernt werden kann. Eine Heilungschance ist aber meist nur im Anfangsstadium gegeben. Früherkennung ist hier also lebenswichtig.

Gutartige Vergrößerung der Prostata
Eine Vergrößerung der Vorsteherdrüse muss aber nicht unbedingt lebensbedrohend sein. Sie kann auch gutartige Ursachen haben, wie bei dem BPS (Benignes Prostata-Syndrom). Diese Krankheit kann unter Umständen schon bei Männern ab 30 Jahren beobachtet werden. Je älter die Männer sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, an dem BPS zu erkranken. Allein in Deutschland sind bereits über 4 Millionen Männer betroffen.
Ursächlich für eine Vergrößerung der Prostata sind nach neuesten Erkenntnissen wohl ein erhöhter Dihydrotestosteron- sowie ein erhöhter Östrogenspiegel. Des weiteren kann hier eine zu hohe Ausschüttung von Wachstumsfaktoren in der Prostata sowie ein zu geringes Zellsterben vorliegen. Die Beschwerden können sich darin äußern, dass die Blasenentleerung erschwert ist und sich Harnwegs- und/oder Prostataentzündungen bilden können. Sie reichen von einer tröpfenweisen Blasenentleerung bis zum ständigen Harndrang, welcher unter Umständen auch mit Schmerzen verbunden sein kann. Das BPS kann relativ leicht therapiert werden, in dem entweder Medikamente zur Abschwellung der Prostata eingesetzt werden oder ein operativer Eingriff erfolgt.

Akute Prostatitis
Bei einer akuten Prostatitis handelt es sich um eine schmerzhafte Entzündung der Prostata, die oft von Fieber begleitet wird. Neben den Beschwerden beim Wasserlassen können hier auch Beschwerden beim Stuhlgang auftreten. Die akute Prostatitis wird meist mit Antibiotika behandelt. Aber auch die Gabe von Schmerz- und Abführmitteln können hier die Beschwerden kurzzeitig lindern.

Chronische Prostatitis
Die chronische Prostatitis ähnelt der akuten Prostatitis, doch werden die Beschwerden nicht so stark wahrgenommen. Zur Behandlung werden hier ebenfalls Antibiotikapräparate eingesetzt, doch wird zur Beschwerdelinderung oftmals auf pflanzliche Mittel zurückgegriffen.

3 Kommentare

  • Sehr geehrte Damen und Herren
    Ich ha be vergrösserte Prostata und möchte gerne mit Laser Op. aber wohne in Hamburg können sie mie sagen wo in Hambueg mit Laser Op
    Danke

  • Grüss Gott, ich leide unter einer vergrösserten Prostata.Ich bitte um Info im Raum München.
    Vielen Dank
    Michael Schubert

  • Wo -in welchem Labor-wird ein cPsa-test durchgeführt und was sind die Parameter zur Beuteilung eines Ergebnisses.
    Kosten eines solchen Testes
    Mfg
    M.schuppenhauer

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