Alternative Medizin

Pheromone

“Den kann ich nicht riechen”, das denken Sie vielleicht auch das ein oder andere Mal. Genau dafÜr sind Pheromone verantwortlich: Pheromone sind Sexuallockstoffe, die auch von Menschen abgegeben werden und unser aller Verhalten unbewusst beeinflussen. Unsere Zusammenfassung bietet einen schnellen Überblick zur Wunderwelt der Pheromone.

Pheromone – Begriffsbestimmung

Das Wort Pheromon kommt aus dem Griechischem und bedeutet „Träger von Erregung“. Pheromone werden auch „Lockstoffe der Liebe“ genannt. Pheromone sind Sexuallockstoffe, die von Tieren sowie auch von uns Menschen abgegeben und unterbewusst wahrgenommen werden. Sie haben auf das soziale sowie auch sexuelle Verhalten von Menschen und Tieren großen Einfluss.

Pheromone – Wirkungsweise

Da Pheromone als natürliche Sexuallockstoffe auch ihre Aufgabe haben, haben diese großen Einfluss bei der Partnersuche bzw. der Entscheidung darüber, ob der oder die Gegenüber als Partner in Betracht gezogen werden kann oder nicht. Es wird beim Menschen in den Schweißdrüsen der Haut produziert und besonders stark von den Drüsen in den Achselhöhlen sowie wie im Genitalbereich ausgeschüttet. Sie werden über das vomeronasale Organ, welches sich in der Nase befindet, wahrgenommen. Dieses wird übrigens oft als „sextes Organ“ des Menschen bezeichnet. Hier wird darüber entschieden, ob wir unseren Gegenüber im wahrsten Sinne des Wortes „riechen“ können oder ob er uns „stinkt“, wir ihn also attraktiv finden oder ihn ablehnen. Dies geschieht aber im Unterbewusstsein, da das Pheromon vollkommen geruchlos und unsichtbar ist. Die Botschaft, die wir quasi einatmen, gelangt innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde in das Limbische System des Gehirns. Diese Region im Gehirn ist für unser instinktives Verhalten zuständig. Es steuert unsere unwillkürlichen Gefühle wie Hunger oder Durst. Es entscheidet aber auch darüber, ob wir jemanden sympathisch oder unsympathisch finden und auch darüber, ob er uns sexuell erregt oder nicht. Als Entscheidungshilfe dient ihm hier das Pheromon, welches von dem potentiellen Partner ausgesandt wird. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist auch, dass das Geruchsempfinden nach dem Geschlechtsverkehr gegenüber vorher deutlich verringert ist.

Pheromone – Arten

Beim Menschen wurden bisher über 50 verschiedene Pheromone entdeckt, die die sexuelle Lust steigern und die Begierde wecken. Bei Männern wirken hier die weiblichen Kopuline. Die Androstene wiederum haben eine positive Wirkung auf die weibliche Libido.
Werden die ausgesandten Pheromone aber vom gleichen Geschlecht aufgenommen, verursacht es dort eher negative Gefühle, da diese dann als eher warnende Botschaft verstanden werden. Dies ist besonders im Tierreich zu beobachten, wo es bei der Sexualität hauptsächlich um die Fortpflanzung und das Überleben der eigenen Art geht und nicht wie beim Menschen um Gefühl und Lustbefriedigung.

Pheromone – Künstliche Pheromone

Als die Wissenschaftler das Vorhandensein und die Wirkungsweise der Pheromone entdeckten, stand die Parfümindustrie bereits vor den Toren. Sie waren nun in der Lage Parfüme zu kreieren, die ihrem Benutzer die gewünschte Attraktivität beim anderen Geschlecht verlieh. Es gibt mittlerweile zahlreiche Parfüme auf dem Markt, die diese „Lockstoffe“ enthalten. Bei Frauenparfüms wird das weibliche Pheromon Androstenol hinzugefügt. Dies assoziiert beim Mann die jugendliche Fruchtbarkeit der Trägerin des Parfüms. Bei Männerparfüms nehmen die Parfümeure in der Regel Androstenone. Diese tragen die Botschaft des aggressiven und dominanten Mannes weiter, was ihn bei Frauen unbewusst als Sexualpartner sehr attraktiv macht, auch wenn diese bewusst aggressives Verhalten offenkundig ablehnen. Diese Pheromonkonzentrationen sind sehr kostspielig. Das weibliche Androstenol wird zwischen 1.500,00 und 3.000,00 Euro pro Gramm gehandelt. Das männliche Pheromon Androstenone ist noch kostenintensiver. Ein Gramm hiervon kostet zwischen 6.000,00 und 10.000,00 Euro.

Pheromone – Anwendungsmöglichkeiten

Neben der bereits bekannten Wirkung dem anderen Geschlecht gegenüber können Sie pheromonhaltige Parfüms aber auch bei geschäftlichen oder anderweitig wichtigen Besprechungen einsetzen, um hier ihre Attraktivität zu unterstreichen. Es ist hinlänglich bekannt, dass attraktive Menschen oft erfolgreicher sind, als unscheinbare Personen, die aber nicht minder intelligent sein müssen. Auch dies ist ein positiver Effekt von Pheromonen.
Eine weitere eher kuriose Anwendungsmöglichkeit ist das Besprühen von Rechnungen oder Mahnungen mit männlichen Hormonen. Tests haben gezeigt, dass diese schneller und vor allem öfter bezahlt werden, als unbesprühte Briefe. Der Geruch vermittelte unbewusst beim Empfänger den Eindruck, dass der Absender sehr entschlossen ist, seine Forderung durchzusetzen und lässt bei ihm eine Angstgefühle entstehen.

Pheromone – Anbieter

Pheromonhaltige Parfüms können Sie in guten Parfümerien oder auch diskret im Internet beziehen.

Einen weiteren Beitrag zu Pheromonen finden Sie auf aktuelles-lexikon.de hier.

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