Ökologische-Möbel

Ökologische Möbel halten durch ein gestiegenes Natur- und Umweltbewusstsein immer mehr Einzug in die vier Wände. Ein weiterer Beweggrund für den Kauf von ökologischen Möbel ist der immer weiter wachsende Anteil an Allergikerin, vor allem bei Kindern. Verwendet werden bei der Herstellung für diese Möbel ausschließlich recyclingfähige Rohstoffe, wie Schurwolle, Federn, Stroh, Flachs, Jute und heimische Hölzer, deren Oberflächen statt lackiert entweder hochfein geschliffen werden oder mit Bienenwachs, Kräuterölfirnis oder Leinöl veredelt werden. Die handwerkliche Verarbeitung ist sehr hochwertig und garantiert den Möbeln ein langes Leben.

Ökologische-Möbel – Anforderungen

Die Anforderungen für die Herstellung von ökologischen Möbeln sind streng. Sie dürfen keine oder eine nur geringe Belastung für Umwelt und Gesundheit darstellen, angefangen von der Rohstoffgewinnung, die Verarbeitung und den Transport, bis hin zur Nutzung und Wiedereingliederung in den ökologischen Kreislauf. Das klassische ökologische Möbel wird grundsätzlich aus Massivholz verarbeitet. Dazu zählen auch Leimholz- oder Dreischichtplatten, Multiplex- oder furnierte Tischlerplatten, sofern sie kein Tropenholz enthalten. Die verwendeten Hölzer kommen aus einer nachhaltigen Forstwirtschaft, überwiegend aus Europa. Bevorzugt wird Holz, dass nach den weitergehenden Kriterien von FSC (Forest Stewardship Council) und Naturland Verband e.V. zertifiziert ist. Außerdem sollten bei der Herstellung dieser Vollholz -Möbelstücke nur Leime verwendet werden die weder Formaldehyd und Biozide, noch flüchtige organische Verbindungen beinhalten. Materialien wie Kunststoff, Spanplatten und MDF Platten werden bei ökologischen Möbel nicht verwendet. Bezugsstoffe oder Kissen z.B. bei einem Sofa enthalten keine synthetischen Ausrüstungen. Hierbei orientieren sich die meisten Hersteller an den strengen Kriterien des Internationalen Verbandes der Naturtextilwirtschaft (IVN).

Ökologische-Möbel – Oberflächenbehandlung

Ökologische-Möbel werden mit Lasuren, Naturharzölen und Wachsen auf natürlicher Basis behandelt. Massivholz, das mit natürlichem Oberflächenschutz behandelt wurde, atmet und sorgt durch Speicherung oder Abgabe von Luftfeuchtigkeit für ein gesundes Raumklima. Es kann Schadstoffe filtern und im Holz zum Teil binden. Ein weiterer Vorteil bei geöltem Holz, es ist antistatisch. Die Möbel laden sich nicht elektrisch auf und ziehen keinen Staub an, dies reduziert die Staubbelastung, sehr vorteilhaft für Allergiker.

Ökologische-Möbel – Richtwerte

Hersteller für ökologische Möbel richten sich nach:

  • Prüfkriterien für Möbel – Holzwerkstoffe des eco-Umweltinstituts
  • Güte- und Prüfbestimmungen für Möbel RAL-RG 430 Deutsche Gütegemeinschaft Möbel
  • Umweltzeichen für Emissionsarme Holzwerkstoffe RAL UZ 76 Umweltbundesamt
  • Richtlinie UZ6 für Holzmöbel Österreichisches Umweltzeichen
  • Orientierungswerte des Internationalen Verbandes Naturtextil (IVN)
  • Prüfkriterien des Ökotex Standard 100
  • Prüfparameter des Qualitätsverbandes umweltverträgliche Latexmatratzen (QUL)

Die Kriterien und Parameter z.B. für das grünen Öko Control Siegel wird von der ÖkoControl Gesellschaft für Qualitätsstandards ökologischer Einrichtungshäuser festgelegt. Möbel und Materialien werden für dieses Siegel bei unabhängigen Prüfinstituten auf Schadstoffe getestet. Zurzeit übernimmt diese Aufgabe das Kölner Eco-Umweltinstitut.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.