Ohrenoperation

Sie leiden darunter, abstehende, große oder asymmetrische Ohren zu haben und möchten sich mittels einer Ohrenoperation die Ohren verschönern lassen? Tatsächlich übernehmen die Krankenkassen teilweise oder ganz die Kosten für eine Ohrenoperation. Hier erfahren Sie mehr zum Thema Ohrenoperation

Ohrenoperation – Allgemeines

Das Ohr erreicht im Alter von fünf bis sechs Jahren 70 bis 80% seiner späteren Größe. Daher ist es sinnvoll, bereits ab dem Einschulungsalter Ohroperationen vorzunehmen. Aber auch Erwachsene können sich die Ohren anlegen lassen. Im Gegensatz zum Fernen Osten, wo abstehende Ohren als Zeichen der Klugheit und des Wohlstands gedeutet werden, sind Menschen im Westen nicht selten Opfer von Hänseleien, wenn Sie abstehende Ohren haben.

Ohrenoperation – Ohrenkorrektur

Haben Sie abstehende Ohren, so ist das in der Regel eine genetische Veranlagung, die auch asymmetrisch auftreten kann. In diesem Fall steht oft nur ein Ohr ab oder nimmt eine

andere unauffällige Stellung ein. Bei abstehenden Ohren ist Ihr elastischer Knorpel, der die Form der Ohrmuschel bestimmt, nicht genügend gefaltet. Da das Wachstum der Ohrmuschel mit etwa fünf Jahren abgeschlossen ist, können Sie eine Ohrenoperation ab diesem Alter durchführen lassen.

Vor der Operation:

Das Rauchen sollten Sie vier Wochen vor der Ohrenoperation deutlich einschränken. Salicylsäurehaltige Schmerzmittel bzw. Medikamente mit Acetylsalicylsäure (Aspirin) müssen Sie spätestens 14 Tage vor der Ohrenoperation absetzen.

Operativer Verlauf

Die Ohrenoperation verläuft unter einer örtlichen Betäubung (Lokalanästhesie). Da jede Narkose eine Belastung für Ihren Körper darstellt, ist diese wie viele medizinische Verfahren mit Risiken behaftet. Bei einer Ohrenanlegung (Anthelixplastik) wird hinter Ihrem Ohr ein kleiner Hautschnitt gemacht und der Ohrknorpel geformt oder teilweise entfernt. Nachdem der Arzt sorgfältig das Blut gestillt hat, verschließt er die Wunde mit mehreren Nähten.

Nach der Operation

Nach der Ohrenoperation müssen Sie acht Tage lang einen Kopfverband tragen. Die Fäden werden Ihnen nach zehn Tagen gezogen, danach können Sie endlich wieder Haare waschen. In den folgenden 14 Tagen bis drei Wochen sollten Sie nachts die Ohrmuscheln durch ein Tuch oder Stirnband schützen, um so die Wunde zu schonen und ein Abknicken des Ohres zu vermeiden.

Ohrenoperation – Eventuell auftretende Komplikationen:

Bei jedem operativen Eingriff wie eine Ohrenoperation können Nachblutungen auftreten. Deshalb sollten Sie zwei Wochen vor der Ohrenoperation die Einnahme von acetylsaliclysäurehaltigen Schmerzmitteln und Acetylsalicylsäure (Aspirin) vermeiden. Eine Wundinfektion, die den Knorpel betrifft, führt nur in den allerseltensten Fällen zum Verlust des Knorpels. Äußerst selten entstehen bei Wundheilungsstörungen Narbenwucherungen oder Hautverfärbungen (Keloide).

Nach einer Ohrenoperation kann es sein, dass Sie für wenige Wochen Gefühlstörungen im Bereich der Narbe spüren, da bei dieser Form von Ohrenoperation die Hautnerven durchtrennt werden. Wie nach jedem operativem Eingriff können sich Blutgerinnsel in den großen Venen bilden (Thrombosen).

Trotz aseptischer Vorsichtsmaßnahmen können auch Entzündungen auftreten. Als Vorbeugung werden Ihnen dann antibiotische Medikamente gegeben. Sollte Sie trotzdem ein Pochen im Ohr spüren, Schmerzen haben oder Fieber bekommen, müssen Sie umgehend einen Arzt kontaktieren.

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