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Ölabscheider

Ölabscheider sind in vielen Betrieben vorgeschrieben. Lesen Sie hier welche Arten Ölabscheider es gibt, was das Gesetz zu Ölabscheidern vorschreibt und worauf Sie generell achten sollten bei einem Ölabscheider.

Ölabscheider – Allgemeines

Ein Ölabscheider trennt Abwasser von Ölverunreinigungen. Ölabscheider sind vor allem in bei Betrieben vorgeschrieben, wo größere Mengen an Öl gelagert oder austreten können. Dies können KfZ-Betriebe, Großtankstellen oder größere Heizölräume sein.
Die Größe des Ölabscheiders ist in der DIN EN 858-2 geregelt.

Ölabscheider – Funktionsweise

Für Leichtflüssigkeiten gibt es zwei unterschiedliche Abscheidearten. Zum einen sind dies die Öl-/ bzw. Benzinabscheider. Zum anderen gibt es auch noch die Koaleszenzabscheider.

Ölabscheider

In einem Ölabscheider gelangt das verunreinigte Wasser in einen besonderen Behälter. Die Strömung, mit der das Wasser eingelassen wird, wird hier meist durch einen eingebauten Bogen, der oft eine Krümmung von 180 ° aufweist, abgebremst. Das Wasser selbst wird an die Behälterwand geleitet, an der es anschließend langsam hineinfließen kann. Dies verhindert, dass durch das Einleiten Verwirbelungen bei dem darin bereits befindlichen Wasser entsteht und so die Verunreinigungen sich wieder mit dem Wasser vermischen. Aufgrund der unterschiedlichen Dichten der im Wasser befindlichen Verunreinigungen können so Feststoffe wie Sand und Schlamm zu Boden sinken, das Öl oder Benzin aber, welches über eine geringere Dichte als Wasser verfügt, sammelt sich an der Wasseroberfläche. Das so gereinigte Wasser wird in die Kanalisation wieder abgeführt. Wenn im Ölabscheider sich nach längerer Zeit der Inbetriebnahme mehr Öl bzw. Benzin befindet, als der Abscheider speichern kann, verschließt ein spezielles Auslaufsystem selbsttätig den Ölabscheider. Dieser Auslaufverschluss besteht aus einem Schwimmer, der aus einem Material besteht, welches zwar eine höhere Dichte als Öl aber eine geringere Dichte als Wasser besitzt. Der Schwimmer befindet sich somit immer genau zwischen Wasseroberfläche und dem abgeschiedenen Öl oder dem Benzin. Wenn sich nun so viel Leichtflüssigkeit im Abscheider befindet, so dass sein Fassungsvermögen erreicht ist, gelangt diese Flüssigkeit in den Schwimmraum, mit dem Ergebnis, dass der Schwimmer absinkt. Dies hat zur Folge, dass der Auslauf verschlossen wird.

Koaleszenzabscheider

Diese speziellen Abscheider funktionieren ähnlich wie die oben beschriebenen Öl-/bzw. Benzinabscheider. In ihnen wurde aber noch ein zusätzlicher Filter eingebaut, der Koaleszenz-Filter. Das verunreinigte Wasser wird zuerst durch diesen Filter geleitet, welcher die Eigenschaft hat, dass sich darin selbst kleinste Öltröpfchen zu größeren Tropfen vereinigen. Dies hat zur Folge, dass die Abscheidewirkung hier deutlich verbessert und der Wirkungsgrad somit erhöht wird.

Manche Ölabscheider verfügen über spezielle Überwachungssensoren. Diese geben automatisch Alarm, wenn die zulässige Höchstmenge an abgesonderten Leichtflüssigkeiten erreicht wurde.

Ölabscheider – Sicherheitshinweise

Ölabscheider werden in der Regel außerhalb von Häusern in den Boden eingebaut. Um hier zu verhindern, dass das verunreinigte Wasser oder die abgeschiedenen Flüssigkeiten mit dem Grundwasser oder dem Erdboden in Berührung kommen, muss darauf geachtet werden, dass der Ölabscheider komplett dicht abschließt.
Sämtliche Flüssigkeitsabscheider müssen mit einem Schlammfang ausgerüstet sein, welcher noch vor dem eigentlichen Ölabscheider eingebaut sein muss.
Ölabscheider dürfen ausschließlich an Schmutz- oder Mischwasserkanälen angeschlossen werden. An Regenwasserkanäle ist der Einbau verboten.

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