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Nano-Lack

Nano-Lack ist ein Lack der Oberflächen eines Werkstoffes durch kleinste Teilchen aus Keramik mit einer abweisenden Schicht versiegelt. Poren werden mit Nano-Lack dauerhaft versiegelt, wobei die Oberflächeneigenschaften erhalten bleiben. Oberflächen, die mit Nano-Lack versiegelt wurden, gelten als außerordentlich kratzfest. Mehr über Nano-Lack lesen Sie hier.

Nano-Lack – Eigenschaften

Nano-Lacke bestehen aus kleinsten Keramikpartikeln. Diese Partikel sind etwa zehntausendmal kleiner als ein Haar und machen den größten Anteil der Widerstandsfähigkeit dieses Lacks aus. In der Molekularstruktur des Lackbindemittels sind diese Partikel integriert. Damit sich die Partikel beim Trocknen in der Lackiererei verbinden können sind etwa 140 Grad nötig. Hierbei entsteht in der obersten Klarlackschicht eine gleichmäßige und undurchlässige, netzartige Struktur. Sie bewirkt eine hohe Kratzfestigkeit.

Der Lackaufbau verändert sich hierbei nicht, es findet lediglich eine Veränderung im Klarlack statt. Daher unterscheidet er sich auch nicht von konventionellen Lacken und Sie können, egal ob Sie einen Unilack, Metallic- oder Perleffektlack haben, diese Klarlackschicht aufbringen.

Nano-Lack – Funktion

Bei Nano-Lack wird der gewünschte Effekt durch Nanopartikel mit Komponenten bewirkt, die sich mit der Oberfläche fest verbinden. Während des Auftragens ordnen sich diese Partikel folgendermaßen intelligent an: Zur Oberfläche wandern die bindenden Komponenten, zur Luft hin richten sich die Antihaftkomponenten aus. Durch dieser “Selbstorganisation” wird eine extreme Dauerhaftigkeit garantiert, da sich eine ultradünne, glasartige Schicht bildet, die mit der Oberfläche eine homogene Verbindung eingeht. Die Nano-Lack Verarbeitung erfolgt in gleicher Weise über Verfahren, wie bei konventionellen, flüssigen Lacken, z.B. Sprühen, Tauchen, Walzen oder Ähnliches. Meistens erfolgt die Aushärtung thermisch, bei Temperaturen zwischen 100-220 °C, je nach verwendetem Material oder auch mit UV-Strahlung.

Nano-Lack – Der Lotuseffekt

Die Lotus-Pflanze gilt in Asien als religiöses Symbol der Reinheit. Der Grund dafür ist, dass Flüssigkeiten von der Pflanze abperlen, und kein Staub auf ihr haften bleibt. Dieses Phänomen wird wiederum durch kleinste Nanopartikel bewirkt, welches sich die Nanotechnologie zu nutze gemacht hat. Nanopartikel beschichtetete Materialen weisen besondere Eigenschaften auf. Werden z. B. bei der Herstellung kratzfester Brillengläser Nanopartikel auf die Oberfläche aufgebracht, kann selbst Stahlwolle den Gläsern nichts mehr anhaben. Die Nanopartikel sind dabei so klein dass sie Licht nicht beugen und nicht brechen, sie lassen es ungehindert vorbei. Diese Art von Oberflächenbehandlungen gibt es bereits seit einiger Zeit. In der Regel hält diese Oberflächversiegelung nicht sehr lange und muss ständig erneuert werden, da der Abperleffekt sehr schnell nachlässt. Anders verhält es sich bei den Nano-Lack Versiegelungen. Hier verbinden sich die kleinen, feinen Nanopartikel und deren Komponenten fest mit der Oberfläche und bewirken so langfristig den ersehnten Effekt.

Nano-Lack – Anwendungsgebiete

Nano-Lack haftet auf nahezu allen Oberflächen. Wobei man auf Leichtmetallen wie Aluminium, Edelstahl und Magnesium die besten Ergebnisse erzielt. Die Haftung auf anorganischen Oberflächen, wie Glas oder Keramik ist sehr gut, allerdings wird hierbei eine Vorbehandlung der zu beschichtenden Oberflächen erforderlich. Auf Kunststoffen ist die Haftung zwar unkompliziert, die Komponenten sollten aber für jeden Polymertyp genau angepasst werden.

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