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Microfasern

Bei Microfasern gibt es deutliche Unterschiede. Lesen Sie hier welche Arten Microfasern es gibt, welche Microfaser für welchen Zweck geeignet ist und was Sie generell wissen sollten über Microfasern.

Microfaser – Allgemeines

Die Microfasern haben den textilen Markt in den vergangenen Jahren regelrecht erobert. Sie ist mittlerweile in fast allen Lebensbereichen zu finden, sei es bei der Bekleidung, bei den Heimtextilien oder auch im Bereich der Reinigungssysteme.

Microfaser – Feinheit

Der Begriff Microfaser wird als Sammelbegriff für feinste Fasern verwendet. Hierbei spielt die Art der Faser keine Rolle. Als Microfaser werden Fasern bezeichnet, die 0,9 Denier oder weniger haben. Das Denier ist eine Maßeinheit und gibt darüber Auskunft, wie fein eine Faser ist. So bedeutet beispielsweise 1,0 Denier, dass 10 Kilometer Faden des betreffenden Stoffes gerade einmal 1 Gramm auf die Waage bringen. Das entspricht etwa einem Hundertstel eines menschlichen Haares. Die heute im Handel vertriebenen Microfasern haben in der Regel 0,5 bis 0,6 Denier, sind also noch einmal die Hälfte hiervon. Das Maß eines Seidenfadens hingegen liegt bei ca. 1,2 bis 1,3 Denier.

Microfaser – Besonderheit

Da die Microfaser so fein ist, müssen hier sehr viele Fasern zusammengefügt werden, um einen Faden zu erzeugen. Dies führt zu einer sehr großen Dichte sowie zu einer größeren Fadenoberfläche.

Microfaser – Eigenschaften

Bekleidung / Heimtextilien
Die Besonderheit, dass die Microfaser eine gegenüber anderen Materialien sehr große Fadenoberfläche aufweist, hat den Vorteil, dass nach dessen Einfärbung die Farben kräftiger und strahlender aussehen. Textilien aus Microfasern wirken demnach, je nach Farbeinsatz, frischer.
Durch die Feinheit der Fasern bzw. der Fäden der Microfaser können diese sehr eng zusammengewebt werden. Dies hat den Vorteil, dass hiermit Stoffe für winddichte und wasserfeste Kleidung hergestellt werden können. Da sich aber immer noch kleinere Abstände zwischen den einzelnen Fäden befinden, ist dieser Stoff dennoch atmungsaktiv und kann so die entstehende Feuchtigkeit auf der Haut nach außen ableiten.
Die Microfaser hat auch den Vorteil, dass diese sehr viel Feuchtigkeit aufnimmt. So wird sie auch gerne für Sportlerkleidung verwendet, da sie hier weitaus mehr Schweiß aufnehmen kann, als beispielsweise Stoffe, welche aus Baumwolle gearbeitet wurden. Das unangenehme Nässegefühl während des Trainings wird so vermieden, da die Haut quasi "trocken gehalten" wird.
Diese Eigenschaft war auch der Grund dafür, dass sich Badtextilien aus Microfasern durchgesetzt haben.
Ein weiterer Vorteil der Microfaser ist der, dass diese auch besonders für Allergiker geeignet ist, da sich in den Textilien Pollen oder Milben nicht festsetzen können, was sich gerade bei Bettwäsche oder Polsterbezügen sehr bewährt hat.
Stoffe, die aus Microfaser hergestellt wurden, sind sehr weich und erinnern bei dessen Berührung an Seide. Sie sind sehr pflegeleicht und müssen nach dem Waschen auch nicht gebügelt werden. Durch ihre Beschaffenheit haben sie des weiteren auch die Eigenschaft, sich nicht zu verziehen, sondern bleiben stets in Form. Das unschöne Peeling, wie bei Naturstoffen oftmals nach einigen Wäschen unausweichlich, unterbleibt bei Microfasern ebenfalls. Die Textilien, die aus Microfasern hergestellt werden, bleiben somit langfristig schön und formstabil.

Reinigungsbereich
Dadurch, dass die Microfaser sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen kann, macht sie im Haushalt sehr nützlich. Sie kann beispielsweise bis zu fünfmal soviel Wasser aufnehmen wie Baumwollfasern. Aber nicht beim Abtrocknen oder Aufsaugen von Flüssigkeiten, wie bei der Reinigung von Böden sind Microfasertücher sinnvoll, sie haben auch sehr gute Reinigungseigenschaften. Durch die große Anzahl an Fasern können diese Tücher besonders viel Schmutz aufnehmen, was den Einsatz von speziellen Reinigungsmitteln teilweise sogar überflüssig macht. Die Tücher geben den aufgenommen Schmutz auch wieder fast ohne Rückstände wieder ab, da sich dieser nicht festsetzen kann. Wenn die Tücher doch einmal durch sehr langen Gebrauch selbst verschmutzt sind, können diese auch ohne weiteres in der Waschmaschine gewaschen werden, ohne an ihrer Reinigungskraft einzubüsen. Die Tücher können so unzählige Male verwendet werden.

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