B2B - von A bis Z

Metalldetektor

Metalldetektor, auch Metallsuchgerät genannt, ist ein Gerät zur Lokalisierung von Metallteilen, Rohrleitungen und elektrischen Leitern. Wer schon einmal geflogen ist, kennt die pfeifenden Metalldetektoren auf den Flughäfen, die zur Personenkontrolle eingesetzt werden und das Auffinden von metallischen Gegenständen ermöglichen. Auch um nach historischen Schätzen zu suchen wird ein Metalldetektor eingesetzt. Wo ein Metalldetektor Sinn macht und welche Verfahren es gibt lesen Sie hier.

Metalldetektor – Einsatzgebiete

  • Einen Metalldetektor können Sie im Haus einsetzen, um z.B. in der Wand liegende Wasser- und Gasrohre zu finden.
  • Metalldetektoren werden bei Ausgrabungen oder zur Schatzsuche eingesetzt. Je nach Meßverfahren, Sonderbauform und Geräteempfindlichkeit erreichen Detektoren Eindringtiefen von mehreren Metern.
  • Auch auf Rockkonzerten oder bei Fußballspielen werden Personen mit Metalldetektoren nach Waffen abgesucht.
  • Um Maschinen vor metallischen Fremdkörpern zu schützen oder die Metallfreiheit von Lebensmittelprodukten zu garantieren, werden Fest eingebaute Metalldetektoren in industriellen Produktionsprozessen eingesetzt.

Metalldetektor – Das Grundprinzip

Metalldetektoren gibt es in verschiedenen Ausführungen, mit verschiedenen Arbeitsweisen, jedoch haben alle ein gemeinsames Grundprinzip. Es gibt zwei Arten Detektoren, mit nur einer Spule oder mit einer getrennten Sende- und Empfangsspule.
Die Spule wird von Wechselstrom durchflossen, dadurch wird ein magnetisches Wechselfeld hervorgerufen. Wenn dieses Feld auf einen metallischen Gegenstand trifft, bewirkt es einen Induktionsstrom, der so gerichtet ist, dass er die Ursache seiner Entstehung zu hemmen sucht. Der Strom fließt so, dass er ein Magnetfeld erzeugt, welches dem der Spule entgegengerichtet ist. Dieses vom metallischen Gegenstand stammende, magnetische Wechselfeld erzeugt in der Spule des Metalldetektors eine Spannung, die elektronisch ausgewertet wird.

Metalldetektor – Detektionsverfahren

Metalldetektoren unterscheiden sich durch die Wahl von Sendefrequenzen, Spulengrößen und –abständen.

  • BFO-System, hier arbeiten zwei Oszillatoren. Der erste Oszillator erzeugt eine feste stabilisierte Frequenz. Der zweite erzeugt eine veränderliche Frequenz, hierbei bildet die Suchspule einen Teil des Schwingkreises. Beide Frequenzen überlagern sich, und der dabei entstehende Differenzfrequenzton ist im Lautsprecher des Metalldetektors zu hören. Bewegt man die Suchspule in die Nähe eines metallischen Gegenstandes, führt dies zur Beeinflussung der Frequenz des zweiten Oszillators, im Lautsprecher ändert sich die Tonhöhe.
  • TR-System, hier arbeitet ein Oszillator, der die Suchspule mit einer Frequenz speist. Eine zweite Spule dient als Empfänger. Bewegen Sie die Suchspule in die Nähe eines metallischen Gegenstandes, führt es zu Änderung der Kopplung zwischen den beiden Spulen, die Schwingungsweite der Empfängerspule ändert sich. Bei der Aufbereitung des Signals wird ein Grundton in seiner Lautstärke geändert, den Sie über einen Lautsprecher des Metalldetektors hören. Vorm Einsatz sollten Sie den Metalldetektor sorgfältig auf Bodenverhältnisse abstimmen. Diese Metalldetektoren reichen aus, um Ringe, Schmuckstücke und Münzen am Strand, im Wald oder im Garten zu entdecken.
  • Das PI-System, hier arbeitet ein Impulsgenerator, der die Suchspule mit einem Stromimpuls beaufschlagt. Das hierbei erzeugte Magnetfeld dringt in den Boden ein. Metallische Gegenstande die sich dort im Boden befinden, werden in sekundären Magnetfeldern ausgewertet, die Suchspule arbeitet hierbei als Empfänger. Die schwachen Signale aus den sekundären Magnetfeldern erfordern einen beachtlichen Auswerteaufwand. Dennoch ist es möglich die Tiefe georteter Metalle zu bestimmen. PI-Systeme werden oft im Meerwasser von Archäologen und professionellen Schatzsucher eingesetzt.

Kommentar abgeben