Ausbildung & Fortbildung

Logopädie Ausbildung

Logopädie – Berufsbild
Die Logopädin bzw. der Logopäde ist die Anlaufstelle von Patienten, welche unter Störungen leiden, die beispielsweise auf die Zeit der Sprachentwicklung zurückzuführen sind. Aber auch Patienten, welche einen Schlaganfall hatten und wieder erst sprechen lernen müssen oder am Kehlkopfoperierte gehören zu den Patienten, denen Logopäden helfen.
Weitere Behandlungsfelder sind Schluckstörungen, Stimm- und Sprachstörungen wie Stottern, Poltern und so weiter.
Durch spezielle mit dem behandelnden Arzt abgestimmte Therapiemaßnahmen helfen sie den Patienten durch Atem- und Entspannungsübungen, die Störung zu überwinden.
Logopädie – Voraussetzungen
Um den Beruf des Logopäden bzw. der Logopädin erlernen zu können, sollte der Bewerber mindestens 18 Jahre alt sein.
Die künftigen Arbeiter verlangen neben einem mittleren Schulabschluss hier relativ gute Noten in Deutsch und Biologie, da diese Fächer später berufsbegleitend intensiviert werden. Aber auch Hauptschüler, die eine Berufsausbildung bereits absolviert haben, können sich als Logopäde bzw. Logopädin ausbilden lassen.
Außerdem verlangen einige Schulen einen Eignungsnachweis, der von einem Phonetiker ausgegeben wurde.
Ein tadelloses Führungszeugnis, ausgestellt von der Polizei, ist bei diesem Beruf ebenfalls unumgänglich.
Logopädie – Ausbildungsinhalte
Die theoretische Ausbildung zum Logopäden findet an einer speziellen Berufsfachschule mit ca. 1740 Unterrichtsstunden statt. Den praktischen Teil absolvieren die Auszubildenden bei unterschiedlichen Praxisstellen wie Kliniken, logopädischen Praxen oder Rehabilitationseinrichtungen mit insgesamt 2.100 Stunden.
Auf dem Ausbildungsplan stehen unter anderem:
  • Therapieplanung
  • Befunderhebung
  • Phoniatrie einschließlich Hals-, Nasen, Ohrenheilkunde
  • Neurologie
  • Psychiatrie
  • Pädagogik und Sonderpädagogik
  • Phonetik
  • Linguistik
  • Stimmbildung
  • Sprecherziehung
  • Pathologie
  • Pädiatrie und Neuropädiatrie
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • Kieferorthopädie
  • Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
  • Audiologie und Pädaudiologie
  • Soziologie
  • Berufs-, Gesetz- und Staatsbürgerkunde
Logopädie – Ausbildungsdauer
Die Ausbildung zur Logopädin bzw. zum Logopäden dauert 3 Jahre.
Logopädie – Ausbildungskosten 
Die Ausbildungskosten muss der Auszubildende in der Regel selbst tragen. Je nach Schule muss hier mit Kosten von durchschnittlich 650 Euro gerechnet werden, wobei aber auch noch Lehrmittel und Prüfungsgebühren teilweise hinzugerechnet werden müssen.
Da der Beruf des Logopäden ein staatlich anerkannter Beruf ist, kann von es von Seiten des Jobcenters eventuell Unterstützung geben.
Logopädie – Berufsaussichten / Gehalt
Logopäden finden beispielsweise in Kliniken, größeren Wohnheimen für Behinderte und/oder ältere Menschen sowie auch in privaten Logopädie-Praxen eine Anstellung. Aber auch ambulante Besuche bei den Patienten sind möglich. Schon jetzt scheint es einen großen Bedarf an Logopädinnen bzw. Logopäden geben, wenn man sich die Wartezeiten anschaut, bis die Patienten ihren ersten Termin bekommen können.
Nach der Ausbildung kann die Logopädin bzw. der Logopäde mit einem durchschnittlichen Anfangsgehalt von 2.500 Euro rechnen.
Logopädie – Weiterbildungsmöglichkeiten
Schon während der Ausbildung zur/zum Logopädin/Logopäden können sich diejenigen Auszubildenden, die über ein Abitur oder die Fachhochschulreife verfügen, für das Studium Bachelor of Arts (B.A.), Medizinalberufe einschreiben.

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