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Lochblech

Lochbleche kommen in den unterschiedlichsten Formen und Anwendungsbereichen. Lesen Sie hier welche Arten Lochblech es gibt, was ein gutes Lochblech ausmacht und was Sie generell wissen sollten zum Thema Lochblech.

Lochblech

Lochbleche werden in hundert verschiedenen Ausführungen angeboten. Einsatzbereiche, Maschinen und Fahrzeugbau, Elektroindustrie, Energiewirtschaft, Nahrungsmittelindustrie, im Hoch und Tiefbau bis hin zum Außen und Innenausbau sowie im Bereich des Kunstgewerbes. Als Werkstoff zur Herstellung werden normalerweise Edelstahl, unlegierter Stahl und NE-Metalle wie Aluminium, Messing, Kupfer usw. verwandt. Gängige Formen sind Rundlochbleche, mit einer abwechselnden Anordnung im 45°-, 60°-und 90°-Winkel, Quadratlochbleche mit paralleler oder versetzter Lochordnung und Dessinblech mit Zierloch meist auf Sonderbestellung. Lochbleche werden zum, schützen, abschirmen, umhüllen, zum Schall dämmen, beim Trocknen, Lüften, Rösten und als Tragfläche genutzt. Hergestellt werden Lochbleche auf Schritt- bzw. Streifenpressen, Stanz- Nippelautomaten oder auch Breitpressen mit unterschiedlichen Werkzeugbreiten. Breitenpressen werden für Großserien eingesetzt, sie bringen in einen Arbeitsgang Löcher in großer Breite (bis 1500 mm) in einem Blech ein, Streifenpressen lochen schmale Lochfelder in Bleche bis 20 mm Dicke und Stanz- Nibbelautomaten ermöglichen die Herstellung von komplizierten Lochbildern mit wechselnden Lochungen und Konturen. Solche Lochpressen arbeiten mit einem Druck bis zu 500 Tonnen. Elektronische Steuerungen sorgen dabei für höchste Genauigkeit. Gelochte Bleche werden von Spezialbetrieben in Großserien oder als Tafeln für Einzelaufträge hergestellt.

Lochblech – Lochblechabmessungen

Lochweite w:
Die Lochweite kann als das kleinste Maß für die Lochöffnung definiert werden.

Lochweite t:
Dies ist die Benennung für den Mittenabstand (Achs-Abstand) von zwei benachbarten Löchern. Die DIN-Norm kennt nur die Teilung als Begriff für den Lochabstand.

Stegbreite c:
Dies ist die Benennung für den kleinsten ungelochten Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Löchern.

Relative freie Lochfläche Ao%:
Sie ist definiert als der prozentuale Durchlass, bezogen auf ein Loch mit angrenzenden halben Stegbreiten, d.h. ohne Berücksichtigung der Ränder.

Sonderlochformen:
Sonderlochformen sind im Wesentlichen an die DIN angelehnt, aber bei jedem Lochblechhersteller können sie unterschiedlich sein, z.B. Doppelnasenlochung, Schlitzbrückenlochung, Schuppenlochung, Sechskantlochung, Wildlochung, Pyramidenprofil, Fischgrät usw.

Lochblech – Einsatzgebiete

Im Baubereich (Außen und Innenausbau) :
Trennwände, Tore, Balkongitter, Treppengeländer, als Lüftungsgitter in Fenster und Türen, als Regalböden, als Verbindung mit Beton- und Stahlkonstruktionen, als Schallschluckdecken und Wände, als Werbemittel, in der Innendekoration usw.

Im landwirtschaftlichen und industriellen Bereich:
Als Rasten, Siebe, Kollergangplatten oder Schüttelböden, als tragende Böden bei der Heißlufttrocknung von Keramik als Lüftungsfilter zum Überhitzungsschutz von Motoren und Maschinen als Filterelement in Meerwasserentsalzungsanlagen usw.

Im dekorativen und künstlerischen Bereich:
Lochbleche bieten ungeahnte Gestaltungsmöglichkeiten, man findet sie sogar als Materialgrundlage für Kunstobjekte. Reizvoll hierbei ist die Verbindung von direkten und indirekt einfallenden Licht.

Lochblech – Kauf

Spezialanbieter in der Blech verarbeitenden Industrie bieten eine Vielzahl von Fertigprodukten für spezielle Anwendungsgebiete an sowie maßgeschneiderte Lochblechprodukte. Im Internet findet man die richtigen Kontakte und hat somit die Möglichkeit die Preise des gewünschten Lochblechs und deren Lieferbedingungen (Frachtkosten) ausgiebig zu vergleichen und abzuwägen. Teilweise locken Hersteller mit Aktionsangeboten und Sonderverkäufen. Empfehlenswert sind besonders Betriebe mit TÜV Zertifikat.

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