Alternative Medizin

Lichttherapie

Lichtmangel – besonders in den Wintermonaten – kann zu Unwohlsein bis hin zu Depressionen fÜhren. Mit einer Lichttherapie fÜhren Sie Ihrem KÖrper das fehlende Licht zu. Dabei werden zur Lichttherapie spezielle Lampen eingesetzt. Unsere EinfÜhrung zum Thema Lichttherapie.

Lichttherapie – Übersicht

FÜhlen Sie sich manchmal erschÖpft und phasenweise vÖllig antriebslos und das besonders in den Wintermonaten? Dann teilen Sie mÖglicherweise ein Leiden, das in der nassen und dunklen Jahreszeit viele Menschen in Deutschland betrifft. Die Monate Oktober bis März drÜcken vielen Menschen auf das GemÜt. Einige stÜrzen sogar in eine tiefe depressive Phase, die Winterdepression, auch saisonal abhängige Depression (SAD) genannt. Studien haben ergeben, dass zu wenig Licht eine solche Winterdepression auslÖsen kann. Eine SAD bessert sich oft merklich, wenn die Betroffenen täglich ausreichend „Licht tanken“. Hier erfahren Sie, was eine Winterdepression (SAD) ist und welche Formen der Lichttherapie es gibt.

Lichttherapie bei Winterdepression – Die Symptome einer Winterdepression (SAD)

Auffällig bei einer Winterdepression ist, dass die Betreffenden meist nicht nur unter klassischen Depressionssymptomen wie Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und schlechtem SelbstwertgefÜhl leiden, sondern häufig auch unter extremer MÜdigkeit und Heißhunger (meist auf SÜßes). Gelegentlich kommt es auch zu Angstzuständen. Etwa jeder FÜnfte ist in unseren Breitengraden davon betroffen – viermal so viele Frauen wie Männer. Typisch fÜr die Winterdepression ist, dass sie meistens jedes Jahr im Herbst wiederkehrt und im FrÜhjahr verschwindet.

Lichttherapie bei Winterdepression – Zu wenig Licht und Serotonin

Die Winterdepression wird durch einen Lichtmangel ausgelÖst. Dieser fÜhrt zu einer erhÖhten Produktion des schlafregulierenden Hormons Melatonin im KÖrper. Gleichzeitig wird weniger vom stimmungs-, appetit- und energieregulierende Hormon Serotonin ausgeschÜttet.

Lichttherapie – Was geschieht bei einer Lichttherapie?

In Kliniken fÜr psychosomatische Medizin kÖnnen die Patienten die Lichttherapie selbstständig vornehmen. Die Lichttherapie nimmt jeden Tag 30 Minuten in Anspruch und dauert in der Regel drei Wochen. Dabei werden spezielle Lampen (Lichtduschen) eingeschaltet mit 10.000 Lux Beleuchtungsstärke. Zum Vergleich: Ein trÜber Wintertag hat etwa 1.000 Lux. Der Abstand der Augen zur Lampe sollte etwa 50 Zentimeter betragen. Die Mitte der Leuchtfläche sollte ungefähr in AugenhÖhe sein.

Lichttherapie – Was ist eine Farblichttherapie?

Bei der Farblichttherapie bzw. Farbtherapie (Chromotherapie) wird die psychologische Wirkung von Farben genutzt, um Krankheiten vorzubeugen oder kÖrperliche und psychische Probleme zu behandeln. Der Patient wird bei der Farbtherapie mit farbigem Licht bestrahlt. GrÜnes Licht soll die Kreativität fÖrdern, Gelbes Licht soll entspannen und steht fÜr Heiterkeit, Blau lindert Schmerzen und fÖrdert die Heilung und RottÖne sollen stimulierend und vitalisierend wirken. Die Farb-Therapie wird in erster Linie bei Winterdepressionen, psychologischen StÖrungen, Hautkrankheiten und zur Stimulierung des Immunsystems angewandt.

Lichttherapie – Kann ich eine Lichttherapie auch zu Hause machen?

Eine Lichttherapie kann zu Hause durchgefÜhrt werden. Sorgen Sie fÜr eine mÖglichst helle Wohnung. Benutzen Sie Tageslichtlampen oder Vollspektrumlicht, das sind spezielle Lampen mit hoher Wattzahl, die fÜr Lichtverhältnisse sorgen, die dem Tageslicht ähneln, und sparen Sie nicht am Strom. Auch wenn Schummerlicht (Kerzenschein) noch so beschaulich wirken mag, fÜr Ihre Stimmung kann es Gift sein. Gestalten Sie Ihre Wohnung hell und freundlich, indem Sie diese entsprechend streichen oder tapezieren. Benutzen Sie Überwiegend helle Stoffe und MÖbel.Halten Sie sich tagsÜber mÖglichst in der Nähe von Fenstern auf. Gehen Sie jeden Tag wenigstens 30 bis 60 Minuten draußen im Hellen spazieren (mÖglichst um die Mittagszeit). Dort herrscht selbst an einem wolkigen Wintertag eine Lichtstärke von 2.000 Lux (während Wohnräume selten mehr als 100 Lux aufweisen). Tragen Sie im Freien keine Sonnenbrille!

Lichttherapie – Was kostet ein Lichttherapiegerät?

Fragen Sie zusätzlich Ihren Arzt, ob er Ihnen zum Kauf eines Lichttherapiegerätes rät. Geeignete Geräte kosten nach Einschätzung durchschnittlich 400 und 800 Euro und liefern (je nach Preis) Licht im Bereich von 2.500 bis 10.000 Lux. Bei den teureren Geräten kann man die Lichtstärke verringern, indem man einen grÖßeren Abstand zur Lichtquelle wählt. Lichttherapiegeräte liefern „weißes“ Licht und filtern schädliche UV-Anteile heraus. Je „weißer“ das Licht ist, um so gÜnstiger wirkt es. Nach einer EinzelfallprÜfung Übernehmen die Krankenkassen gelegentlich zumindest anteilig die Kosten. Ein verbindlicher Anspruch besteht jedoch nicht.

Lichttherapie – Wie wendet man ein Lichttherapiegerät an?

Nehmen Sie täglich und zwar mÖglichst morgens (alternativ: abends) ein Lichtbad, wenn Sie Über ein Lichttherapiegerät verfÜgen. Während Sie sich der Lichtquelle zuwenden und die Augen geÖffnet halten, kÖnnen Sie lesen, essen, fernsehen oder anderen Beschäftigungen nachgehen. Dabei sollten Sie allerdings auf die beleuchteten Flächen blicken. Die Anwendungsdauer hängt von der Lichtstärke ab (bei 2.500 Lux werden bis zu zwei Stunden, bei 10.000 Lux 25 bis 45 Minuten empfohlen). Ermitteln Sie individuell, welche Dauer Ihnen gut tut. Mit einer Wirkung kÖnnen Sie oft schon nach vier bis fÜnf Tagen rechnen. Sollte sich nach zwei bis drei Wochen kein Effekt zeigen, sind Zweifel an der Diagnose SAD gerechtfertigt.

Lichttherapie – Welche Nebenwirkungen kann eine Lichttherapie haben?

Beachten Sie: Wie jede wirksame Behandlung hat auch „Lichttherapie“ mitunter Nebenwirkungen. Zu Ihnen gehÖren leichte Kopfschmerzen, SchlafstÖrungen und Augenreizungen. Verzichten Sie bei Fieber und Ausschlägen auf Lichtbäder. Halten Sie RÜcksprache mit Ihrem Hausarzt, wenn Sie Arzneimittel einnehmen, da diese manchmal eine LichtÜberempfindlichkeit bewirken kÖnnen (zum Beispiel Lithium, Johanniskraut, Melatonin). Manisch-depressiv Kranke sollten Lichttherapie nur nach RÜcksprache mit einem Arzt anwenden. Lassen Sie sich vor dem Beginn einer Lichttherapie von einem Augenarzt beraten, wenn Sie unter Augenerkrankungen leiden

Lichttherapie – Die Lichttherapie ist eine Therapie ohne Medikamente

Die Lichttherapie hat sich bewährt, um den Serotoninstoffwechsel ohne Medikamente anzukurbeln. Erfahrungswerte zeigen, dass die Lichttherap
ie bei rund 80 Prozent der Patienten anschlägt. Die stimmungsaufhellende Wirkung des Lichtes muss Über die Augen erfolgen, deshalb kÖnnen Sonnenbänke oder HÖhensonne keine Winterdepression behandeln.
„Winterdepressive“ profitieren meist nicht nur von „Lichtbädern“, sondern auch von sportlichem Engagement. Letzteres bringt offenbar den „schlafenden“ Stoffwechsel in Schwung.

3 Kommentare

  • Ein Lichtwecker ist sicher eine nette Sache, er kann aber eine vernÜnftige Lichttherapie nicht ersetzen. Bei der Lichttherapie kommt es nicht nur auf die Lichtstärke (Lux) an. Sondern, leihenhaft gesagt auf den Helligkeitseindruck, und das Spektrum der verwendeten Leuchtmittel. Normale Lampen erscheinen oft auch Weiß, das Licht besteht aber oft nur aus wenigen Wellenlängen. Geeignet sind Geräte die echte Vollspekturmlampen verwenden wie z.B. medilight http://www.medilight-onlineshop.de Bei billigen Geräten ist oft auch der Aufbau (Streuscheibe …) nicht entsprechend ausgeklÜgelt.

  • guten tag, bitte um einen rat, welchen lichtwecker sie empfehlen wÜrden, wenn mindestens 2500 lux ratsam sind. vielen dank.

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