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Laserschneiden

Beim Laserschneiden wird ein fokussierter Laserstrahl auf ein Werkstück (plattenförmiges Material meist Metallbleche, seltener auch Holzplatten und vergleichbare Materialien) gerichtet. Das Laserschneiden gehört neben dem Plasma-und Autogenschneiden zu den thermischen Trennverfahren, das mittels eines fokussierten Hochleistungslaser, also entsprechende Gaslaser (meist der CO2-Laser) oder auch Festkörperlaser zum Einsatz kommt.

Leserschneiden – Vorteile

Laserschneiden ermöglicht durch eine minimale Wärmeeinflusszone einen geringeren Werkstückverzug, dank hoher Prozessgeschwindigkeit. Eine hohe Schneidgeschwindigkeit, welche durch die ständige Weiterentwicklung immer stärkerer Laserquellen laufend erhöht wird, sowie eine geringe Rauigkeit der Schnittflächen im Vergleich zu anderen thermischen Trennverfahren. Man erreicht N12 bis N7, wobei die Rauigkeit abnimmt, je dünner z.B. das Blech ist. Das Laserschneiden kommt vor allem zum Einsatz  bei besonders hohen Anforderungen an die Bauteilgenauigkeit,  bei sehr komplexen Bauteilkonturen und wenn absolut rechtwinklige Schnittkanten gefordert sind.

Laserschneiden – Verfahren

Man unterscheidet zwischen 3 verschiedenen Varianten: Laser- Brennschneiden, Laser-Schmelzschneiden und Laser-Sublimierschneiden.

Laser-Brennschneiden

Beim Laser-Brennschneiden  wird der Werkstoff bis zu einer bestimmten Temperatur erhitzt, ein mitgeführtes reaktionsfähiges Gas (Sauerstoff) bringt es dann zur Entzündung. Laser-Brennschneiden bezeichnet das Schneiden von Metallen mittels Laser durch eine lokale Erwärmung des Materials über seinen Schmelzpunkt im Brennpunkt des fokussierten Laserstrahls. Die erzeugte Schmelze wird durch ein koaxial zum Laserstrahl geführtes Gas ausgetrieben, sodass eine Schnittfuge entsteht. Speziell bei höher legierten Stählen und Aluminium wird typischerweise ein inertes Gas (Stickstoff, Argon) als Schneidgas verwendet. Das Verfahren eignet sich vorwiegend für Baustähle, weniger für CrNi-Stähle.

Laser-Schmelzschneiden

Beim Laser-Schmelzschneiden wird der Werkstoff  erhitzt, bis es schmilzt. Die Schmelze wird aus der Schnittfuge getrieben. Laserschmelzschneiden wird heute industriell bis zu 25 mm Materialstärke eingesetzt, wobei zu beachten ist, dass bei steigender Materialstärke eine angemessene Schnittfugenbreite zum Austreiben der Schmelze zu berücksichtigen ist. Sowohl CO2- als auch Nd:YAG-Laser eignen sich grundsätzlich für diese Applikation. Das Laserschmelzschneiden eignet sich besonders für CrNi-Stähle oder Aluminium, da es dort oxidfreie, metallisch blanke Schnittkanten ergibt.

Laser-Sublimierschneiden

Beim Laser-Sublimierschneiden wird der Werkstoff verdampft und von einem inerten Gas weggeblasen. Durch den Dampfdruck des Metallgases entsteht ein Dampfkappilar, der den Laserstrahl tief ins Material eindringen lässt. Diese Verfahrensvariante ist mehr auf nichtmetallische Werkstoffe wie Holz, Papier, Keramik oder Kunststoff beschränkt.

Leserschneiden – Dienstleister

Das Werkzeug "Laser" ist überall da eine wirtschaftliche Alternative, wo es auf ein schnelles, hoch präzises Schneiden ankommt. Selbst wechselnde und komplexe Geometrien sind mit dieser Schneidtechnik problemlos zu bewerkstelligen. Bei der Wahl eines Dienstleisters ist es wichtig für eine bestimmte Schneidaufgabe oder ein Schneidaufgabenspektrum das richtige Verfahren auszuwählen. Hier empfiehlt sich eine Einzelfallanalyse bei dem gewählten Dienstleister. Folgende Punkte müssen dabei berücksichtig werden:

Werkstoffe, Blechdicken, Qualitätsansprüche, Wirtschaftlichkeit, die sich nicht auf den reinen Vergleich der Schnittmeterkosten reduzieren lässt, sondern auch abhängig ist von Losgröße, Betriebsabläufen und eventuell notwendigen Nachbearbeitungskosten. Das Internet bietet eine große Auswahl an Dienstleistern für alle Schneidaufgaben.

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