Wohnen

Laminat-Restposten

Laminat verkauft sich fast viermal so gut wie Fertigparkett. Es ist robust, pflegeleicht und lässt sich saugen oder wischen. Aber vor allem die leichte Verlegetechnik, das vorteilhafte Klicksystem, hat maßgeblich die Beliebtheit des Laminats erhöht. Da Laminat immer mehr den traditionellen Teppichboden verdrängt, suchen immer mehr Verbraucher günstige Angebote für Laminat. Aus diesem Grund bieten Fachanbieter, Händler und Großhändler, Laminat Restposten an, die meist weit unter den regulären Preisen des Handels liegen. Diese Restposten sind teilweise hochwertige Auslaufmodelle, Rückläufer (Warenrückgänge von Großabnehmern) oder Laminat aus Überproduktionen.

 

Laminat-Restposten – Beschaffenheit und Optik

Laminat wird aus mehrlagigen, duroplastischen Kunststoff hergestellt, der durch Verpressen und Verkleben mindestens zweier Lagen gleicher oder verschiedener Materialien entsteht. Im Aufbau besteht ein Laminatpaneel aus einer Trägerplatte, in der Regel HDF, auf der Oberseite aus einem dekorativen Melaminharzfilm mit einer darüber liegenden Melaminharzoberfläche als Schutz. Die obere imprägnierte Nutzschicht gibt es im Dekor, Holz, Keramik oder Stein. Das beliebteste Laminat beim Verbraucher ist das so genannte Holzlaminat, dessen optische Beschaffenheit sich in der Regel an Parkett-Normungen orientiert. Das heißt: Der Begriff „Natur“ beschreibt z.B. Oberflächen ohne auffallende Struktur- und Farbunterschiede. „Gestreift“ ist Laminat, wenn zwar fester Splint erkennbar ist, aber keine groben Strukturunterschiede und der Begriff „Rustikal“ steht für eine betonte Holzstruktur, Äste und lebhafte Farben. Das Laminat wird je nach Beanspruchung in Nutzungsklassen eingeteilt, von 21-23 für Wohnbereiche und 31-33 für gewerbliche Bereiche.

Beispiel: Nutzungsklasse 23 für Wohnbereiche mit intensiver Nutzung wie Flur und Diele, Nutzungsklasse 31 für gewerbliche Bereiche mit geringer oder zeitweiser Beanspruchung. Je höher die Zahl, desto intensiver kann das Laminat beansprucht  werden.

Wichtig: Stehendes Wasser und dauerhafte Feuchtigkeit ist für Laminat tödlich. Für Bad und Keller ist Laminat deshalb nicht geeignet.

Laminat-Restposten- Klicksysteme

Der Vorteil der Klicksysteme ist, das die Paneele später einfach entfernt werden können, etwa für einen Umzug. Ein wichtiger Punkt bei einer Mietwohnung. Das Verlegen selbst mit dem Klicksystem ist auch für den Laien möglich, ohne große Vorkenntnisse. Infos zum Verlegen gibt es in Baumärkten, Büchern und Fachgeschäften oder beim Händler, bei dem man das Laminat erworben hat. Der Nachteil von Klickverbindungen kann bei langjähriger Belastung ein gewisses Ausleiern sein, was ein Wiederverwenden unmöglich macht. Die Alternative, Laminat, das sich verleimen lässt, in diesen Fall schützt der Leim die Fugen gleichzeitig gegen Feuchtigkeit. Achtung: Für Klicksysteme mit imprägnierten Kanten ist Leim jedoch ungeeignet. Beachten Sie in diesen Zusammenhang die Hinweise des Anbieters.

Laminat-Restposten – Kauf

Vor den Kauf sollte das Zimmer in dem das Laminat verlegt werden soll genaustens ausgemessen werden. Berechnen Sie auf jeden Fall eine Verschnittzugabe. Faustregel: + 7 % der Legefläche. Beispiel: bei 15 qm Legefläche, 1 qm Verschnittzugabe. Laminatverlegung auf Fußbodenheizung ist grundsätzlich möglich, jedoch muss das Laminat ausdrücklich für die Verlegung auf Fußbodenheizung geeignet sein. Da Laminat sehr dünn ist, übertragen sich Unebenheiten relativ schnell, daher muss der Untergrund eben, trocken und fest sein. Achten Sie beim Versandt von Laminat auf die entstehenden Lieferkosten, ein nicht unerheblicher Kostenfaktor.

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