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Lackieranlagen

Lackieranlagen gibt es in sehr unterschiedlichen Arten und Einsatzzwecken. Lesen Sie hier welche Arten Lackieranlagen es gibt, was eine gute Lackieranlagen aus macht und worauf Sie generell achten sollten bei einer Lackieranlage.

Lackieranlagen

Lackeranlagen dienen dem Aufbringen von Lack auf geeignete Untergründe.
Man findet sie in der PKW Industrie und Karosseriebau, im LKW-, Groß- und Schienenfahrzeugbau, in der Industrie und im Handwerk. Hier werden Teile aller Größen, Formen und Materialien lackiert. Je nach Anforderungen werden in Lackieranlagen Spritz- und Trockenzonen sowie Vorbehandlungs-, Ionisierungs- und Abdunst-/Abkühlzonen integriert. Als Beschichtungsverfahren werden Druckluft zerstäubende Spritztechnik (konventionell oder HVLP/LVLP nebelreduziert), Airless- oder luftunterstützte Airless- (Air Combi) Systeme, Fließ-, Tauch-, Pulverbeschichtungs- und Elektrostatik-Verfahren eingesetzt. Als Trocknungsverfahren werden je nach Produkt- und Lackeigenschaften konventionelle Umlufttechnik, Infrarot-, Ultraviolett- oder Induktionstrocknung bei Metallteilen eingesetzt. Für manuelle Lackierarbeiten, als auch zum Einsatz in Lackierautomaten kommen Spritzstände, -Wände und Kabinen zum Einsatz. Sie gibt es in unterschiedlichen Größen und Ausführungen, von der mobilen Absaugeinrichtung bis hin zur fest installierten Spritzwand. Lackier- und Trockenkabinen sind einzeln und in kombinierter Form erhältlich, sodass in derselben Kabine lackiert und auch getrocknet werden kann. Durch einfaches Umschalten am Schaltschrank kann hierbei vom Spritzbetrieb in den Trocknungsbetrieb gewechselt werden. Bei serienmäßigen, große Produktmengen werden komplette Lackierstraßen eingesetzt. Die Produkte durchlaufen dabei z.B. Vorbehandlungs-, Lackier- und Trockenstationen. Der Transport erfolgt über ein entsprechendes vollautomatisches Transportsystem, wie z.B. Schienen- oder Hängeförderer. Herstellerfirmen bieten zu den Standardausführungen meist noch die Möglichkeit der maßgeschneiderten Sonderanlage für individuelle Kundenanforderungen. Folgende Techniken kommen in Lackieranlagen zum Einsatz, Randkettenautomaten, Rundtischautomaten, Flächenspritzautomaten und spezielle Systemlösungen.

Lackieranlagen – Randkettenautomaten

Randkettenautomaten werden vor allem bei großen Stückzahlen, bei der Rundumbeschichtung, bei mehreren Auftragschichten und langen Trockenzeiten, verwendet. Die zu beschichtenden Teile durchfahren, vollautomatisch auf den Spindeln einer Transportkette die verschiedenen Lackier- und Trockenstationen sowie im Bedarfsfall die Vorbehandlung-, abkühl und Ioisierungszonen. Entnommen werden die Teile fertig lackiert, nach dem sie die Ausdunst -und Trockenzone durchlaufen haben.

Lackieranlagen – Rundtischautomaten

Runtischanlagen sind für die Beschichtung unterschiedlichster Teile einsetzbar. Das zu bearbeitende Teil wird mit Hilfe von Spindelaufnahmen auf einen drehenden Rundtisch aufgesetzt. So befördert zur Spritzstelle (Durchlauf oder Taktverfahren) erfolgt eine gleichmäßige Beschichtung, von allen Seiten.

Lackieranlagen – Flächenspritzautomaten

Flächenspritzanlagen können für die Verarbeitung von nahezu allen Lacksystemen eingesetzt werden. Die Pistolenarten und Anzahl können abhängig vom Lacksystem und dem Qualitätsziel gewählt werden. Alle Maschinen können mit unterschiedlichen Förder- und Trocknungssystemen ausgerüstet und variiert werden. Sie kommen bei großflächigen Teilen zum Einsatz, die mit Hilfe von Seil-oder Kettenförderer durch eine variable Anzahl von Beschichtungs, Trocken und Kühlzonen befördert wird. Bei diesem System kommen auch Mehrachsenspritzgeräte und Spritzroboter zum Einsatz.

Lackieranlagen – Bestimmungen

Die europäische Richtlinie wurde durch die 31. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung am 25. August 2001 in deutsches Recht übernommen. Sie regelt alle Bereiche, in denen lösemittelhaltige Produkte hergestellt und verarbeitet werden. Damit sind alle Fahrzeugreparatur- und Lackierbetriebe verpflichtet, den Verbrauch von Lösemitteln zu senken. Der einfachste Weg, die gesetzlich vorgegebenen Ziele zu erreichen, eröffnet sich den Betrieben mit der Umstellung auf lösemittelarme Produkte, beispielsweise Wasserlacke. Doch es geht nicht nur um die Lösemittel in den Lacken. Auch andere Materialien, die in einem Lackierbetrieb Verwendung finden, insbesondere Reinigungsmittel, enthalten zum Teil einen hohen Anteil an Lösemitteln. Daher müssen Abfall und Abwasserverordnungen unbedingt vor den Einbau einer Anlage geprüft werden, um später hohe Umrüstungskosten oder sogar einen Abriss der Anlage zu vermeiden.

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