Technik

KVM-Switch

Der technische Fortschritt insbesondere im EDV-Bereich ist atemberaubend. Aber nicht nur die Möglichkeiten verändern sich, auch die Anforderungen an die Technik wachsen stetig. So kann es mittlerweile durchaus sein, dass man mehrere Rechner mit nur einer Tastatur, einem Monitor und einer Maus steuern möchte. Damit dies möglich wird, gibt es den so genannten KVM-Switch. Was Sie über einen KVM-Switch wissen sollten, erfahren Sie hier.

KVM-Switch – Einsatzbereiche

Im privaten Bereich können Sie KVM-Switches beispielsweise einsetzen, wenn Sie aus Sicherheitsgründen zum Surfen im Internet und für die Erledigung Ihrer E-Mails einen eigenen Rechner nutzen möchten. Das kann durchaus wichtig sein, wenn Sie mit diskreten Daten hantieren und sichergehen wollen, dass keine Unbefugten Zugriff auf Ihren Rechner bekommen. Ein KVM-Switch ist auch dann nützlich, wenn Sie einen Rechner zum Arbeiten und einem für Computerspiele verwenden, aber nicht genug Platz für zwei Monitore und die Eingabegeräte in doppelter Ausführung haben. Eine besondere Bedeutung erlangen KVM-Switches allerdings im Zusammenhang mit Netzwerken (sowohl im privaten, als auch im geschäftlichen Umfeld). Werden hier die einzelnen Rechner über einen KVM-Switch miteinander verbunden, hat der Systemadministrator die Möglichkeit, von seinem Arbeitsplatz aus die Wartung aller angeschlossenen Rechner zu übernehmen.

KVM-Switch – Aufbau und Arbeitsweise

Wenn Sie einen KVM-Switch richtig anschließen wollen, müssen Sie darauf achten, dass Monitor, Tastatur und Maus der Client-Rechner (also der Rechner, die Sie an den KVM-Switch anschließen möchten) mit dem KVM-Switch verbunden sind. Sie werden also nicht an den Rechner direkt angeschlossen. Je nach Bauart des KVM-Switches lassen sich auf diese Weise auch USB-Geräte und Soundboxen gemeinsam nutzen. Spezielle Anschlusskabel für die Video- und PS/2- oder USB-Signale verbinden die Client-PCs mit dem KVM-Switch. Ein Taster oder Drehregler erlaubt es Ihnen, schnell zwischen den einzelnen Client-Rechnern umzuschalten. Dieses Umschalten ist bei vielen Geräten auch durch den Einsatz von Hotkeys möglich. In diesem Fall müssen Sie lediglich eine vorher definierte Taste auf Ihrer Tastatur zweimal betätigen. Der KVM-Switch sorgt auch dafür, dass die Client-PCs nicht abstürzen, wenn diese von der Tastatur und Maus getrennt werden. Bei einem KVM-Switch over TCP/IP schließen Sie Tastatur, Monitor und Maus nicht direkt an den KVM-Switch, sondern über ein TCP/IP-Netzwerk an. Ein KVM-Switch over TCP/IP erlaubt Ihnen die Steuerung der angeschlossenen Rechner ohne physikalischen Zugriff auf dem KVM-Switch (zum Beispiel über einen Webbrowser) und damit die „Fernsteuerung" von einem beliebigen Arbeitsplatz oder über das Internet. KVM-Switches unterscheiden sich in der Anzahl der Rechner, die Sie anschließen können. Hier schwankt, je nach Bauart, die Anzahl zwischen 2 und 32 Rechnern. Einige KVM-Switches lassen sich zu dem so hintereinander schalten, dass Sie die Anzahl der Rechner noch weiter erhöhen können. Dieses Verfahren nennt man auch Kaskadieren. Sollten Sie also eine Kombination mehrerer KVM-Switches planen, achten Sie darauf, dass Sie die Geräte kaskadieren können.

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