Kräuter

Kräuter sind vielseitig einsetzbare Pflanzen. Ob frisch geerntet, getrocknet oder zu Essenzen verarbeitet, finden Kräuter in fast allen Bereichen des täglichen Lebens ihre Anwendung. Kräuter geben unserem Essen oftmals erst seinen unverwechselbaren Geschmack oder werden als Heilkräuter bei vielen Krankheiten eingesetzt, wobei die würzenden Eigenschaften nicht unbedingt auch die Heilwirkung ausschließen müssen.

Kräuter – Würzmittel

Kräuter haben einen intensiven und unverwechselbaren Geschmack. Diese wohl dosiert entweder allein oder in Kombination mit anderen Kräutern eingesetzt, geben dem Essen seine individuelle Note. Italienische Essen bekommt beispielsweise durch das Würzen mit Basilikum seinen typischen Geschmack, griechisches Essen wird von Oregano unverwechselbar. Da die Kräuter meist auch als Heilmittel bei Krankheiten eingesetzt werden, ist das Würzen mit Kräutern nicht nur aus geschmacklichen Aspekten vorteilhaft, das Würzen mit Kräutern hat gleichzeitig noch eine wohltuende Wirkung auf die Gesundheit.

Kräuter – Heilkräuter

Fast alle Kräuter besitzen neben ihren Einsatzmöglichkeiten in der Küche auch heilende Eigenschaften. Da nicht jeder einen großzügigen Kräutergarten vor der Tür hat oder sich wie die damaligen Kräuterhexen nachts auf Wiesen und in Wälder zum Kräutersammeln begeben kann, erhalten Sie so gut wie alle bekannten Kräuter im gut sortierten Fachhandel oder in der Apotheke. Die gängigsten Kräuter wie Kamille, Thymian, Kümmel oder Salbei finden Sie auch im Supermarkt.

Kräuter – Heilmethoden

Obwohl von der Schulmedizin lange Zeit verdrängt, besinnen sich immer mehr Ärzte auf die natürlichen Heilmittel zurück, zu welchen auch die Heilkräuter zählen. Heilkräuter kommen entweder frisch oder getrocknet zur Anwendung. Welche Heilkräuter in Kombination mit anderen Heilkräutern oder allein zur Behandlung eingesetzt werden, hängt von der Krankheit selbst ab. Sie erhalten im Handel bereits Kräutermischungen, die auf die Beschwerden selbst abgestimmt wurden. Zu Salben, Tees, Tinkturen oder Tabletten verarbeitet, können Sie diese aber auch gleich verwenden. Hier einige Beispiele:

  • Lavendel, Thymian und Kamille haben beruhigende Eigenschaften.
  • Melisse, Sanddorn und Enzian beleben Geist und Körper.
  • Bei Appetitlosigkeit helfen Dill, Knoblauch, Kümmel und Basilikum.
  • Bei Prellungen haben sich Einreibungen mit Arnika, Zinnkraut und Beinwell bewährt.
  • Einschlafstörungen können mit Baldrian, Hopfen und Lavendel zu Leibe gerückt werden.
  • Brennessel, Brunnenkresse und Wacholder wirken entschlackend.
  • Kamille, Salbei und Königskerze wiederum haben entzündungshemmende Wirkungen.
  • Bei Erkältung helfen Bibernelle, Eibisch, Salbei, Eucalyptus und Thymian.
  • Salbei ist das Heilmittel für einen kratzenden Hals.
  • Bei Husten hat sich vor allem Thymian bewährt.
  • Ausgleichende Wirkung auf Körper und Geist hat das Johanniskraut, was auch bei Kopfschmerzen hilft.
  • Pfefferminze, Enzian und Majoran helfen bei Schnupfen die Nase frei zu halten.

Aber Achtung: Auch wenn Heilkräuter zu den natürlichsten Heilmethoden gehören, sind auch diese bei unsachgemäßer Anwendung oder Überdosierung nicht ganz ungefährlich. Sie sollten Ihren Arzt auf jeden Fall über die Einnahme oder Anwendung der selbst verordneten Kräuter informieren. Eine Kombination aus Medikamenten auch mit Naturheilmitteln kann unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen. So kann zum Beispiel die Einnahme von Baldrian am Abend vor einer Operation die Narkosewirkung beeinflussen.

One Comment

  1. Wer keinen Garten besitzt, aber trotzdem etwas Platz am Balkon oder im Innenhof hat, kann sich seine Kräuter auch in einer Kräuterspirale oder -schnecke selbst großziehen. Am Beispiel der Bellissa Kräuterspirale wird deutlich, dass der Platzaufwand relativ gering ist. Bei 57 cm Länge, 42 cm Breite und 29 cm Höhe passt sie so gut wie in jede Ecke. Das verarbeitete Gitter hat eine Maschenweite von 1 cm x 10 cm, was die dafür verwendeten Steine in der Form hält. Die empfohlene Steinkörnung liegt bei 12 mm bis 25mm. Davon haben etwa 24 kg in der Form Platz. Dies reicht aus, um eine Wandung von 5 cm zu erreichen. Nach dem anbringen einer Trennfolie kann die Pflanzenerde in die Form gegeben werden. Von der Erde werden etwa 20 Liter benötigt. Ist die Spirale dann fertig angelegt, können nach Herzenslust die Kräuter eingesetzt werden, um sie bei Bedarf frisch zu ernten. Die Steine, die Erde und die Pflanzen sind hier in der Lieferung nicht enthalten. Im gut sortierten Fachhandel sollte es aber kein Problem sein, das restliche Zubehör zu einem Kräutervergnügen zu erstehen. In der Kräuterschnecke verwendeten Erde findet wenig Austausch von Nährstoffen statt, wie es sonst im Gartenboden üblich ist. Daher sollte man von Zeit zu Zeit daran denken, diesen Mangel mit Flüssig- oder Korndünger auszugleichen, um über lange Zeit auch einen guten Ertrag zu haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.