Kolloidales Silber

Kolloidales Silber ist hochreines, feinteiliges Silber in flüssiger Form, das zu alternativen Therapiezwecken eingesetzt werden kann. In der Bakterien- und Virenbekämpfung wurde Kolloidales Silber Anfang des vergangenen Jahrhunderts als Antibiotikum verwendet. Mehr Informationen zur Anwendung, zur Herstellung und zu den Gefahren von Kolloidalem Silber bekommen Sie hier.

Kolloidales Silber – Allgemeines

Die winzigen Silberteilchen mit einer Größe von wenigen Nanometern, die sich in destilliertem Wasser befinden, sollen leicht in das Innere der Krankheitserreger vordringen können und dort den Erreger ersticken. Wie viele alternative Heilmethoden und Arzneien ist Kolloidales Silber und seine Wirkung allerdings umstritten. Während viele Heilpraktiker und Naturheilkundler Kolloidales Silber schätzen und von seiner erfolgreichen Wirkung überzeugt sind, warnen Schulmediziner vor Wirkungslosigkeit und Gefahren. Es gibt bislang keine anerkannte Studie am Menschen, die die Wirksamkeit belegt. Die Einnahme von Kolloidalem Silber unterliegt also der Verantwortung des Einzelnen und soll hier weder befürwortet noch gänzlich abgelehnt werden. In jedem Fall ist die Beratung durch Ärzte unbedingt anzuraten.

Kolloidales Silber – Anwendungsgebiete

Kolloidales Silber wurde vorwiegend in der Bekämpfung von Viren, Bakterien, Pilzen und anderen Infektionen eingesetzt, als es noch keine modernen Antibiotika gab. Heute soll der Vorteil gegenüber den chemischen Antibiotika in der sanfteren Wirkung bestehen, da „gute“ Darmbakterien nicht angegriffen werden. Eingesetzt wird Kolloidales Silber z. B. bei Hautkrankheiten, Durchfall, Grippe, Blasenentzündung, Augenentzündung und Hämorrhoiden.

Kolloidales Silber – Gefahren

Kolloidales Silber kann nach Meinung vieler Mediziner bei regelmäßiger Einnahme viele Gefahren bergen. Durch die hohe Silberkonzentration können Einlagerungen an Schleimhäuten, diversen Organen und am Zentralen Nervensystem entstehen, die zu Schädigungen führen können. Hier werden Hautverfärbungen, chronische Bauchschmerzen, Wahrnehmungsstörungen und Krämpfe genannt. Auch während der Schwangerschaft sollte Kolloidales Silber nicht eingenommen werden, um Fehlbildungen am ungeborenen Kind zu vermeiden.

Kolloidales Silber – Anbieter und Herstellung

Da Kolloidales Silber nicht als Arzneimittel anerkannt ist, wird es nicht vom Arzt verschrieben. Es gibt in Apotheken lediglich ein Fertigarzneimittel, das Kolloidales Silber als Anteil enthält. Wenn Sie also von der Einnahme überzeugt sind, finden Sie Kolloidales Silber bei Anbietern von Naturmedizin oder können es relativ einfach und auch preisgünstiger selbst herstellen. Mögliche Herstellungsverfahren sind:

  • Chemisches Verfahren (Reduktion der Silbersalze)
  • Mahlen in Kolloidmühlen
  • Elektrolytisch

Kolloidales Silber läßt sich am einfachsten mit Elektrolyse herstellen. Man kann komplette Sets erwerben, die Silberkolloid-Geräte und Silberelektroden aus reinem, hochverdichtetem Silber (99,9 %) enthalten. Durch die Energieabgabe, die Erhitzung des destillierten Wassers geben die Silberelektroden feinste Silberpartikel ab, die zusammen mit dem Wasser zu einer Silberlösung werden. Verwenden Sie nur destilliertes Wasser, da Leitungs- oder Mineralwasser zu viele andere Stoffe enthält. Zusammen mit den Geräten bekommen Sie genaue Gebrauchsanweisungen zu Herstellungsdauer und Mengenangaben. Kolloidales Silber sollte in dunkel getonten Glasflaschen aufbewahrt werden.

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