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Industriefilm

Industriefilme werden durch externe Produktionsfirmen oder Dienstleister im Auftrag einer Firma oder von deren eigenen Filmabteilung hergestellt. Lesen Sie hier welche Arten Industriefilme es gibt, was einen guten Industriefilm ausmacht und was Sie generell wissen sollten über Industriefilme.

Industriefilm

Industriefilme werden durch externe Produktionsfirmen oder Dienstleister im Auftrag einer Firma oder von deren eigenen Filmabteilung hergestellt. Das Spektrum Industriefilm umfasst unterschiedliche Anwendungszwecke mit jeweils unterschiedlichen Zielgruppen, die sich teilweise überschneiden:
Image- oder Repräsentationsfilme: Industriefilme die sozusagen die Werkbesichtigung ersparen, indem sie einen umfassenden Überblick über die Firma und deren Produktion bieten. Diese Industriefilme können sowohl für die allgemeine Öffentlichkeit geplant sein, oder für den internen Einsatz, wie beispielsweise Generalversammlungen, um den Stand der Produktion zu zeigen.
Vertreterfilme: Industriefilme, die den Kunden beispielsweise am POS die Wirkungsweise und Arbeit von Produkten, Maschinen oder Anlagen zeigen.
Messe- und Ausstellungsfilme: Industriefilme die gezielt für eine bestimmte Zielgruppe oder ein Fachpublikum über die Produktion oder Produkte informieren oder dem Messebesucher die Maschinen und Anlagen im Betrieb zeigen.
Lehr- und Ausbildungsfilme: diese Art von Industriefilmen wird speziell für die Ausbildung im Unternehmen oder zur Ausbildung von Bedienungspersonal, beispielsweise in ausländischen Niederlassungen produziert.
Industriefilme spielen in der Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens eine wichtige Rolle. Hierbei ist auch die unternehmensinterne Kommunikation sehr wichtig. Industriefilme bieten Know-how-Transfer mit positiver Emotionalisierung und Motivation der Mitarbeiter. Ein Pionier des Industriefilms war Walter Ruttmann, der ab 1935 für die Ufa-Werbeabteilung zahlreiche Industriefilme produzierte. Heute sind viele dieser Filme wichtige Zeitdokumente. Damals neue Aufnahmetechniken wie Zeitlupe, Zeitraffer, Mikro- und Trickaufnahmen usw. fanden hier bereits ihren Einsatz. Bei diesen dokumentarischen, aber auch inszenierten Industriefilmen ging es schon zu dieser Zeit nicht nur um Information und Werbung, sondern auch um Motivation, Leistungssteigerung, innerbetriebliche Werbung und Absatzlenkung.

Industriefilm. Welche Dienstleistungen sind daran beteiligt?

Die Produktion eines Industriefilms kann sehr aufwändig sein. Dienstleistungen, egal ob intern oder extern, die dafür erbracht werden müssen sind folgende: Drehbuch, Redaktion, Produktions-Management, Aufnahmeleitung, Regie, Kamera-Technik, Lichttechnik, Ton-Technik, Ausstattung und Requisite sowie Postproduktion sind die Wesentlichen. Ferner kann es nötig werden Dienstleister die für Special Effects, Luftaufnahmen, Kostüm, Maske, und Standfotografie zuständig sind zu buchen. Möglicherweise müssen Modelle für Produktpräsentation und professionelle Sprecher gecastet werden. Ton und Filmmusik ist entweder zu produzieren oder gesondert einzukaufen. Bei größeren Produktionen werden auch Kurierdienste und Security-Personal benötigt.

Industriefilm. Produkt oder Firma darstellen?

Der Industriefilm wird eindeutig einerseits vom Werbefilm abgegrenzt, der grundsätzlich der Reklame für ein Produkt dient, und anderseits vom inszenierten Spielfilm. Die Palette möglicher Gestaltungs- und Mischformen eines Industriefilms ist ansonsten breit gefächert. Ein Industriefilm kann durchaus sowohl Produkte, die beispielsweise erklärungsbedürftig sind vorstellen, wie auf eindrucksvolle Weise das Unternehmen darstellen.

Industriefilm. Selbst organisieren, Fullservice oder Artbuying?

Um einen Industriefilm zu produzieren bedarf es einer gründliche Recherche zum Thema, der Konzeption eines Drehbuchs, Film- und möglicherweise Trickaufnahmen in Fernsehtechnik, der
Digitalen Nachbearbeitung sowie der Vertonung mit speziell komponierter Musik und O-Tönen und
professionelle Sprecher für Kommentare. Inwieweit Sie diese Leistungen selbst steuern oder eine spezialisierte Produktionsfirma damit beauftragen, sollte nicht vom Budget, sondern von Kompetenzen und ggf. freien Kapazitäten abhängig sein.

Industriefilm. Auswahl des Dienstleisters

Beauftragen Sie einen oder verschiedene Dienstleister mit der Industriefilm-Produktion, sollten diese bereits über Erfahrungen mit ähnlichen Projekten verfügen. Es ist sinnvoll mehrere Angebote einzuholen und das Leistungsspektrum, verfügbare Kapazitäten und die anfallenden Kosten zu vergleichen. Für die Beauftragung der Dienstleister empfiehlt sich die Erstellung eines Lastenheftes bzw. einer Ausschreibung.

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