Geldanlage & Finanzen

Indexfonds, Indexaktien, Indexzertifikate

Investitionen in Indexfonds werden immer beliebert. Warum Indexfond, Indexaktien, und Indexzertifikate so viel Sinn machen und was Sie bei Indexfonds, Indexaktien und Indexzertifikaten beachten sollten, erfahren Sie hier.

Warum Indexaktien bzw Indexfonds ?

Die Grundidee ist an der höheren Rendite, die Aktien im Vergleich zu Festverzinslichen bieten zu partizipieren und dabei die Risiken so gering wie möglich bzw. weit gestreut zu halten. Also exakt das Gegenteil des „stock pickings“ bei dem man schlauer als der Markt seien will und die Gewinner erkennen will. Was sehr sehr selten langfristig der Fall ist. Die wenigsten gemanagten Fonds sind länger als 4 Jahre besser als der zugrundeliegende Index. Und selbst dann ist es unwahrscheinlich dass man genau diesen Fond erwischt. Von eigener Auswahl von Aktien rede ich lieber nicht. Also gleich auf den Index.Dabei gibt es folgende Risiken und Massnahmen:

Die Wahl des richtigen Kaufs und Verkaufs-Zeipunktes

Da niemand es schafft Aktien zu kaufen wenn sie billig sind und zu verkaufen wenn sie teuer sind, empfehlen Profis Indexfonds in regelmäßssigen Abständen zu kaufen unabhängig wie der Stand gerade ist. Wenn Du also z.b. 100.000 € anlegen willst, machst Du das beser nicht auf einmal sondern 10 Monate lang 10.000 € oder so. In Idealfall kauft man sein Leben lang systematisch Fonds (Fondsparplan). Der Anlagehorizont sollte minimal 5 Jahre besser so um die 20 Jahre sein (das meine ich im Ernst!!!)

Kosten des Fonds:

Das schmutzige Geheimnis aller Fonds sind die Managementgebühren sowie die Aufgabe/Verkaufsaufschläge. Indexfonds sind ex natura billiger weil es das nix zu managen gibt. Dennoch sollte man da immer ein Auge drauf halten. Zur Zeit investiere ich in Indexaktien, die haben keinen Aufgabeaufschlag jenseits der normalen Aktienkaufgebühren Deiner Bank

Index-Zertifikate:

Es gibt auch Indexzertifikate die steuerlich Vorteile haben. Allerdings sind die bei der Bank nicht wie bei Indexaktien oder -fonds mit den entsprechenden Aktien hinterlegt sondern lediglich eine „Wette auf den Index“. Geht Deine Bank Pleite oder verschlechtert deren Rating sich, gehen auch Deine Kurse runter. Ich kaufe die nicht.

Währungsrisiko:

Wenn Du einen Fond auf den Dow Jones kaufst und der Dollar säuft ab, säuft auch Dein Fond ab. Auch wenn die Aktien weiter gut laufen. Da Du alle Deine Rechnungen aber in Euro zahlen musst, hast Du bei diesern Fonds also zugleich in Währungen spekuliert.

Risikoklassen:

Die Indizes definieren die Risikoklasse und damit auch die mögliche Rendite und den möglichen Verlust
1) DAX ist mit 30 Werten sehr eng und nur Deutschland. Viele halten ihn daher für weitgehend ungeeignet.
2) Euro Stoxx 50 umfasst nur Eurowerte, ist mit 50 Werten breiter und ist das was der Dax seien sollte.
3) Stoxx 50 hat zudem England und Schweiz etc. (Europa ausserhalb des Euro) drin. Vorteil: Breitere Länderstreuung, Nachteil teilweise Währungsrisiko
4) Dow Jones ist supereng mit glaub ich nur 20 Werten. Noch ungeeigneter als der DAX
5) S&P 500 ist der sinnvollste Index für USA weil breite Streuung
6) Global Titans / MSCI World sind die 50 grössten Unternehmen der Welt. Maximale Streuung, maximale Währungsstreuung
7) Branchenfonds sind extrem riskant und unterliegen Moden. Zu Nemax und Co muss ich nichts sagen denke ich.

 

Meine Strategie

Da wir (noch) in Europa leben habe ich den Schwerpunkt auf Stoxx 50 und Eurostoxx 50. Mir persönlich ist der Stoxx 50 etwas lieber aber die laufen meist sehr parallel. Anteil zusammen 80-90 %. Zur Abrundung kaufe ich noch den World Index Global Titans. Anteil max 10 %.

In letzter Zeit kaufe ich Indexaktien die sich scheinbar als neues Instrument an der Börse bewährt haben (Ausgegeben werden die von der Hypovereinsbank):
DJ EURO STOXX 50 ex ANTEILE WKN 593395DJ
Global Titans 50 ex ANTEILE WKN 628938

Fazit:

1) Risikoverteilung in Eurem gesamten Portfolio festlegen (Cash, Festgeld,Aktien, Immobilen..) und Prozente zuweisen.
2)Fonds regelmässig kaufen und vergessen
3)Ab und zu kontrollieren ob die Prozentverteilung noch ok ist und gegebenenfalls umschichten.

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