Hydrokultur

Pflanzen gedeihen nicht nur in der Erde, gerade im häuslichen Bereich können Sie diese auch in Hydrokultur anpflanzen. Die Pflanzen finden in dem ausgeklügelten System der Hydrokultur alle wichtigen Nährstoffe, die sie zum gesunden Gedeihen benötigen. Wenn Sie hier einige grundlegende Dinge beachten, haben Sie auch bei der Hydrokultur lange Freude an Ihren Pflanzen.

Hydrokultur – Wissenswertes

Bei der Hydrokultur wird der Wasser- und Nährstoffbedarf der Pflanzen aus einem angestauten Wasserreservoir gedeckt. Dieser Wasservorrat sollte sich im Idealfall im unteren Drittel des Pflanzenkübels befinden, der so genannten Wasser führenden Zone. In der Mitte befindet sich die so genannte Feuchtzone. Diese Schicht ist besonders lufthaltig, was den Pflanzen bei der Aufnahme von Nährstoffen sowie des Wassers hilft. Das obere Drittel, die Trockenzone, ist eine Art Schutzschicht. Sie verhindert, dass das Substrat zu schnell austrocknet und somit die Nährstoffe von der Pflanze nicht mehr aufgenommen werden können.

Hydrokultur – Das System

Um Pflanzen in Hydrokultur erfolgreich wachsen und gedeihen zu lassen, sollten Sie die einzelnen Systemteile aufeinander abstimmen. So benötigen Sie als erstes ein Gefäß, dann das Substrat, einen Wasserstandsanzeige und eine Nährstofflösung bzw. einen Dünger.

Pflanzengefäß

Als Pflanzengefäße eignen sich in der Regel alle Blumentöpfe, die innen mit einer wasserdichten Schicht überzogen sind. So können Sie hier Teracottatöpfe, Kunststoffgefäße, Acrylglasgefäße oder auch Gefäße aus Metallen wie Edelstahl, Ceramostahl oder Aluminium verwenden. Ist Ihr Wunschgefäß nicht mit einer wasserdichten Schicht überzogen und können Sie dies auch nachträglich nicht tun, dann können Sie hier auf einen passenden Innentopf zurückgreifen, der später unsichtbar in dem Hydrokultur-Gefäß eingesetzt wird.

Substrat

Das Substrat, welches für die Hydrokultur verwendet wird, wird in der Regel aus Blähton hergestellt. Der Blähton ist chemisch und biologisch nicht belastet, geruchlos, luftdurchlässig und kann immer wieder verwendet werden. Seine Eigenschaft, Wasser und Feuchtigkeit speichern zu können, machen ihn für die Hydrokultur um so wertvoller. Das Hydrokultur-Substrat können Sie in verschiedenen Körnungen erhalten.

  • Körnungen von 2 bis 4 mm
    Diese kleinen Körnungen werden vor allem für die Aussaat oder für kleine Stecklinge verwendet.
  • Körnungen von 4 bis 8 mm
    Diese eignen sich für größere Stecklinge oder Jungpflanzen
  • Körnungen von 8 bis 16 mm
    Das Substrat mit dieser Körnung wird für mittlere bis große Pflanzen genommen.

Wasserstandsanzeiger

Dieses kleine Hilfsmittel zeigt Ihnen genau, wie viel Wasser sich noch in der Wasser führenden Zone befindet. Es sollte sich immer im Bereich des Optimalen befinden. Zu wenig Wasser ist genauso schädlich für die Pflanzen wie zu viel. Nur wenn Sie beispielsweise einige Tage in den Urlaub fahren, sollten Sie das Wasser soweit auffüllen, dass es den Maximalwert erreicht.

Dünger

Da sich im Wasser selbst keine Nährstoffe befinden, die die Pflanze für das Wachstum benötigt und diese auch nicht aus der Erde erhalten kann, müssen Sie dem Gießwasser eine entsprechende Nährstofflösung zugeben. Den für Ihre Pflanzen richtigen Dünger erhalten Sie mit einer Dosieranleitung in jedem Pflanzenfachgeschäft.   

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