Hobby & Haustier

Hundeschule

Auch ein Hund und gerade ein junger muss erzogen werden. Wer sich das selbst nicht zutraut, dem hilft eine Hundeschule. Was eine Hundeschule kann, fÜr welche Zwecke es Hundeschulen gibt und auf was Sie bei der Auswahl einer Hundeschule achten sollten, erfahren Sie hier.

Jedes Lebewesen kommt mehr oder weniger so unselbständig auf die Welt, dass es allein nicht zu recht kommen kann. Es muss mit Nahrung versorgt werden und richtige soziale Verhaltensweisen erlernen. Bei Menschen übernehmen die Aufgabe der Erziehung in erster Linie die Eltern und später die Erzieher und Lehrer. Bei den Tieren, die in der Natur aufwachsen und leben, ist dies eine Aufgabe, die hier ebenfalls mindestens ein Elternteil oder sogar ein ganzes Rudel übernimmt. So lernen die Jungtiere bereits aus den Verhaltensweisen der älteren und erfahrenen Erwachsenen alles, was für das Überleben wichtig ist. Bei unseren Haustieren sieht das anders aus. In der Regel werden diese bereits schon nach wenigen Wochen von ihren Müttern getrennt. Der angeborene Instinkt hilft zwar, auch ohne die Mutter zu recht zu kommen, doch das richtige soziale Verhalten für ein harmonisches Miteinander mit dem Menschen und seinen Artgenossen muss der kleine Welpe noch lernen. Um nun den Hund artgerecht und sozialverträglich zu erziehen, ist Fachwissen gefragt. Hier helfen Hundeschulen weiter.

Hundeschule – Anbieter

Die Betreiber von Hundeschulen sind „Hundetrainer“, die mehr oder wenig große Erfahrung im Bereich der Hundeerziehung vorweisen können. Da es den Beruf „Hundetrainer“ offiziell nicht gibt und er somit keiner Ausbildungsverordnung unterliegt, kann sich jeder einen Gewerbeschein besorgen und sich selbständig machen, dementsprechend groß ist auch die Auswahl an Anbietern. Deshalb ist es wichtig, sich das Angebot und die Vorgehensweise während der Stunden genauestens anzuschauen. Achten Sie ebenso auf die Methoden, die die Hundetrainer anwenden. Einige Befürworten nach wie vor den Gebrauch von Stachelhalsbändern oder gar Stromstoßhalsbändern, die bei jeder Befehlsverweigerung oder Fehlinterpretation zum Einsatz kommen und die Tiere gefügig machen sollen. Andere Hundeschulen bilden die Tiere so aus, in dem sie deren Willen nicht brechen und den Hunden nach wie vor ihr Recht auf eine eigene Persönlichkeit lassen.

Hundeschule – Gründe für eine Ausbildung

Es gibt viele Gründe, eine Hundeschule zu besuchen. Zum einen möchten Sie vielleicht eine Grundausbildung für Ihren Hund, damit er lernt, an der Leine zu laufen und auf einfache Kommandos wie „Sitz“ oder „Bleib“ zu reagieren, was auch zu seiner Sicherheit dient, oder aber er ist bereits jetzt schon verhaltensauffällig, kann nicht alleine bleiben, verbellt jeden Besucher oder ähnliches. Auch das richtige Verhalten in der Öffentlichkeit muss erlernt werden, damit der Hund lernt, auch in der Stadt oder an belebten Plätzen ruhig an der Leine zu laufen, ohne sich permanent von den vielen neuen Eindrücken ablenken zu lassen.

Hundeschule – Ausbildungsinhalte

In erster Linie vermitteln die Hundetrainer Ihnen Kenntnisse darüber, wie Sie mit Ihrem Hund kommunizieren können. Sie lernen die „Hundesprache“ kennen und Ihr Hund wiederum lernt, auf die in „Menschensprache“ gegebenen Kommandos richtig zu reagieren. Eine gute Hundeschule bildet also zweifach aus: Den Hund sowie den Hundebesitzer. In Anfängerkursen werden einfache Dinge wie die richtige Leinenführung bzw. das ruhige Laufen mit und ohne Leine geübt. Des weiteren werden Grundkommandos vermittelt. In Aufbaukursen kommen dann weitere Kommandos dazu, um den Hund noch sozialverträglicher zu machen. Bei einigen Hundeschulen lernen Ihre Hunde in diesen Aufbaukursen auch kleine Kunststücke, die aber mit einer artgerechten Erziehung nicht unbedingt etwas zu tun haben. Bei so genannten „Problemhunden“, die Verhaltensstörungen oder andere Auffälligkeiten aufweisen, wird individuell auf den Hund eingegangen und parallel hierzu auch auf sein Umfeld, d. h. auch auf die Halter und die bisherige Hundehaltung. Auch hier werden wieder beide Beteiligten in den Lernprozess mit einbezogen, um den Hund zu resozialisieren.

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