Hobby & Haustier

Humidor

Bei einem Humidor handelt es sich um ein Aufbewahrungssystem, welches speziell für Zigarren entwickelt wurde. Lesen Sie hier welche Arten von Humidore es gibt, was einen guten Humidor ausmacht und was Sie generell wissen sollten über Humidore.

Humidor – Allgemeines

Bei einem Humidor handelt es sich um ein Aufbewahrungssystem, welches speziell für Zigarren entwickelt wurde. Zigarren benötigen besondere klimatische Bedingungen, um ihr Aroma zu bewahren und nicht auszutrocknen. Diese finden sie in einem Humidor, der in seinem Innern eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 65 Prozent und 75 Prozent sowie eine konstante Umgebungstemperatur von 18°C bis 22°C gewährleistet. Das Wort Humidor wurde aus dem Lateinischen abgeleitet, wo "humid" gleich "feucht" bedeutet.

Humidor – Funktionsweise

Humidore sind je nach Ausführung kleinere oder auch größere Kisten, dessen Innenseiten mit dem spanischen Zedernholz Cedrela ausgekleidet sind. Es kommen hier aber auch wertvollere Holzarten zum Einsatz. Dieses Holz hat den Vorteil, dass es sehr gut Feuchtigkeit aufnehmen und somit in dem Humidor halten kann. Die Feuchtigkeit selbst wird durch ein spezielles Befeuchtungssystem abgegeben. Diese Befeuchtungssysteme sind so konstruiert, dass diese langsamen aber konstant die Feuchtigkeit an ihre Umgebung abgeben. Kontrolliert wird diese Abgabe mit Hilfe eines sich ebenfalls im Humidor befindlichen Hygrometers.
Diese Feuchtigkeit benötigt eine Zigarre zum einen, um nicht auszutrocknen und damit diese in ihrem weiteren Reifungsprozess unterstützt werden kann.
Das Cedrela Holz hat aber noch weitere Vorteile. Es verströmt einen für den Menschen als aromatisch empfundenen Duft, welcher aber für Schädlinge wie Tabakkäfer, Milben und ähnliches eher eine abschreckende Wirkung hat.
Humidore schließen nicht immer unbedingt luftdicht ab. Dies ist auch wichtig, um eine Schimmelbildung aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit auf den Zigarren sowie im Humidor selbst zu vermeiden. Haben Sie sich allerdings dazu entschlossen, auf einen Humidor zurückzugreifen, der vollkommen luftdicht abschließt, so sollten Sie diesen immer mal wieder öffnen.

Humidor – Arten

Humidore gibt es in den unterschiedlichsten Größen und Ausführungen. Zu den kleinsten Humidoren zählen hier die so genannten Tubos. Dies sind kleine zylinderförmige Metallröhrchen, welche in der Regel aus Aluminium bestehen. Diese sind oftmals ebenfalls auf der Innenseite mit Holz ausgekleidet, so dass sich in diesen ohne Probleme auch über mehrere Tage hinweg eine Zigarre aufgewahrt werden kann, ohne dass diese Schaden nimmt. Weitere kleinere Vertreter der Humidore sind die Reise-Humidore. In ihnen können Sie eine geringe Anzahl von Zigarren aufgewahren. In einem kleinen Humidor, welche für die Aufbewahrung der Zigarren zu Hause oder im Büro genutzt wird, können Sie in der Regel zwischen 10 und 20 Zigarren aufgewahren. Die größeren Varianten reichen hier von Kisten über kleinere Schränke bis hin zu Humidoren, die sogar begehbar sind. Diese werden vor allem zur fachgerechten Aufbewahrung von Zigarren in speziellen Tabakläden benutzt.
Bei den verwendeten Materialien finden Sie auch teilweise erhebliche Unterschiede. So werden Humidore aus Presspappe oder auch Sperrholz angeboten, die sich aber nicht unbedingt für einen optimalen Gebrauch eignen. Die Auswahl geht hier bis zu handgefertigten Humidore, die über Gold- oder auch Platineinfassungen verfügen und auch sehr edlem Holz gefertigt wurden.
Humidore werden für jeden Geschmack und Geldbeutel angeboten, da für ausgesprochene Zigarrenfreunde ein Humidor mehr ist, als lediglich eine Aufbewahrungsbox. Zigarrenraucher zelebrieren das Rauchen einer Zigarre oft regelrecht. Und dies fängt bereits bei der Entnahme der Zigarre aus dem Humidor an. Humidore werden, je nach Größe, als schmückendes Accessoires oder Möbelstück sichtbar in der Wohnung oder im Büro aufgestellt.

Kommentar abgeben