Ernährung

Hausschwamm

Auch wenn sich die Experten noch nicht einig sind, welche Faktoren alle zusammenkommen müssen, damit der Hausschwamm seine zerstörerische Arbeit aufnehmen kann, so wissen sie dennoch eines: Ein Hausschwamm kann unter gesunden baulichen Bedingungen nicht gedeihen. Wie Sie den echten Hausschwamm erkennen und was Sie hier gegebenenfalls noch gegen ihn tun können, lesen Sie hier.

Hausschwamm – Allgemeines

Der Hausschwamm gehört zu den Pilzarten, die sich im Holz ansiedeln und dieses auf Dauer vollständig zerstören können. Der Hausschwamm gehört des Weiteren zu den so genannten rein saprotrophen Pilzen, dies bedeutet, dass er sich ausschließlich in totem Holz wohl fühlt, er also nur verbautes Holz angreift. Auf frischem Holz ist er daher nicht zu finden.

Hausschwamm – Erkennen eines Befalls

Wurde Holz vom echten Hausschwamm einmal befallen, ist dies unter Umständen nicht immer gleich auf den ersten Blick erkennbar, da sich der Hausschwamm meist erst im Innern des Holzes ausbildet und dort in aller Ruhe austreiben kann. Dies deshalb, weil der Hausschwamm durch die ständige Luftumspülung, die an den äußeren Teilen der Holzbalken herrschen, nicht gedeihen kann. So können Sie einen Befall meist nur dann erkennen, wenn es teilweise schon zu spät ist, nämlich dann, wenn sich die Balken beispielsweise bereits rundrückig nach außen wölben oder bei Türzargen oder ähnlichem leichte Vorwölbungen zeigen, welche bereits schon ein Abplatzen der Farbe hervorgerufen haben. Hat sich der Hausschwamm bereits so weit vorgearbeitet, dass er vom Holzinnern bereits nach außen gewachsen ist, so können Sie diesen an seiner Farbe erkennen. Der Hausschwamm baut während seines Wachstums Zellulose ab, was als Abfallprodukt das Lignin hinterlässt. Dieses Lignin ist von brauner bis dunkelbrauner Farbe, welche auch manchmal als schmutziges Grau zu sehen ist.

Hausschwamm – Wachstumsvoraussetzungen/Bekämpfung

Welche Voraussetzungen genau gegeben sein müssen, damit der Hausschwamm sich ansiedeln und vor allem in aller Ruhe wachsen kann, ist nicht bekannt. Zwar wurde der Hausschwamm in zahlreichen Labors erfolgreich großgezogen und untersucht, doch herrschen dort immer gleich bleibende Bedingungen, die es beispielsweise in einem Haus, bei welchem Holzbalken als Dachkonstruktion dienen, nicht sein können. So ist man sich hier lediglich darüber einig, dass der Hausschwamm neben Feuchtigkeit, eine für ihn optimale Temperatur und totes Holz vorfinden muss. Ständige Luftumspülungen sind ihm unangenehm.

Haben Sie den Eindruck, dass sich bei Ihnen im Holz der Holzschwamm eingenistet hat, so sollten Sie umgehend einen Experten hinzuziehen und hier keinesfalls versuchen, den Hausschwamm selbst zu bekämpfen. Nur die Experten verfügen über das entsprechende Wissen und vor allem die Mittel, um versuchen zu können, die Holzkonstruktionen noch zu retten, was aber aufgrund dessen, dass der Hausschwamm in der Regel erst sehr spät entdeckt wird, nicht immer gelingt.

Hausschwamm – Meldepflicht

Da der Hausschwamm oftmals erst sehr spät erkannt wird, manchmal auch zu spät, stellt er eine große Gefährdung für die Gebäude und somit für die Menschen und Tiere dar. Die holzzerstörerische Wirkung des Hausschwamms hat schon einige Gebäude teilweise einstürzen, Balken einfach herabstürzen lassen und ähnliches. Die Gefahr geht also weniger von den Pilzsporen aus, als von seiner zerstörerischen Wirkung. Aus diesem Grund haben einige Bundesländer in Ihren Bauverordnungen eine Meldepflicht im Falle eines Befalls eines Hauses mit dem Hausschwamm eingeführt. Die Besitzer des Hauses sind dann verpflichtet, die Beseitigung Fachleuten zu übertragen, die diese gemäß der DIN Norm 68800, Teil 4 durchführen müssen.

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