Technik

Handy Akku

Der Vorteil aller Akkumulatoren gegenüber den Batterien ist, dass sie wieder aufgeladen werden können. Ein Akku besteht, entsprechend der benötigten Spannung aus mehreren Zellen. Jede Zelle hat einen voneinander isolierten Plus- und Minuspol um einen Kurzschluss zu verhindern. In Mobiltelefonen und Schnurlostelefonen kommen in der Regel vier verschiedene Sorten von Akkus zum Einsatz: Nickel-Cadmium- (NiCd-), Nickel-Metallhydrid- (NiMH-), Lithium-Ionen- (Li-Ion-) und Lithium-Polymer (Li-Po-)Akkus.

Handy Akku  – NiCd- und NiMH-Akkus

In Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd) besteht der Pluspol aus Nickelverbindungen, der Minuspol aus Cadmium. Bei  Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH)  sorgen wie bei NiCd-Akkus,  Nickelverbindungen für die positive Ladung und eine Wasserstoff speichernde Metalllegierung für die negative Ladung. NiMH- und NiCd-Akkus sind die preiswertesten, robustesten und langlebigsten Stromspender – sie halten 700 bis 1.000 Ladezyklen durch. NiCd-Akkus findet man vorwiegend noch in älteren Handymodellen. Sie sind am anfälligsten für den so genannten Memory-Effekt und bestehen  aus  einen schwermetallhaltigen und giftigen Inhalt. NiMH-Akkus zeichnen sich durch eine größere Kapazität aus, so  speichern sie bei gleichem Volumen doppelt so viel Energie wie NiCd-Akkus. NiMH-Akkus arbeiten sehr zuverlässig, sind jedoch bei häufigem Nachladen ebenfalls anfällig für eine Art von Memory-Effekt, den sog. Lazy-Battery-Effekt.

Handy Akku  – Li-Po- und Li-Ion-Akkus

Zurzeit sind die modernsten Speicherzellen für Mobiltelefone die deutlich kleineren und leichteren Lithium-Ionen- oder Lithium-Polymer-Akkus. Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion) haben gegenüber einem NiMH-Akku eine mehr als doppelt so hohe Speicherkapazität. Die Funktionsweise ist ähnlich wie bei NiCd-Akkus. Zwischen den Elektroden wird durch den Austausch der Elektronen Energie erzeugt. Der Unterschied ist der, das  Elektrolyt hier aus Lithium-Salz beim NiCd-Akkumulator aus Kalilauge besteht. Ein Schwachpunkt dieser Akkus sind die Ladezyklen, Li-Ion-Akkus  überstehen bei sachgerechtem Umgang  nur 500 bis 1 000 Ladezyklen schadlos, die Li-Po-Akkus sogar nur 300 bis 500. Lithium-Polymer-Akkus (LiPo) kommen ohne Metallgehäuse aus, die Elektroden sind mit einer flexiblen Kunststoff- oder Aluminiumfolie beschichtet. Zudem enthalten diese Akkus keine Flüssigkeit, sondern arbeiten auf einer gelähnlichen Basis. Li-Po-Akkus können verschiedene Formen aufweisen, Li-Ion-Akkus haben eine rechteckige Form.

Handy Akku – Tipps

Der Umgang mit diesen Akku-Typen ist unproblematisch, er kann zu jedem Zeitpunkt und Ladezustand aufgeladen werden. Lion- und Lipo-Akkus verwenden eine komplizierte Ladeelektronik, nutzen Sie aus dem Grund ausschließlich die für sie vorgesehenen Ladegeräte. Die Lebensdauer eines Akkus erhöht man in dem man ihn nicht so oft auflädt. Man sollte daher NiMH- und LiIon-Akkus möglichst lange nutzen. Ein nützlicher Hinweis: Stecken Sie ihr Handy nicht aus lauter Gewohnheit jeden Abend an das Ladegerät. Schützen Sie Ihr Handy vor extremen Temperaturen.  Hitze und Sonneneinwirkung sind die größten Feinde des Akkus. Schon bei einer Temperatur von 50 Grad Celsius leistet beispielsweise ein NiCd-Akku nur noch die Hälfte seiner Leistung. Online-Shops für Akkus bieten ein umfangreiches Angebot mit zum Teil äusserst günstigen Preisen.

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