Garten

Häcksler

Ein guter Häcksler ist im Garten oft unentbehrlich. Welche Arten von Häckslern es gibt, was einen guten Häcksler ausmacht und auf was Sie bei Kauf und Gebrauch eines Häcksler achten sollten, erfahren Sie hier.

Häcksler – Allgemeines

Der Häcksler ist ein praktischer Helfer im Garten. Der dort anfallende organische Abfall wie Äste, Unkraut, Laub etc. ist oftmals viel zu voluminös und eigentlich auch zu Schade, um entsorgt zu werden. Im Häcksler werden diese zerkleinert. Der hierbei entstehenden "Abfall" kann als Mulch sinnvoll genutzt werden. Sie können das geschredderte Material aber auch unter Ihren Komposthaufen mischen, so führen Sie diesem zudem noch wertvolle Wertstoffe zu. Häcksler arbeiten mit unterschiedlichen Systemen. Machen Sie sich aber vor dem Kauf eines Häcksler Gedanken darüber, was Sie alles damit zerkleinern möchten, denn nicht alle Häcksler können auch wirklich alles schreddern.

Häcksler – Zerkleinerungsarten

Grundsätzlich werden Häcksler mit drei verschiedenen Zerkleinerungssystemen angeboten.

Die einen besitzen rotierende Messer, die hartes sowie auch weiches Material sehr gut zerkleinern. Die dabei entstehenden kleinen Schnipsel eignen sich hervorragend als Mulch auf Ihren Beeten.

Andere ziehen das zu zerkleinernde Material in eine Walze, die dieses dann regelrecht zerquetscht und somit ebenfalls zerkleinert. Die dabei entstehenden Stücke sind größer als bei Häckslern, die mit rotierenden Messern arbeiten – für den Kompost genau das richtige. Weicheres Material wie Laub oder Gemüse können aber das Walzwerk schnell verstopfen.

Die dritte Form verbindet die beiden oben Genannten. Dies hat den Vorteil, dass Sie auch ganz hartes Holz gut zerkleinern können. Damit Gräser oder Unkraut das Schnitzelwerk nicht verstopfen, können Sie kleinere Äste darunter mischen, die verhindern in der Regel dieses Problem.

Einen Nachteil haben aber alle Häcksler: Sie sind während des Zerkleinerungsvorganges extrem laut. Häcksler, die mit Messern sowie auch einem Mahlwerk arbeiten, sind hier die leisesten. Ihr Geräuschpegel liegt etwas unter 91 Dezibel.

Häcksler – Antrieb

Neben der richtigen Wahl des Zerkleinerungsmechanismusses sollten Sie auch auf die Leistung achten. In der Regel verfügen die gängigen Häcksler für den Hobbygärtner über einen Elektromotor. Diesen gibt es in verschiedenen Stärken, die aber nicht nur für die Geschwindigkeit der Verarbeitung, sondern insbesondere für die Zerkleinerungskraft verantwortlich sind.

230 V Elektromotoren kommen auf eine Leistung von ca. 2 kW. Hier schaffen die Häcksler Äste bis zu 40 mm.
Verfügt der Motor über einen Starkstromanschluss mit 380 V, bringen diese es auf 3 kW. Äste bis zu 80 mm kann ein Häcksler, der mit diesem Motor ausgestattet wurde, ohne Probleme zerkleinern.
Häcksler, die mit einem Benzin- oder Dieselmotor ausgestattet wurden, sind eher für den professionellen Gebrauch geeignet, haben aber den Vorteil, dass diese extrem leistungsstark sind.

Häcksler – Gebrauchshinweise

Wenn Sie Holz oder sonstige organisches Material zerkleinern, sollten Sie einige Sicherheitshinweise beherzigen:

Häcksler arbeiten während des Zerkleinerungsvorganges nicht gerade leise. Tragen Sie am besten Ohrenschützer, die den Lärm abdämpfen.
Schützen Sie Ihre Hände und Ihre Augen vor herumfliegenden Kleinteilen, die während des Schreddervorganges immer wieder herumfliegen könnten. Handschuhe und eine Brille, die auch einen Seitenschutz besitzt, sollten also zur Grundausstattung gehören.
Achten Sie darauf, dass der Häcksler auf einer festen und ebenen Unterlagen steht.
Sollte der Häcksler verstopfen, ziehen Sie unbedingt vor dem Versuch, die Verstopfung zu beseitigen, den Netzstecker!
Wenn die Messer nachgeschliffen oder ausgetauscht werden, müssen diese anschließend auch neu justiert werden. Diese Arbeiten sollten Sie einem Fachmann überlassen.

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